Facebook verkündet Augmented Reality Werbung im Newsfeed [5 Lesetipps]

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Quelle: Photo by Steve Roe on Unsplash

Es ist noch nicht lange her, da kamen verschiedenste Skandale um Datenmissbrauch und Fake News bei Facebook ans Licht. Das Unternehmen verlor kräftig an der Börse, und schien für viele Nutzer, Stakeholder und Marketers an Glaubwürdigkeit und Charme verloren zu haben.

Doch davon lässt sich das größte Soziale Netzwerk nicht die Laune verderben: Instagrams Attraktivität wachse und wachse, verkündigte das Unternehmen gleich in einem Atemzug mit den schlechten Börsen-News. Vor allem unten jüngeren Generationen sei das Foto-Netzwerk beliebter denn je. Auch Facebook selbst will wieder Pluspunkte sammeln und treibt Innovationen voran. Dabei steht Augmented Reality definitiv im Mittelpunkt.

Diese Technologie gewinnt auch jenseits der Gaming-Industrie immer mehr an Bedeutung. Tatsächlich setzten einige Unternehmen bereits darauf und entwickeln spannende Use-Cases – Anwendungsfälle für den Alltag. Hauptfokus ist es, das Leben in verschiedenen Umständen (bei der Arbeit, beim Einkauf komplexer Produkte oder beim Aufbau großer Maschinen) einfacher zu machen.

Facebook will also, dass Werbetreibende auch im größten sozialen Netzwerk vom Potenzial dieser Spitzentechnologie profitieren können.

Produkte mit AR anprobieren und direkt einkaufen

Schon auf seiner F8-Entwicklerkonferenz am Anfang des Jahres verkündete Facebook, dass es mit Unternehmen zusammenarbeitet, um Produkte mithilfe AR im Messenger zu präsentieren. Jetzt soll ein ähnliches Feature in den News Feed integriert werden. Eine ausgewählte Gruppe von Marken teste gerade AR-Anzeigen.

Noch soll das neue Feature auf Nutzer in den USA beschränkt sein- Es ermöglicht es Konsumenten, Artikel wie Modeaccessoires, Kosmetik, Möbel und mehr virtuell auszuprobieren, bevor man etwas kauft. Das Ziel dabei ist, Kunden zu helfen, sich vor dem Kauf ein Bild davon zu machen, ob ein Produkt zu ihnen passt und wie dies in ihrer Umgebung wirkt. So lassen sich Umsätze erhöhen und Retouren verringern.

Ty Ahmad-Taylor, Vice President of Product Marketing und in dieser Funktion für die globalen Marketinglösungen von Facebook zuständig, erklärte, dass die AR-Anwendung die Lücke zwischen offline und online Einkaufserlebnissen schließen könne.

More Engagement für mobile Werbung

Aber wie hat man sich AR-Anzeigen vorzustellen? Sie sehen wohl zunächst wie normale In-Feed-Anzeigen aus, enthalten aber eine “Tap to try it on”-Option. Das löst dann die AR-Funktionalität aus. Wenn es dem Nutzer dann gefällt, wie z.B. eine neue Sonnenbrille in seinem Gesicht aussieht, kann er das gewünschte Produkt sofort nahtlos bestellen.

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Quelle: Facebook

Dieser neue Weg richtet sich zunächst an die Mode-, Möbel– oder Beauty-Branche. Erste Marken, die dieses Feature bereits getestet haben, zählen zu den exklusivsten und teuersten Herstellern innerhalb dieser Gruppe: Michael Kors und Sephora. Weitere Firma wie NYX Professional Makeup, Bobbi Brown oder Wayfair wollen wohl noch in diesem Sommer ihre eigenen Tests starten. Und so wird dieses innovative neue Werbeformat in den kommenden Monaten für immer mehr Branchen erhältlich werden.

Die Camera Effects Plattform als Basis

Technisch gesehen basieren die AR-Anzeige auf der sogenannten Camera Effects Platform, die CEO Mark Zuckerberg letztes Jahr auf der F8 vorgestellt hat. Die Idee dahinter ist einfach: Durch die Facebook-Kamera kann man mit digitalen Elementen interagieren, die über die reale Welt gelegt werden. Der naheliegendste Anwendungsfall ist ein Selfie-Filter, aber auch ein Sessel-Filter und vieles mehr ist denkbar.

Die Camera Effects Platform bietet Künstlern und Entwicklern die Möglichkeit, Effekte für die Facebook-Kamera zu gestalten und somit interaktive Augmented Reality Erlebnisse zu liefern. Das sogenannte AR-Studio ist der Dreh- und Angelpunt dieser Plattform. Die Vorteile der Facebook-AR-Kampagne liegen darin, dass das Tool sehr benutzerfreundlich und einfach zu bedienen sein soll:

» “We’re aspiring to have the easiest to use creation tools. […] You don’t have to know code to use this. Artists and creators who just want to make art can play with it too”,

äußert Ficus Kirkpatrick, der Engineer Director, der für die AR-Projekte von Facebook verantwortlich ist. «

Auch experimentiere Facebook mit Augmented Content. Mit „Target Tracking Technology“ und AR möchte das Soziale Netzwerk immersive und interaktive Erfahrungen generieren. Filmposter wurden bereits entsprechend ergänzt. Das Potenzial ist ohne Frage enorm – nicht zuletzt, da Facebook verglichen mit jedweder AR-Konkurrenz über eine unübertroffen hohe Nutzerzahl verfügt.

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