Zahlungsmethoden – Aktueller Stand, Optimierungspotenzial und Trends im DACH-Raum [5 Lesetipps]

Verfasst am 30. April 2018 von .

Quelle: pexels.com

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Niemand bezahlt gerne. Doch Händler und Hersteller – egal ob im Onlineshop oder im Laden – haben es in der Hand, das zu ändern. Wenn die Kunden vom Einkauf und Einkaufserlebnis begeistert sind, bleibt die Zahlung am Ende fast unbemerkt. Dafür ist es wichtig, die Bedürfnisse der Konsumenten zu kennen und auf die neusten Entwicklungen zu reagieren.
 
Laut der aktuellen „ECC-Payment Studie Vol. 22“ geben 73 Prozent der befragten Onlineshopper an, immer mit ihrem Lieblingsverfahren zu bezahlen, sofern dieses angeboten wird. Dies lässt darauf schließen, dass viele Händler das jeweilige Lieblingsverfahren nicht im Angebot haben.
 
Was ist also der aktuelle Stand und welches sind die Zukunftsperspektiven rund um Payments in einer zunehmend digitalen Welt?

Status Quo im deutschen E-Commerce – Rechnung und PayPal sind die Favoriten

Laut der Ergebnisse der erwähnten Studie gibt es dieses Jahr keinen großen Schwankungen. Die Nutzungsvorliebe der Verbraucher etabliert und konzentriert sich. Auch in diesem Jahr ist die Rechnung die bevorzugteste Zahlungsmethode, knapp gefolgt von PayPal. Rund 75 Prozent der Konsumenten bezahlen am liebsten mit diesen beiden. Auf Platz drei steht mit großen Abstand die Lastschrift. Bemerkenswert ist auch, dass Heavy-Amazon-Shopper eher den Bezahldienst des Onlinegiganten bevorzugen.

Das verraten die Konsumenten: Einfachheit, Bequemlichkeit und Schnelligkeit überzeugen beim Checkout. Frühzeitige Informationen erhöhen demnach die Zufriedenheit.

Aufgrund dieser Erkenntnisse kann man sich fragen, wie nah Händler und Hersteller tatsächlich an den Kunden sind. Die Antwort ist, dass sie sich bemühen. Jedes Jahr bieten sie mehr Zahlungsarten an. Die Referenzanzahl für dieses Jahr liegt bei sieben.

Neben PayPal und Kreditkarte implementieren immer mehr Händler giropay und Sofortüberweisung als Zahlungsverfahren im Onlineshop. In Gegensatz dazu ist paydirekt, trotz der steigenden Bekanntheit bei den Verbrauchern, kaum vertreten.

Der Smart Consumer ebnet den Weg in die Zukunft: Immer mobiler und internationaler

Um auf dem neusten Stand zu bleiben, lohnt es sich, einen Blick auf das Verhalten zukunftweisender Smart Consumer zu werfen. Sie denken mobil und werden immer internationaler. Sie nutzen am liebsten PayPal. Die einfache und schnelle Anwendung auf dem mobilen Endgerät könnte möglicherweise ein Grund dafür sein. Stichwort: Convenience.

Zudem schauen diese Konsumenten insbesondere beim Onlineeinkauf gern über den Tellerrand hinaus. Sie legen besonderen Wert auf die Berücksichtigung länderspezifischer Vorlieben.

Aber hier gibt es noch Luft nach oben. Die deutliche Mehrheit der Händler bietet grenzüberschreitend die gleichen Zahlungsverfahren an, wenn allgemein bekannt ist, dass die Bedürfnisse und das Kaufverhalten sich von Land zu Land unterscheiden.

Lokalisierte Onlineshops und landespezifische Zahlungsarten reduzieren den Warenkorbabbruch, denn dieselbe Sprache wie die der Zielgruppe anzuwenden, vereinfacht den Vertrauensaufbau. Internationalisierung ist eine Herausforderung an sich, aber mit dem richtigen Leitfaden gelingt der Einstieg in neuen Märkte.

3 Trends, die Händler und Hersteller im Auge behalten sollten

Technologische Weiterentwicklungen, rechtliche Veränderungen und gesellschaftliche Einflüsse sorgen auch im Payment-Sektor für ordentlich Wind. Instant-Payment ist den meisten seit vielen Jahren ein Begriff, hatte jedoch bis jetzt noch nicht den durchschlagenden Erfolg.

Biometrie weckt viel Interesse bei Konsumenten und Unternehmen. In Gegensatz zu Instant-Payments ist dessen Einsatz eine Realität. Rund 23 Prozent der Konsumenten haben ebenfalls bereits mit ihrem Fingerabdruck bezahlt und weitere 34 Prozent können sich dies in der Zukunft vorstellen. Das Sicherheitsgefühl ist hier ein großes Plus, das die Verbraucher überzeugt.

Nicht zuletzt: In smarten Autos und digital vernetzten Haushaltgeräten sind Zahlungsoptionen bereits integriert. Diese Funktion hat großes Potenzial und die Erwantungen sind dementsprechend hoch. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Akzeptanz dieser vernetzten Methoden durchsetzt.

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