Digitaler Lifestyle: (K)eine Frage des Alters

Digitaler Lifestyle Senior und Junior
Quelle: iStock
Babyboomer, Generation X, Y oder Z – Marken, Händler und Hersteller streben mit solchen Klassifizierungen eine genauere Bestimmung ihrer Zielgruppen an. Millennials – Jahrgang 1981 bis 1996 – stehen aufgrund ihres besonderen Einkaufsverhaltens und ihrer steigenden Kaufkraft dabei häufig im Mittelpunkt. Sie sind die erste Altersgruppe, die vollständig mit digitalen Technologien aufgewachsen ist. Ob Klischee oder Realität, Millennials unterscheiden sich enorm von ihren Vorgängern, der Generation X und den Babyboomern.

Über Ansätze wie M-Commerce, Same-Day-Delivery, Express-Checkout, Live-Chat oder Content-Marketing passen Marken ihre digitalen Strategien an die Präferenzen und Anforderungen entlang der Customer-Journey dieses Konsumentensegmentes an. Bei allem Fokus auf diese spannende Zielgruppe sollte man die Bedeutung anderer Generationen jedoch nicht unterschätzen. Heute zeigen wir euch, welche das sind und wie ihr digitaler Lifestyle aussieht.

Digitaler Lifestyle ist eine Frage der Sozialisation

Die Silver Surfer werden oftmals nicht berücksichtigt, obwohl sie das größte, zahlreichste und kaufkräftigste Segment sind. Senioren beschäftigen sich längst mit dem Internet und stehen neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber. Kunden »im besten Alter« legen vor allem Wert darauf, gut beraten zu werden und einen Rundum-Sorglos-Service zu genießen. Sie vertrauen beim Onlineshopping eher PC oder Laptop als mobilen Endgeräten und schätzen traditionelle Interaktionen wie ein Telefongespräch.

Die Generation Z wurde quasi mit einem Smartphone in den Händen geboren. Sie kennt die analoge Welt nur aus Büchern, kommuniziert mit Bildern, Emojis oder Audiobotschaften und konsumiert fast ausschließlich Video-Content. Diese Generation verbringt ihre Freizeit zwischen YouTube und Instagram und bewundert Influencer – ein Lifestyle, den »YEAY« erkannt hat und als weltweit erste Marktplatz-App ausschließlich Kurzvideos für den Verkauf von Produkten nutzt.

So gibt es zwar beträchtliche Unterschiede zwischen den Generationen, aber im Kern liegt ihr Nutzerverhalten enger beieinander, als ihr Altersunterschied vermuten lässt. Denn alle sehen sich den gleichen disruptiven Änderungen durch Globalisierung, Innovation, Technologie und soziale Medien ausgesetzt, was wiederum zu einer Verschmelzung von Einstellungen und Verhaltensweisen führt.

So spricht die eBay-Plattform Catch mit der Zielgruppe »Young Value Shopper« zwar konkret Millennials an, die die neuesten Produkte zu günstigen Preisen entdecken und spontan einkaufen wollen, aber entgegen diesem offiziellen Claim ist das Angebot der Plattform und damit die angesprochene Zielgruppe viel größer.

Unterschiedliche Einstellungen zu Technologie, Erwartungen und Verhalten stärken also nicht Klischees, sondern sorgen vielmehr für eine breitere, effektivere Segmentierung.

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Neben den Chancen und Herausforderungen neuer Geschäftsmodelle thematisiert der Leitfaden, exklusiv für Händler, Hersteller und Verlage, auch Fakten und Best Practices zu KI und New Work, bietet Branchen-Insights und aktuelle Zahlen und Fakten für Marken im digitalen Zeitalter.

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