Die Digitalisierung der Filialen fordert eine technische Meisterleistung [5 Lesetipps ]

Verfasst am 5. Februar 2018 von .
Quelle: Zara

Quelle: Zara

Der physische Laden, ob nun als Pop-up-Store, Showroom oder vollwertige Filiale, gewinnt wieder an Bedeutung. Insbesondere als Marketing- und Servicekanal. Moderne Filialen sind digital, intelligent und individuell. Sie bieten durch geschickte Kombination von Personal und Technologie einen Servicemehrwert für den Kunden, den jeder Kanal für sich nicht erreichen könnte. Das hat beispielweise Zara, mit der Eröffnung seines ersten temporären Pop-up-Stores in London, gut verstanden.

Was bieten Filialen ihren Kunden? Worin liegen aktuell die größten Herausforderungen und welche Lösungen werden bereits umgesetzt?

Der Customer-Journey wird immer komplizierter

Die Komplexität der Customer-Journey für Händler nimmt zu.

Tatsache ist, dass die Verbraucher von der Informationssuche bis zum Kauf eines Produkts häufig mehrmals zwischen verschiedenen Kanälen – online, mobil, Katalog, Shop – hin und her springen. Deshalb stellt es eine große Herausforderung dar, die Kunden auf allen Kanälen zu bedienen. Auch technologisch ist das eine Meisterleistung.

Die neuen Läden lassen Offline- und Online-Erlebnis verschmelzen und zeigen traditionellen Filialisten mit Onlinekanal, wie ein gelungenes Omnichannel-Szenario aussehen kann.

Die Zukunft spiegelt sich bereits in Zaras Pop-up-Store wider

Der erste Zara Pop-up-Store, der im Londoner Einkaufszentrum Westfield Stratford eröffnet wurde, widmet sich ganz der Verbindung von Online und Offline. Dort können Kunden direkt online im Geschäft bestellen. Bestellungen, die vor 14 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag zugestellt, während die Bestellungen, die nach 14 Uhr eingehen, am nächsten Tag geliefert werden.

Der innovative Store setzt stark auf Technologie. Der Laden bietet ein einfaches Zahlungssystem, das durch Bluetooth mit mobilen Geräten nahtlos verknüpft werden kann. Ebenso werden durch informative Spiegel-Bildschirme Produkte und Stylings empfohlen, die Kunden dann mithilfe von RFID- Technologie scannen können. Der smarte Spiegel stellt verschiedene Möglichkeiten der Kombination mit anderen Kleidungstücken und Accessoires in realer Größe dar.

Der neue Flagship wird technisch noch besser ausgestattet

Gleichzeitig renoviert Zara seinen Flagship-Store mit dem Ziel, durch Technologie das Einkaufserlebnis der Kunden zu verbessern. Dieser Store wird weltweit erstmals einen spezifischen Online-Bereich beinhalten.

Der neue Flagship wird auch über eine automatische Online-Auftragsannahmestelle mit zwei kleinen Geschäften verfügen, die es Kunden ermöglichen, Online-Einkäufe jederzeit bei Zara.com abzuholen. Dieses System beinhaltet ein optisches Lesegerät, das den QR-Code scannt oder den PIN-Code akzeptiert, den der Kunde zum Zeitpunkt des Online-Einkaufs erhalten hat. In wenigen Sekunden liefert er die Bestellung über eine Paketbox aus.

Hinter den Kulissen befindet sich ein dynamischer Roboter, der ein kleines Lager mit einer Kapazität von bis zu 2.400 Paketen gleichzeitig durchläuft.

Die Integration der Technologie als Erfolgsfaktor

Für Inditex‘ CEO Pablo Isla ist dies der Weg zum Erfolg. Er erklärte, dass die zwei erwähnten neuen Konzepte

„einen weiteren Schritt in der Strategie der Integration unserer Stores in die Online-Welt darstellen“.

Führende Marken und Unternehmen wie Zara, Adidas, Mister Spex oder Ikea, experimentieren seit Jahren mit innovativen und automatisierten Funktionalitäten wie interaktiven Umkleidekabinen, Kassen zum Selbstauschecken, Touchscreens, virtuellen Beratern oder mit mobilen Endgeräte ausgerüstetes Personal, um zu sehen, wie Kunden auf die zunehmend digitalen Filialen reagieren.

Die Umsetzung digitaler Technogien steigert die Wertschöpfung für die Konsumenten und hilft, Prozesse und Ressourcen zu optimieren und besser zu verwalten. Aber nicht nur das. Laut Accenture Strategie beginnen die Unternehmen, die an der Spitze stehen wollen, jetzt, wenn sie es nicht bereits getan haben, die Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsketten so schnell wie möglich umzusetzen.

Laut dem Marktforschungsunternehmen werden fünf Technologien spätestens bis 2020 voll einsatzbereit sein: Internet of Things, Künstliche Intelligenz/Maschinelles Lernen, Roboter, digitale Rückverfolgbarkeit und Augmented/Virtual Reality.

Quelle: Accenture

Quelle: Accenture

Das endgültige Ziel: Einkaufserlebnisse mit Mehrwert anbieten. Einzelhändler und Marken müssen digitale und vernetzte Geräte unbedingt als zentralen Bestandteil der Shopping-Experience integrieren, um den Besuch eines Shops sowie Einkaufentscheidungen zu erleichtern.

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