Adobe-Updates stärken Commerce-Cloud im DXP-Portfolio [5 Lesetipps]

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Quelle: Lindsay Henwood auf Unsplash

Im Mai 2018 wurde Magento von Adobe für 1,68 Milliarden Dollar übernommen. Schon damals war es nur eine Frage der Zeit, bis der Riese aus San Jose Magento in seinen Techstack integriert. Im April 2019 launchte Adobe die Magento-basierte Adobe Commere Cloud. Damit ergänzte Adobe sein Portfolio um die fehlende E-Commerce-Plattform, die sowohl im B2B, als auch im B2C funktioniert und sich nahtlos in die Adobe-Enterprise-Cloud einfügt.

Kürzlich wurden auf der MagentoLive in Amsterdam wichtige Neuerungen und Integrationen mit Adobe angekündigt, die es Magento-Nutzern ermöglichen wird, personalisiertere Einkaufserlebnisse zu liefern sowie die Unmenge an gesammelten Daten intelligenter zu nutzen.

Adobe verstärkt Magento Commerce mit seiner KI-Technologie

Magento und Adobe verbinden sich noch enger: Die vollständige Integration von Magento wurde mit dem Adobe Stack in Gang gesetzt. Der erste Schritt und ein großes Highlight besteht darin, die hauseigene KI »Sensei« als Grundlage zu nutzen. Damit wird sich Adobe näher an die großen Digital-Experience-Plattformanbieter positionieren, welche ihre KI bereits in ihrem Commerce-Core implementiert haben.

Um Daten zu sammeln, noch stärkere personalisierte Produkt-Empfehlungen zu erstellen und schließlich ein besseres Verständnis der digitalen Customer Jornney haben zu können, wird Sensei mit Adobe Analytics und Adobe Target zusammenspielen.

Der Adobes Senior Director of Strategy Peter Sheldon erklärte dazu, dass es regelbasierte Empfehlungen schon seit vielen Jahren gab, dieses Feature nun aber grundlegend überarbeitet wurde. Mit Aktualisierungen der Produktempfehlungen können Marken das maschinelle Lernen in Echtzeit nutzen, um die historischen Interaktionen eines Kunden mit Produkten über mehrere Touchpoints hinweg auszuwerten.

Dieses Feature soll ab Januar 2020 in seiner überarbeiteten Form in einem Frühnutzer-Programm verfügbar sein.

Parallel dazu führte Adobe das erste großte Update für Magento seit der Übernahme durch. Die Commerce und Open-Source-Versionen 2.3.3.3 stehen bereits zur Verfügung.

Zugriff auf Adobe Stock

Außerdem werden Magento-Nutzer beider Versionen in Zukunft auch Zugriff auf Adobe Stock haben, das mehr als 130 Millionen Bilder zum Verkauf anbietet. Damit können Magento-Händler nun über eine durchsuchbare Oberfläche im Admin-Panel auf diese Bilder zugreifen, lizenzierte Bilder, Templates, Media-Assets wie Stock-Videos entdecken, vorab ansehen und in ihren Onlineshop einbetten.

Erweiterung des Cloud-Supports

Eine weitere Ankündigung ist, dass Magento neben AWS künftig auch Microsoft Azure anbieten wird – aber nur in der Commerce-Edition. So haben Magento-Nutzer die Möglichkeit, den Cloud-Anbieter ihrer Wahl auszusuchen. Um den AWS-Nutzer zugutezukommen, kündigte Adobe Magento Commerce- und Open Source-Support für den Amazon Marketplace an, beginnend in Großbritannien mit geplanten Erweiterungen in anderen europäischen Ländern.

Adobe erweitert sein Digital-Experience-Portfolio auf KMU

Mit diesem Maßnahmen- und Aktualisierungspaket will Adobe große Unternehmen gewinnen und stärker in den B2B-Bereich einsteigen. Außerdem erwartet Adobe, dass mittelständische Kunden von Magento-Open-Source auf Magento Commerce migrieren werden. Dazu hat Adobe letzte Woche zusätzlich sein Produktportfolio für KMUs sowie die Schaffung einer neuen Struktur innerhalb des Bereichs Digital Experience angekündigt.

Dieses umfasst: den erwähnten Magento Commerce, Marketo Engage, Adobe Analytics Foundation, Adobe Sign for Small Businesses und Creative Cloud for Teams.

Ziel ist es, auf den wachsenden Bedarf der KMUs zu reagieren, sich auf Enterprise-Niveau besser aufzustellen und ihren individuellen Anforderungen entsprechend (Agilität, Skalierbarkeit, Flexibilität und Unternehmenswert) zu wachsen.

Adobe setzt auf KI für den Ausbau der Digital-Experience-Plattform

Mit diesen wichtigen Updates baut Adobe seine Digital-Experience-Plattform weiter aus und schließt sich insbesondere der Gruppe der DXP-Anbieter an, die bereits maschinelles Lernen und künstlichen Intelligenz in den Commerce-Core integrieren.

Ein notwendiger Schritt – denn Künstliche Intelligenz smart zu nutzen, ist längst zu einem wichtigen Motor für Unternehmen geworden. Auf das Potential von KI zu setzen, ermöglicht ein umfassendes Bild über die Kunden und damit die Gestaltung individueller Kundenerlebnisse, digitaler Kundenbeziehungen und effizienter Geschätsprozesse. Erste erfolgreiche Use-Cases zeigen, wie digitale Businesses mit KI erfolgreich sein können. Lasst euch von diesem ausführlichen Leitfaden inspirieren!

Unsere 5 Lesetipps der Woche

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