Sicher dezentral: Die Blockchain und smarte Geschäfte

Verfasst am 25. April 2018 von .
Notebook, Smartphone und Buch in Ketten

Quelle: pexels

Am 25. Mai 2018 tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) EU-weit und ausnahmslos (aber in Teilen wirkungslos) in Kraft. Nutzer sollen so wieder Herr über ihre Daten werden. Was die einen als Meilenstein feiern, nennen andere die größte Katastrophe des 21. Jahrhunderts. Fakt ist, dass Unternehmen sich damit schnell auseinandersetzen müssen, um nicht von empfindlichen Strafen finanziell ruiniert zu werden.

Doch nicht erst seitdem Daten in digitaler Form aufbereitet werden, müssen Organisationen sich mit den Themen Datensicherheit und Datenschutz auseinandersetzen. Die Frage, wo Daten gespeichert werden, ist unternehmensrelevant und kickt Anbieter von Cloud-Lösungen in steter Regelmäßigkeit von den Longlists der Business-Entscheider. Vertraut wird weiter auf die eigene IT im Keller.

Sicherheit made in Germany?

Im deutschsprachigen Raum gibt es deshalb verstärkt Lösungen, die als German Cloud oder Cloud made in Germany firmieren. Auch Microsoft bietet so etwas an. Entgegen dem weltweiten Trend sinken Sicherheitsbedenken in Deutschland auch nach den Angriffen auf Unternehmensinfrastruktur durch die Schadsoftware WannaCry, die betroffene Rechner verschlüsselte und nur gegen Lösegeld wieder frei gab.

Die IT gegen Angriffe von außen zu schützen ist aufwändig und kann nur ein Teil der Lösung sein. Der andere Teil könnte dezentrale Datensicherheit sein, wie ihn die Blockchain bietet.

Kryptowährungen und smarte Verträge

Vereinfacht lässt sich die Blockchain als Kette von Datensätzen verstehen, die von allen Netzwerkrechnern verwaltet und berechnet wird. Löschen oder Korrumpieren von Daten ist unmöglich, da die Differenz zum Original erkannt würde. Die bekannteste Verwendung der Blockchain sind aktuell Kryptowährungen wie Bitcoin.

Insbesondere der digitale Handel sollte die alternativen Zahlungssysteme auf dem Schirm haben. YouTube und Apple denken beispielsweise über die Zulassung von Musicoin, einer speziellen Kryptowährung für Musikprodukte, als Zahlungsmittel nach. Der Vorteil liegt dabei in der Fähigkeit zu Smart-Contracts, also nicht korrumpierbaren Aktionen und Reaktionen, die keinen Mittelsmann mehr zur Durchsetzung benötigen.

Was kryptisch klingt, bedeutet konkret, dass beispielsweise Mietwohnungen mit WLAN-Schloss automatisch Zugang gewähren, wenn die Buchung bezahlt wurde. Schlüsselübergabe und die Gefahr, nicht bezahlt zu werden, entfallen.

Start-ups wie slock.it wollen so die Sharing-Economy für Wohnungen, Autos und vieles mehr revolutionieren. Verschlüsselte Eins-zu-eins-Verträge können ganze Geschäftsmodelle, wie etwa die Rechteverwertung durch die GEMA, vom Markt drängen.

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Eine Reaktion zu “Sicher dezentral: Die Blockchain und smarte Geschäfte”

  1. Udo Roth - Immobilienmakler Freiburg

    Am 25. April 2018 um 11:45 Uhr

    Geniale Idee mit dem WLAN-Schloss für Mietswohnungen. Bei uns öffnen uns bereits vereinzelt die Eigentümer über das Smartphone die Tür, sobald wir mit dem Interessenten für eine Besichtigung vorm Haus stehen. Der Eigentümer ist garnicht mehr dabei und kann die Zeit sinnvoller nutzen…

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