Digital-Frühstück »Commerce’n’Concert« in Köln – Handelssysteme erfolgreich orchestrieren [ReCap]

Verfasst am 4. Mai 2017 von .

Erfolgreiche Unternehmen baut man nicht holzschnittartig nach BWL-Lehrbuch auf. Langfristiger Erfolg stellt sich vor allem durch die Einstellung der Führung und Mitarbeiter zum Unternehmen ein. Stichwort: Leidenschaft.
 
Leidenschaft hilft das Tal der Tränen, wie es vielen Unternehmen während der digitalen Transformation begegnet, schneller zu durchschwimmen. Leidenschaft hilft außerdem prozessuale und organisatorische Stolpersteine zu kompensieren.
 
Ein Paradebeispiel an Leidenschaft bot das Handelskraft Digital-Frühstück »Commerce’n’Concert« am vergangenen Mittwoch bei Music Store in Köln. Zwischen Instrumenten, die Hobby-Musiker, Profis und Fachfremde gleichermaßen das Funkeln in die Augen treiben gab es umfangreich Gelegenheit hinter die Kulissen eines der größten Multichannel-Musikfachhändlers zu blicken.

»Commerce’n’Concert« – Video Recap

Business-IT geht in die Cloud

Die wichtigsten Systeme bei Music Store sind Logistik, Microsoft ERP und Intershop als Shopsystem. Gerade Microsoft und Intershop arbeiten intensiv daran ihre Lösungen in der Cloud anzubieten und haben ein gemeinsames Offering entwickelt.

Daniel Heckmann, Business Development Manager von Microsoft Deutschland ging daher in seinem Vortrag auf die Vorteile von Cloud-IT ein. Kostenkontrolle und flexible Skalierung sind mittlerweile Klassiker. Wirklich überzeugen kann Cloud-Computing aber in Sachen Ressourcenkontrolle und -verfügbarkeit, wenn es um rechenintensive Features, wie künstliche Intelligenz und Deep-Learning geht. Beeindruckt hat dabei auch der Use-Case, der komplexe Bestellungen via Sprache in Maschinen-Code übersetzt.

Die größte Skepsis gegenüber Business-IT und der Hauptgrund, warum Server häufig doch noch im eigenen Keller landen, ist Datenschutz. Mit Rechenzentren in Deutschland will Microsoft hier zukünftig punkten.

Music Store – hands on everywhere

Hier packt der Geschäftsführer noch selbst an. Michael Sauer rettet die Leinwand. Foto: dotSource

Hier packt der Geschäftsführer noch selbst an. Michael Sauer rettet die Leinwand.
Foto: dotSource

Schon vor den Vorträgen wurde während des Frühstücks klar: Michael Sauer, CEO bei Music-Store lebt sein Geschäft. Boulevardblätter würden ihn anerkennend Rock’n’Roll-Opa nennen, denn der Ü-70-Geschäftsführer wirbelt durch seine Geschäftsräume, wie ein junger Gründer. Da flitzt Sauer auch selbst los, um eine Leiter zu holen, damit die Leinwand nicht absegelt.
 
Mindestens genauso gut, wie über Standorte von Leitern im Betrieb, wusste der Music Store Geschäftsführer über das bald 20 Jahre alte Onlinegeschäft des Musikfachhändlers zu berichten. Damals, wie heute sei es ein Geschäft, dass am Ende über den Preis entschieden wird. Der Spagat, den es zu bewältigen gilt ist es somit den Kunden über hochwertigen Content anzulocken, über den Preis zu gewinnen und durch hochwertige Services langfristig zu binden.
 
Technisch bedeutet das, dass Inhalte im Shop intuitiv von Produktexperten gepflegt werden können müssen. Das CMS musste musikerfreundlich werden. Außerdem legt man viel Wert auf korrekte Verfügbarkeiten, Lieferfenster und kontextsensitive Servicekanäle. Was nutzt es schließlich dem russischen Gitarristen, wenn er seine Beratung beim französischen Mitarbeiter der Schlagzeugabteilung beginnt?
 

Wie klingt Commerce?

Nach den Vorträgen führte Michael Sauer die Gäste durch das Lager. Nach fast sieben Jahren sei man soweit, dass das Lager so effizient automatisiert sei, dass das gesamte Tagesfulfillment nachmittags abgearbeitet wird. Obwohl die Anzahl der Pakete weiter steigt.

Besonders stolz erklärte Sauer unter dem Rattern der Rollbänder, warum er sich manchmal die Concorde zurück wünsche. Er berichtete, dass Music Store durch die Nähe zum Logistik-Hub in Frankfurt 24h Express-Lieferung in weiten Teilen der USA anbieten könne. Ein Vorteil, den viele US-Händler nicht leisten könnten. Da Music Store dabei auch die Erdrotation in die Hände spielt, bemerkte Sauer schmunzelnd, dass man mit der Concorde sogar “gestern” in die USA liefern könne.

Den Abschluss des Digital-Frühstücks »Commerce’n’Concert« – und somit den Part “Concert” – übernahm die französische Künstlerin DeLerauntis. In der übertrieben beeindruckend ausgestatteten PA-Abteilung von Music Store präsentierte die Pariserin, ausgestattet mit Notebook, Ableton-Push und Mikrofon, wie eine Person mithilfe perfekt orchestrierter Technologie ein beeindruckendes Musikerlebnis erzeugen kann.

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