Conversion-Optimierung – Die Checkliste für mehr Erfolg im E-Commerce [Teil 4]

Conversion-Optimierung – Die Checkliste für mehr Erfolg im E-Commerce
Quelle: pixabay

Wir alle kennen das: Hungrig und ohne Einkaufszettel in den Supermarkt zu gehen, ist keine so gute Idee. Prompt hat man nicht nur teuer eingekauft, sondern oft Sachen gewählt, die man dann nicht verbraucht, bevor sie eine seltsame Farbe annehmen. Das so dringend benötigte Klopapier aber, das hat man schon wieder vergessen. Listen sind also manchmal viel wert. So auch dann, wenn man die Conversionrate und Performance von Webangeboten optimieren will.

Hier bedarf es nicht immer des großen Relaunchs, um eine Wirkung zu erzielen. Um zu wissen, welche Stellschrauben zu jeder Zeit wichtig sind, ist eine Checkliste hilfreich. Et voilà – im letzten Teil unserer Serie zu Conversionrate-und Performance-Optimierung halten wir eine solche bereit.

Conversion-Optimierung mit unserer Checklist: Was ist allgemein zu tun?

Der wohl wichtigste Punkt: Die USPs des Shops müssen klar kommuniziert werden. Was macht den Shop einzigartig? Warum heben sich Angebot und Service von der Masse ab? Das auf den Punkt zu bringen und in gutes Webdesign zu übertragen, ist nicht leicht, aber daran zu feilen, lohnt sich immer.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt: Die Vorteile eines Kundenkontos sollten betont werden – am besten in Warenkorb und Checkout. Registrierte Kunden kommen eher wieder und Unternehmen haben bessere Chancen, ihr Customer-Relationship-Management zu entfalten. Anreize schaffen etwa ein Gutschein oder Versand-Benefits.

Wenn Kunden Produkt- und Shopbewertungen hinterlassen, muss man diese auswerten und in Szene setzen: Kaum etwas erzeugt mehr Credibility bei Kunden als die Rezensionen und Bewertungen anderer.

Ein weiterer Punkt auf unserer Checkliste klingt simpel, ist aber entscheidend: Es gilt, die Webseiten für sämtliche Geräte und Auflösungen zu optimieren und so die Performance zu steigern. User sind binnen Millisekunden genervt, wenn sich Seiten mobil nicht laden – und sehen so selten, was ihnen entgeht, weil sie Seite schnell schließen. Da auch Google wie ein mobiles Endgerät crawlt, sind Bilder in nur einer einzigen Auflösung etwa fatal und das Ranking fällt gleich schlechter aus.

Und schließlich: Investieren Sie Zeit und Muße, um das Design des Webauftritts zu verbessern: Ein zeitgemäßes Aussehen weckt das Vertrauen der Nutzer!

Apropos Vertrauen: Handelt es sich bei den Webseiten um einen Shop, sollte man dessen Qualität unbedingt durch Gütesiegel hervorheben und diese Zertifikate regelmäßig erneuern lassen.

Conversion-Optimierung mit unserer Checklist: Was ist bei der internen Suche zu tun?

Nur eine Suche, die auch findet, ist eine gute Suche. Basis für eine funktionierende Suche ist es, permanent eine hohe Datenqualität der Produktdaten aus einem ERP-, PIM- oder MDM-System gewährleisten zu können.

Außerdem sollte man dafür sorgen, dass man die Suche auch findet: Eine Platzierung der internen Suche im Header ist optimal, bei mobiloptimierten-Seiten sollte sie ebenfalls nie versteckt positioniert sein.

Automatisch aufkommende Suggestfunktionen, also Vorschläge, was man denn suchen wollte, erfreuen sich ferner großer Beliebtheit und beugen Tippfehlern vor.

Zugleich gilt es, typische Schreibfehler und verwandte Produktbezeichnungen zu berücksichtigen: In der Kategorie Sandalen, Unterkategorie FlipFlops suchen jedenfalls erstaunlich viele Kunden nach »Flipp Flopp« oder »Zehentrenner«. Auch sie müssen fündig werden können!

Conversion-Optimierung: Was ist bei Registrierung und Checkout zu beachten?

Nichts ist lästiger als Behördenkram: Und weil es die Bereitschaft der Kunden zum Kauf nicht gerade steigert, will der Händler alle möglichen Daten abfragen, obwohl sie für die Transaktion eigentlich gar nicht gebraucht werden, lautet ein kaum zu unterschätzender Rat, im Formular des Checkout- und Registrierungsprozesses unnötige Eingabefelder zu entfernen.

Es ist zwar für das Customer-Relationship-Management des Händlers gut, aber nicht jeder Kunde mag es, zeitaufwendig ein eigenes Kundenkonto anzulegen. Es kann also sinnvoll sein, auch Gastbestellungen zu erlauben.
Ferner sollte man Usern die alternative Anmeldung über Facebook, Google oder Paypal ermöglichen. Und da wir beim Thema Paypal nun unweigerlich bei Zahlungsweisen angelangt sind, noch eine Bemerkung dazu auf unserer Liste.

Um wirklich zu Kaufabschlüssen zu gelangen, ist es sehr im Sinne der Conversion-Optimierung, beliebte und zeitgemäße Zahlungsweisen im Angebot zu haben und sich nicht nur auf Vorkasse oder Kreditkarten zu beschränken.

Conversion-Optimierung mit unserer Checkliste: Und jetzt nochmal Punkt für Punkt

Ihr wollt diese Checkliste noch handlicher? Hier kommen die Punkte nochmal step by step zum mitschreiben, teilen und vor allem: zum umsetzen!

  • USPs des Shops klar kommunizieren
  • Account-Vorteile bei Bestellung im Warenkorb und Checkout platzieren
  • Kunden- und Produktbewertungen auswerten und nutzen
  • Seite für verschiedene Geräte und Auflösungen optimieren und so Ladegeschwindigkeit verbessern
  • Durch zeitgemäßes und ansprechendes Design Interesse und Vertrauen des Nutzers gewinnen
  • Die Authentizität des Shops durch Siegel und Trust- Elemente kommunizieren
  • Gute Datenqualität der Produkte für interne Suche aus ERP, PIM oder Shopsystem
  • Platzierung der internen Suche im Header mit ausreichend Platz zu anderen Seitenelementen
  • Schnelle und hilfreiche Suggestfunktionen bereithalten
  • Typische Schreibfehler und verwandte Produktbezeichnungen (»Flipp Flopp« und »Zehentrenner«) berücksichtigen
  • Unnötige Formularfelder bei der Registrierung entfernen
  • Gastbestellung ermöglichen
  • Alternative Anmeldung über Facebook, Google etc.
  • Eindeutige Fehlermeldungen und passende Korrekturhinweise anbieten
  • Abwicklung genau erklären, beliebte Zahlungsarten anbieten
  • Conversion-Optimierung: Noch mehr Tipps für noch mehr Erfolg

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