Gartners Prognose: Wie geht es für die virtuellen Lautsprecher-Assistenten weiter?! [5 Lesetipps]

Verfasst am 4. September 2017 von .

Quelle: ©folienfeuer - Fotolia

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Virtuelle Lautsprecher-Assistenten werden den Markt laut Gartner ab 2021 dominieren. Gartner geht davon aus, dass VPA-fähige (Virtual Personal Assistance) Geräte wie Amazon Echo oder Google Home bis dahin 3,52 Milliarden Dollar globalen Umsatz generieren werden, gegenüber den 0,72 Milliarden Dollar in 2016.
 
Diese Prognose überrascht nicht, besonders wenn man die aktuellen Verkaufszahlen von Amazon bedenkt. Dennoch, tatsächlicher bequemer Nutzen für den Anwender ist bei weitem noch nicht erreicht. Kunden können Musik hören, Fragen stellen, Einkaufszettel erstellen und Bestellungen aufgeben. Doch das Niveau des Verständnisses und der Interaktion bleibt sehr eingeschränkt und Nutzer sehen bisher kaum einen Vorteil darin, Lautsprecher statt ihres Smartphones oder Laptops zum Kauf von Produkten zu verwenden.

Darüber hinaus gibt es weitere Hindernisse, die die Einführung dieser smarten Assistenten verlangsamen, wie zum Beispiel Datenschutz- und Sicherheitsbedenken sowie das Fehlen eines Touchscreens, der den Kommunikationsprozess zwischen Menschen und Maschinen enorm beschleunigen und optimieren könnte.

Die Technologie kam für die Verbraucher zu früh. Amazon und Google sind sich dessen vollständig bewusst; dennoch wollen sie so viele Geräte wie möglich verkaufen, denn umso mehr Konsumenten das Gerät nutzen umso mehr lernt es und verbessert sich.

In diesem Sinne unterstreicht Gartners Prognose auf welche Art Anbieter wie Google, Amazon, Apple oder Samsung diesen Unzulänglichkeiten entgegenwirken und einen echten Mehrwert bieten können.

  • VPA-Lautsprecher der dritten Generation werden mit einigen Funktionen künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet sein, die auf dem Gerät statt in der Cloud ausgeführt werden. Was eine Konsequenz der Datenschutz- und Sicherheitsbedenken ist.
  • Die Fähigkeit des maschinellen Lernens wird dazu genutzt werden, Latenzzeiten zu verringern und Bandbreite effizienter zu nutzen, was definitiv das Kundenerlebnis verbessern wird.

Virtuelle Assistenten auch für Unternehmen!

Dennoch werden Virtuelle Persönliche Assistenten nicht mehr nur als Endgerät für Privatnutzer gesehen. Laut Gartners Prognosen werden sie ab 2019 auch von Unternehmen eingesetzt werden.

Diese Virtuellen Persönlichen Assistenten werden eine Art Spezialist mit kundenspezifischen Hard- und Software-Konfigurationen sein. Die ersten Branchen, die von diesem Trend profitieren werden, werden nach Angaben des Forschungsunternehmens die Bereiche Gastronomie und Ferngesundheitsdienst sein. Aber Gartner sieht ab 2020 auch beachtliche Potentiale für den Handelssektor.

Spezielle Virtuelle Persönliche Assistenten werden dazu genutzt werden, einen nahtlosen, individualisierten und einfacheren Kundenservice zu bieten. Auch Einkaufserlebnisse profitieren zum Beispiel durch Self-Service-Angebote, stimmbasierte Einkaufs- und Zahlungsmöglichkeiten, sowohl im Ladengeschäft, wie auch im Onlinehandel.

Die bereits existierenden Anwendungsfälle sind noch weit von echten Virtuellen Assistenten entfernt und mehr ein erster mutiger Schritt in diese Richtung.

In manchen Ikea Filialen, wie zum Beispiel in einer temporären Filiale in Madrid, gibt es einen interaktiven Bereich, in dem Kunden ein Video mit ihren Fragen oder Problemen bei der Dekoration ihres perfekten Schlafzimmers aufnehmen können und wenige Tage später eine Antwort von einem Ikea-Einrichtungsspezialisten erhalten. Unter dem Hashtag #ikeaconcuerposerrano findet ihr ein Foto, das von einem Besucher aufgenommen wurde.

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