Die Sport- und Messebranchen nehmen die Digitalisierung ernst [5 Lesetipps]

Verfasst am 19. Februar 2018 von .
Photo by Johannes Waibel on Unsplash

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Die überragende Leistung der deutschen Olympiamannschaft bei den Winterspielen in der südkoreanischen Region Pyeongchang ist Tag für Tag in aller Munde. Ein anderer Grund dafür ist allerdings die zunehmende Digitalisierung der Sportbranche, die dieses Jahr besonders relevant und präsent ist.

Die Sportindustrie wird digital

Tatsache ist, dass neue Technologien die Sportindustrie generell revolutionieren und insbesondere das Zuschauererlebnis bei Sportübertragungen bereichern. Virtual und Augmented Reality haben beide das Potenzial, das Zuschauererlebnis beim Sportkonsum umzugestalten – und damit auch die Art und Weise, wie solche Events medial aufbereitet werden.

Ein großes Ereignis wie die diesjährigen Winterspiele ist der ideale Zeitpunkt, um diese Entwicklungen zu testen und anzuwenden. Auf dieser Weise wird es zum ersten Mal in der Geschichte der Fall sein, dass die IT vollständig in der Cloud gehostet, die Anbindung an ein 5G-Netzwerk angeboten und die Übertragung via VR-Technologie realisiert wird.

Fokus auf individuelle und immersive Erlebnisse

Oculus und Intel haben dafür das größte Virtual-Reality-Übertragungsnetz entwickelt. Benutzer, die auf die Plattform zugreifen, können 50 Stunden an Inhalten erleben, die mit drei bis sechs Kameras pro Ereignis aufgezeichnet werden. Dies ermöglicht die Personalisierung des Sporterlebnisses durch den Austausch mehrerer Ansichten in Echtzeit.

2018 wird das Jahr der exzellenten Customer-Experience und erstklassigen Personalisierung. Händler, Hersteller und Marken müssen ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, die gesamte Technologie, die derzeit verfügbar ist, für sich zu nutzen und somit intuitive und individuelle Einkaufs- oder Unterhaltungserlebnisse über die verschiedenen Kanäle anzubieten.

Beispielweise hat die NBA in den letzten Jahren in personalisierte und sinnvolle mobile Fan-Erlebnisse investiert, um die Fans anzulocken. Die Basketballarenen sind mit starker mobiler Anbindung und WLAN ausgestattet. NBA-Team-Apps bieten jetzt bequeme Echtzeit-Informationen über freie Parkplätze, um die Ankunft der Fans beim Spiel zu vereinfachen und Essens- und Toilettenschlangen, was es noch einfacher macht, das Erlebnis ohne Unannehmlichkeiten zu genießen.

Zu den Spielen der Miami Heats gibt es die Möglichkeit Mobile-Only-Tickets zu erwerben. Während des Spiel können Fans Live-Statistiken und Video-Highlights aus der NBA Game Time App erhalten. Außerdem können sie sogar virtuelle Körbe mit der neuen AR-App der NBA werfen, um Preise zu gewinnen. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Fan-Experience zu erweitern und erleichtern und nicht zuletzt mehr Zuschauer zu gewinnen und den Umsatz zu steigern.

Auch andere Veranstaltungsorte wie Messen, Museen, Theater, Kinos oder der Einzelhandel, die von großem Publikum (B2C oder B2B) leben, setzten immer mehr auf digitale Services.

Die Messebranche will auch auf dem neusten Stand bleiben

Obwohl Messen ein sehr kontaktintensives Business sind – sowohl innerhalb der Organisation, als auch beim tagtäglichen Austausch mit Kunden, müssen Messen die wechselhaften Bedürfnisse ihrer Kunden immer schneller erfüllen, wie Dr. Martin Kassubek (NürnbergMesse) im Interview mit Handelskraft angemerkt hat.

Der Kontakt ist nicht mehr nur Face-to-Face, sondern auch Device-to-Device. Dies sollte ab sofort von Messen in Betracht gezogen werden. In diesem Sinne müssen ihre digitale Infrastruktur und ihr digitales Leistungsangebot verstärkt und erweitert werden. Es ist besonders empfehlenswert:

  • Websites in Responsive Design umsetzen und Apps, Blogs, Newsletter und Social-Media-Profile zu integrieren.
  • Online-Buchung, Anmeldung und Online-Karten zu ermöglichen.
  • Ausstellern Stand-Konfiguratoren und Online-Rechnungen anzubieten.
  • Online-Plattformen für Industrien und Aussteller umzusetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Livegang des Online Order System (OOS), dem B2B-Onlineshop der Messe Düsseldorf. Das Serviceportal bietet eine zentrale Plattform, über die Aussteller alle Messeleistungen beziehen können. Zur EuroCIS 2018 wird es zum ersten Mal angewendet.

Außerdem ist die Anwendung von Beacon-Technologie oder VR-/AR-Experiences sehr hilfreich. Da Teilnehmer Produktionsstandorte virtuell besuchen oder Produkte ausprobieren können.

Die Beispiele von den Olympischen Winterspielen, der NBA oder auch der Messe Düsseldorf beweisen, dass Händler und Hersteller nur dann mehr Kunden gewinnen, wenn sie der Zielgruppe Mehrwert durch neue Technologien und digitale Services bieten. Außerdem zeigt es, wie digitale Services zunehmend an Bedeutung gewinnen und wie schnell Virtual Reality sich verbreitet. Ist dein Unternehmen fit für die Digitalisierung?

Unsere 5 Lesetipps der Woche

Event Planning Transformed With Virtual Reality [VR-Focus]

I thought VR would make watching Olympic snowboarding awesome. Sadly, it sucked. [MIT Technology Review]

The 2018 Winter Olympics: all the tech and updates from the world’s biggest games in Pyeongchang [The Verge]

2018 Winter Olympic Games may medal in technology [Medium]

VR-Training zur Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2018 [VR-Quest]

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