Sind Unternehmen bereit für Künstliche Intelligenz? [5 Lesetipps]

Quelle: gratisography.com
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Der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) fand in den letzten 12 Monaten zunehmend Resonanz. Viele kompetente Stimmen erinnern uns jeden Tag an sein Potenzial (und auch seine Gefahren) die Welt, sowohl privat als auch im Arbeitsleben, zu revolutionieren. Gartner hat Anfang des Jahres die wichtigsten Tech-Trends für 2017 prognostiziert und zu diesem Zeitpunkt wurde KI in Kombination mit maschinellem Lernen als eine der unverzichtbarsten Technologien dieses Jahres genannt.

Seitdem sind viele Lösungen auf den Markt gekommen, mit denen Unternehmen viele potentielle Anwendungen für eine höhere Kundenzufriedenheit und effektiver Organisationprozesse umsetzen können: autonome Fahrzeuge, Roboter, intelligente Sprachassistenten, smarte Berater, individualisierte Angebote, Predictive Analytics und Maintenance und viele mehr.

Es sieht aus als wäre KI bereit für Unternehmen, aber sind die Unternehmen bereit für KI?

KI wird von Unternehmen noch nicht angenommen

Unter Verwendung dieser Technologien sind Maschinen nicht nur in der Lage zu lernen, sondern können sich auch an ihre Umgebung anpassen – sie werden intelligent! Menschen und Maschinen können effizient und effektiv miteinander kommunizieren und das ist es, wo die hohen Erwartungen an die Künstliche Intelligenz liegen. Aber wie weit sind Unternehmen diese Effizienz zu erreichen?

Laut der neuesten McKinsey Studie „Artificial Intelligence: The next digital frontier?“ haben Tech-Riesen wie Google oder Facebook im Jahr 2016 zwischen 20 und 30 Milliarden US-Dollar in KI investiert. 90 Prozent dieser Investitionen konzentrierten sich auf Forschung und Entwicklung sowie Deployment, während der Rest für KI-Übernahmen genutzt wurde.

Außerdem hat McKinsey herausgefunden, dass die Annahme dieser Technologie außerhalb der Tech-Branche noch in einer Früh- bzw. Experimentalphase ist. Tatsächlich nutzen nur 20 Prozent der befragten Entscheider bereits KI-Technologien und viele Unternehmen sind noch unsicher bezüglich Use-Cases oder ROI.

Die Branchen, in denen KI sich langsam etabliert sind Hightech, Autoindustrie und Finanzdienstleistungen.

Warum? Weil sie stark digitale „Early Adopter“ sind. Das ist eines der entscheidenden Merkmale, um das Meiste aus dieser Technologie herauszuholen. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre digitale Transformation nicht länger aufschieben sollten.

Ein gutes Beispiel ist Netflix: Mithilfe von Algorithmen kann das Unternehmen seinen Kunden eine personalisierte Film – und Serienauswahl anbieten.

KI birgt großes Potenzial für das Marketing

KI und maschinelles Lernen als Grundlagentechnologien könnten die Nutzererlebnisse verbessern und Marketern und Vertrieblern helfen, gezielte und individualisierte Kampagne zu gestalten sowie personalisierte Angebote und Inhalte anzubieten. Das klingt spannend, aber gibt es bereits Marketer, die KI-Lösungen implementiert haben?

Quelle: GumGum, eMarketer
Quelle: GumGum, eMarketer

Laut einer Studie von GumGum haben 61 Prozent der amerikanischen Marketer ein generelles Verständnis der potentiellen Anwendungen. Jedoch sehen sich nur 3 Prozent als Experten in diesem Bereich.

Die Studie zeigt auch, dass Chatbots das höchste Akzeptanzslevel haben. Predicitve Analytlics und autopersonalisierter Content werden allerdings häufiger genutzt als Chatbots.

Der Grund hierfür könnte sein, dass viele Unternehmen der Meinung sind, dass die Technologie sich erst weiterentwickeln muss, bevor Unternehmen und Marketer die Vorteile ausschöpfen können, die die Verwendung von KI bietet. Das ist z.B. der Fall bei Sprachassistenten (wie Alexa) oder Chatbots, mit denen die Kommunikation noch nicht so fließend und schnell ist, wie wir es uns wünschen würden.

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