Onlinehandel in Deutschland wächst weiter – Erfolgreich digital bedeutet aber mehr, als einen Onlineshop zu betreiben [5 Lesetipps]

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Im Internet präsent zu sein, wird für immer mehr Unternehmen zur Normalität. Nicht nur, um ein Zeichen zu setzen, dass man existiert, sondern auch, um zu (weiter)zu wachsen. Der Konjunkturausblick beweist es. Wie der Branchenverband bevh schon ankündigte, wuchs der Umsatz des deutschen Onlinehandels im dritten Quartal um 12,3 Prozent. Mit diesem Aufwärtstrend könnte die 70 Milliarde Euro-Marke zum Jahresende geknackt werden.

Der deutsche Onlinehandel ist also in guter Verfassung. Ein Grund mehr, stark auf die Digitalisierung des eigenen Businesses zu setzen. Ein Prozess, der mit der Erstellung oder Migration eines Onlineshops (durch)starten kann, aber noch viel mehr umfasst. Denn er beeinflusst nicht nur die eigene Unternehmenskultur, sondern damit auch den Aufbau und die Gestaltung von Kundenbeziehungen. All diese wichtigen Aspekte müssen deswegen berücksichtigt werden, um sich erfolgreich zu digitalisieren.

Doch digital zu agieren, geschieht nicht über Nacht, sondern step by step. In diesem Zusammenhang gibt es Branchen, die viel stärker digitalisiert sind als andere. Genauso wie Unternehmen, die mit wenigen Anforderungen begannen und nun komplexe digitale Ökosysteme verwalten müssen, um zeitgemäß auf die Ansprüche ihrer Kunden zu reagieren. Welche Prinzipien das aktuelle Onlinehandels-Universum in Deutschland prägen, zeigen wir euch heute anhand folgender Beispiele.

Onlinehandel in Deutschland – Marktplätze liegen im Trend

Obwohl Pure Player in diesem Quartal am stärksten wuchsen, bleiben Marktplätze mit einem akkumulativen Umsatz von 8.020 Mio. Euro weiterhin am lukrativsten. Einer der wichtigsten Trends des Jahres ist dadurch bestätigt: Jeder will Marktplatz sein.
Nach REWE und Karstadt hat sich H&M entschlossen, seine Plattform für externe Marken zu öffnen und somit Marktplatz zu werden.

Auf Omnichannel-Basis testet der Fashion-Händler dieses Modell, über das den Kunden ein breiteres Produktsortiment angeboten wird.

Die Wahl, selbst zum Marktplatz zu werden oder eine externe Plattform wie Amazon oder Zalando als Vertriebskanal zu nutzen, ist eine Entscheidung, die auch von den eigenen Zielen sowie natürlich dem Budget abhängt.

Onlinehandel – E-Commerce ist mehr als ein Onlineshop

Neben dem Marktplatz ist ein Onlineshop die andere Möglichkeit, den digitalen Auftritt des Unternehmens zu verstärken. Der Hauptvorteil gegenüber einem Marktplatz ist die Kontrolle über die generierten Daten, um sich sowohl auf strategischer Ebene als auch operativ wie funktional ständig zu optimieren.

Es ist essenziell zu verstehen, dass ein Onlineshop maximal ein Teil im großen E-Commerce-Puzzle ist, sei es der Anfang einer digitalen Präsenz oder deren Ausbau. Beispielweise steigt Otto mit otto-baumarkt.de – einem separaten Onlineshop, der sich hauptsächlich an Handwerker richtet – in eine neue Branche ein. Auch im Bereich E-Food gibt es Bewegung. Der Discounter Aldi legt den Grundstein für seine digitale Reise mit einem Onlineshop, welcher sich noch in der Testphase befindet.

Ein Onlineshop vereinfacht also den Einstieg in den E-Commerce und ebnet den Weg zur Digitalisierung. Doch er ist keine Garantie für langfristigen digitalen Erfolg mehr. Denn E-Commerce ist längst viel mehr als einen Onlineshop zu betreiben.

Dabei sollten viele strategische Fragen (außerhalb des Onlineshops) beantwortet werden: Von der Auswahl jeder Art von geeigneten digitalen Lösungen, der Automatisierung von Geschäftsabläufen und der Optimierung der User Experience, über die Festigung von Kundenbeziehungen, die Optimierung der Kundenakquise und der Logistik bis hin zu gezielten Marketingkampagnen und effizienten Datenanalysen, welche schließlich zu fundierten Entscheidungen führen.

Onlinehandel – Digitalisierung ist mehr als E-Commerce

Aber natürlich ist ein Unternehmen nicht nur wegen eines Onlineshops oder der Automatisierung verschiedener Prozesse digitaler. Die Digitalisierung beginnt im Kopf. Technologie allein macht ein Unternehmen nicht besser. Der Wettbewerbsvorteil ergibt sich aus Innovationen im Prozessmanagement und in der Personalentwicklung.

Deshalb impliziert die Digitalisierung auch viel Mut zu Veränderungen. DHL hat gerade angekündigt, dass es bis 2025 zwei Milliarden Euro in die Modernisierung seiner IT-Systeme investieren wird. Und dein Unternehmen? Wie fit ist es für den digitalen Wandel? Unsere digitalen Experten unterstützen dich gerne.

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