Google-Walmart: Den Einkauf per Stimme tätigen – Amazon ist nicht allein! [5 Lesetipps]

Verfasst am 28. August 2017 von .

Quelle: ©chombosan - Fotolia

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Google nimmt den Einkauf via Stimme komplett ernst und möchte schnell von seinen Vorteilen profitieren, um den Spitzenreiter Amazon in die Enge zu treiben. Daher ist der Internet-Riese eine vielversprechende Kooperation mit Walmart eingegangen, einem der größten Lebensmittelkonzerne in den USA. Wird somit das Voice-Shopping an Akzeptanz gewinnen?

Amazon Echo und sein virtueller Sprachassistent „Alexa“ wurden vor rund drei Jahren in den USA auf den Markt gebracht. Das Hauptziel war es, diese neue Interaktion zwischen Mensch und Maschine via Stimme als Next-Generation-Interface bekannt zu machen.

Danach wollte Amazon den Einsatz und die Akzeptanz dieser neuen Kommunikationsform fördern. Mit dem Amazon-Prime-Day ist der Verkauf von Amazons smarten Assistenten durch reduzierte Preise stark gestiegen. Tatsächlich war der Amazon Echo Dot das meistverkaufe Amazon-Produkt.

Parallel ist in den letzten Monaten die Anzahl der Alexas Skills immer weiter angestiegen. Laut Business Insider gab es im Juni 2017 15.000 Alexa-Skills, während es im Januar nur rund die Hälfte(7.000) waren.

Aber Amazon ist nicht allein in diesem Rennen. Apple, Google und Samsung haben ihre intelligenten Sprachassistenten nicht nur vorgestellt, sondern auch weiterentwickelt. Insbesondere Google will Spitzreiter in diesem Bereich werden. Sein letzter Spielzug ist der beste Beweis dafür: die Anti-Amazon-Allianz mit Walmart, um Voice-Shopping mithilfe von Googles virtuellem Assistent anzukurbeln.

Voice-Shopping bei Walmart mit Google Express

Das Ziel der Partnerschaft mit einem der beliebtesten Einzelhändler in den USA ist es, den Einkauf von Grundnahrungsmitteln schneller und einfacher zu machen. Die Unternehmen haben verstanden, dass Verbraucher zunehmend beschäftigt sind und dass sie ihre Zeit mehr denn je schätzen.

Um diese neuen Anforderungen zu erfüllen, hat Google den Google Express-Marktplatz in den USA entwickelt. So können Nutzer mit Google Home in Costco, Target und ab Ende September auch in Walmart ihren Einkauf bestellen.

„We’re entering an exciting partnership with Walmart to bring you hundreds of thousands of products at Walmart’s Every Day Low Prices—everything from laundry detergent to Legos—that you can buy through voice with your Assistant on Google Home or on the Google Express website or app“,

erklärte kürzlich Sridhar Ramaswanny, senior Vice President, Ads & Commerce bei Google.

Natürliche Checkout-Prozesse

Einer der praktischsten Use-Cases ist das Feature „Easy Reorder“. Hier werden die vorherigen Käufe der Nutzer gespeichert, sodass sie diese einfach erneut bestellen können, verriet Marc Lore, President und CEO, Walmart U.S. eCommerce.

Walmart möchte die Online-Einkaufprozesse erleichtern. Amazon und Google auch. Sie wollen natürliche Interaktionen und Kommunikationsprozesse zwischen Menschen und Maschinen. Hier könnte die Stimme eine entscheidende Rolle spielen.

Es gibt allerdings noch ein paar Fragen zu diskutieren. Bisher konzentriert sich ein Großteil der Funktionen der Sprachsteuerung auf die Anwendung zu Hause. Aber die Mehrheit der Verbraucher findet die Nutzung der intelligenten Sprachassistenten noch nicht praktisch und sinnvoll genug. Im Gegenteil: der Smartphone- (bzw. der Laptop-)Bildschirm sind noch immer die beliebtesten Shopping-Interfaces. Wird der Einkauf via Stimme irgendwann zur Normalität werden? Wenn ja, wie lange braucht es?

Vielleicht ist die Nutzung der Stimme in anderen Bereichen sinnvoller. Besonders in denen, wo die Anwendung des Smartphones begrenzt ist. Aktivitäten wie Fahren, Kochen oder Arbeiten, bei denen man sich auf andere Dinge konzentrieren sollte, bergen ein großes Potential für Voice-Shopping und weitere Aktivitäten. Amazon führt auch dieses Rennen. Der Konzern unterhält verschiedene Partnerschaften mit Autoherstellern wie BMW, Hyundai oder Ford. Google und Apple haben in dieser Hinsicht ebenfalls große Pläne für das nächste Jahr.

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