Conscious Consumption – Konsum ohne schlechtes Gewissen

Conscious Consumption, Nachhaltigkeit
Quelle: iStock

Bewusst leben und bewusst konsumieren sind Trends, die sich längst nicht mehr auf eine klischeehafte Randgruppe beschränken. Diese neue Einstellung zum Umgang mit Ressourcen, sich selbst und dem Miteinander betrifft den Menschen als Privatperson, aber auch als Kunden, Kollegen, Partner und Unternehmer.

Im deutschsprachigen Raum reiht sich in den letzten Jahren ein verpackungsfreier Laden an den anderen. Sogar Supermärkte »OHNE« sind sprichwörtlich namensgebend für einen Trend im Einkaufsverhalten von immer mehr Kunden aller Generationen. Wie reagieren Händler, Hersteller und Marken auf diese Ansprüche?

Von »Zero Waste« zu »Conscious Consumption«

Selbst befüllen, geringe Mengen statt Stino-Abfüllgewicht – die Möglichkeiten sind endlos. Die Bereitschaft, sich umzustellen und dabei nicht auf Konsum zu verzichten, ist ein Kundenbedürfnis, das immer mehr Marken erkennen, umsetzen und damit ihre Mitstreiter unter Zugzwang setzen.

Wer, wenn nicht eine Drogeriekette ist von Plastik-Overkill betroffen? dm geht in die Offensive und startet in Österreich ein zwölfmonatiges Testprojekt zu verpackungsreduziertem Kauf von Bio-Reinigungsmitteln. Nicht ganz verpackungsfrei, denn auch die angebotenen Refill-Flaschen sind aus Plastik. Dennoch, die nebenbei auch noch veganen und zu 100 Prozent biologisch abbaubaren Produkte immer wieder bei dm aufzufüllen, schont am Ende nicht nur die Umwelt, sondern beruhigt auch das Gewissen – und erhöht, ganz nebenbei, die Kundenbindung.

Denn »Zero Waste« heißt nicht Zero Konsum. Es geht um »Conscious Consumption«.

Conscious Consumption verbreitet sich

Ein Trend, der auch im Fashionbereich längst Einzug hält. »Kleiderkreisel« läuft trotz eingeführter Verkaufsprovision, mehr Ads und Konkurrent »Zadaa« erfolgreich in das zehnte Unternehmensjahr. H&M unterstützt den WWF mit zehn Prozent Verkaufserlös aus der eigens kreierten »Wildlife Collection« und setzt damit eine langjährige, erfolgreiche Kooperation für mehr Nachhaltigkeit trotz Konsum fort. Selbst gebrauchte Luxusmarken finden über Vorreiter wie »The RealReal« oder »Vite EnVogue« ihre Abnehmer. Tendenz steigend. 

Bewusster Konsum ist auch Thema in immer mehr Unternehmen. Das Online-Vergleichsportal Trivago spendierte beispielsweise seinen Mitarbeitern 1.700 Trinkflaschen aus Glas – produziert vom Start-up und Nachhaltigkeitsverfechter »Doli Bottles« – und setzt damit ein Zeichen. Dank des genialen Designs der Dolis, die auf Instagram längst die Influencerrunde gemacht haben, auch noch ein ziemlich stylisches.

Nicht nur Start-ups, auch die großen Namen des WWW nehmen Nachhaltigkeit ernst. Facebook wie auch Google haben sich für die 2020er-Jahre vorgenommen, komplett auf erneuerbare Energien zu setzen. Ein Anspruch, der sich angesichts ihrer riesigen Rechenzentren bemerkbar machen wird. Jeder kann einen Beitrag leisten.

Conscious Consumption als Chance nutzen

coverbild trendbuch handelskraft 2019: digitale dna Wer es auf Unternehmerseite clever anstellt, tut dank Conscious Consumption nicht nur der Umwelt einen Gefallen, sondern auch seinem Image.

Welche Möglichkeiten Marken im digitalen Zeitalter haben, um sich die Aufmerksamkeit potenzieller und das Vertrauen bestehender Kunden zu sichern, erfahrt ihr im aktuellen Trendbuch Handelskraft 2019 »Digitale DNA«.

Neben den Chancen und Herausforderungen neuer Geschäftsmodelle thematisiert der Leitfaden, exklusiv für Händler, Hersteller und Verlage, auch Fakten und Best Practices zu KI und New Work, bietet Branchen-Insights und aktuelle Zahlen und Fakten für Marken im digitalen Zeitalter.

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