Ein ERP-System ist nicht alles! Navigation zur einzigen Quelle der Wahrheit

ERP zu MDM Navigation Golden Record
Quelle: pexels

Wie wird man heute als digitaler Performer erfolgreich? Es ist ein bisschen wie in der Schule: Mit Fleiß und Ordnung geht alles gleich viel besser. Übersetzt in die Frage, wie man heute als Unternehmen die Datenflut ordentlich verwaltet und fleißig auswertet, denken viele Unternehmen, ihr Enterprise-Resource-Planning-System, kurz ERP, diene hierbei als Allheilmittel.

Doch das gilt nur bedingt: Der Einkaufsleiter eines Bauunternehmens beispielsweise, der im Tagesgeschäft die Verantwortung über Einkaufs- und Beschaffungsprozesse und das Lieferantenmanagement innehat, arbeitet zurecht vor allem mit dem ERP-System als der zentralen Datenlösung seiner Tätigkeiten rund um transaktionelle Daten.

Ähnlich sieht das auch beim Qualitätsmanager aus. Doch in Arbeitsbereichen wie Marketing oder Vertrieb stehen andere Daten im Mittelpunkt der Interessen – die Kundendaten. Der Software-Markt bietet auch für diese Daten eine technische Lösung – das sogenannte Customer-Relationship-Management (CRM). Aber wäre es nicht viel interessanter, alle Daten an einem Punkt zu sammeln und auch miteinander in Beziehung setzen zu können?

ERP, BIM, PIM oder CRM als einzige Quelle der Wahrheit

In Fachkreisen gibt es dafür einen Namen. Man nennt diesen einen Ort etwas pathetisch »Single Source of Truth«, die einzige Quelle der Wahrheit. Es geht dabei aber weniger um Glaubensfragen, sondern um ein Datenspeicherprinzip, das es ermöglicht, eine bestimmte Information immer von einem Ort beziehen zu können.

Sehen wir uns eine der ältesten Branchen der Menschheit an: das Bauwesen. So müssen wir feststellen, dass diese Branche besonders stark vom digitalen Wandel betroffen ist. Die Systemlandschaft weitet sich mehr und mehr aus und wird dementsprechend komplexer. Wie soll man da noch einen Überblick behalten?

Hier kann der Ansatz die Single Source of Truth behilflich sein. Doch welche Software innerhalb der Systemlandschaft im Bau fällt die Rolle zu, die Single Source of Truth zu sein? Ist es das ERP-System, in dem die Ein- und Ausgänge aktuell nachzuverfolgen sind? Oder ist es das Building Information Modeling (BIM), das den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes abwickelt? Hat doch das Produktinformations-Management-System (PIM) mit den Produktdaten die Nase vorn oder wäre das Customer-Relationship-Management (CRM)-System für die Kundendaten nicht der zentrale Ort? Kann man das überhaupt so sagen oder ist das doch alles eine Frage der Interpretation?

Man muss sich dafür die Systemlandschaft eines jeden Unternehmens ganz genau ansehen, um sie zu optimieren. Doch was, wenn zum Beispiel mehrere ERP-Systeme in einem Unternehmen existieren? Dann gibt es in jedem Falle Handlungsbedarf, denn es deutet darauf hin, dass die Datenhaltung nicht sonderlich konsistent ist. Hier müssen die unterschiedlichen ERP-Inseln also verkleinert oder gar aufgelöst werden, sodass zumindest im ERP-Bereich nur noch eine Single Source of Truth entsteht. Gleiches gilt für die Single Source of Truth im Bereich CRM oder PIM.

Golden Record statt Single Source of Truth

Wie aber gelingt es, den Wust transaktioneller Daten aus unterschiedlichen ERP-Systemen kosteneffizient und schnell zu konsolidieren? Man nennt das »eine gemanagte Datenintegrationsebene« und im Grunde bestellt man sich einfach Experten, die dabei helfen, gründlich aufzuräumen und wieder den Überblick zu behalten: Aus unterschiedlichen Quellen wird also ein valider Datensatz herausdestilliert, der sogenannte »Golden Record«. Fortan wird dieser für die weiteren Ausleitung genutzt, ohne dass riesige Investitionen für neue Hardware vonnöten sind.

Aufräumen muss jeder. Einen Golden Record zu bilden, ist dabei einer der zentralen Schritte auf dem Weg zur Übersichtlichkeit. Insbesondere bei Firmenfusionen stellt es eine essentielle Aufgabe dar, um etwa Überschneidungen bei Lieferanten und deren Produkten – kurz: Datensilos – zu vermeiden und den Kunden professionell begegnen zu können.

Klingt logisch – und somit ein bisschen einfacher als es ist. Die Hürde dabei? Transaktionelle Daten, Kundendaten und Produktdaten befinden sich in unterschiedlichen Unternehmens-Abteilungen und jeweils eine Single Source of Truth in jedem dieser Bereiche. Hört sich zwar fancy an, hat aber auch seine Tücken.

MDM als sichere Quelle der Wahrheit

Was also tun, um die Multi-Single Source of Truth-Problematik zu lösen? Woher »die eine Wahrheit« bekommen? Vielleicht hilft es schon, wenn man die Bezeichnung überdenkt. So könnte es statt des Oxymorons der »Single Sources« eher von »Points of Truth« die Rede sein, die zusammen eine Bezugsquelle ergeben.
Je nach Projekt und Unternehmensanforderungen kann so aus diesen Punkten geschöpft werden. Steht die Einführung eines neuen PIM-Systems an, wäre es selbstredend widersinnig von der CRM-Software als Single Point oder gar Source of Truth im Bereich der Produktinformationen zu reden.

Und schließlich bleibt doch zu überlegen, ein neues System einzuführen, das sozusagen über den einzelnen Bereichen und ihren Systemen sitzt und alle Stammdaten eines Unternehmens zentral abbildet, ohne die anderen Systeme abzuschaffen. Diese intelligente Software-Lösung nennt sich Multidomain-Masterdaten-Management (MDM). Mithilfe eines MDM ist eine einzige unternehmensweite, saubere, konsistente Datenstruktur möglich. Ursprünglich unabhängige Daten werden zu Informationen zusammengeführt, die nur darauf warten, ihre ökonomische Kraft zu entfalten und für mehr Vertragsabschlüsse und zufriedenere Kunden zu sorgen.

Stets aktuelle und qualitativ hochwertige Produktinformationen für alle Ausgabekanäle sind entscheidend für Erfolg im E-Commerce. Eine Grundvoraussetzungen dafür ist das beschriebene Management von Multidomain-Masterdaten.

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