Digital Heroes 2019 – Von Sharing & Caring [Teil I]

Digital Heroes 2019 Klick Menscheit
Quelle: pixabay

Die letzten Tage bis zum Jahreswechsel laufen. Was war los 2019? Nicht lange überlegen, einfach mal aufzählen, was uns als erstes einfällt: Fridays for Future, Brexit, E-Scooter, TikTok, KI. Ohne Zweifel gab es da noch jede Menge mehr, denn es war so einiges los im letzten Jahr vor den neuen Zwanzigern. Zu viel für einen Farewell-2019-Blogartikel. Heute werden wir auch nicht im »Menschen, Bilder, Emotionen Style« auf dieses Jahr zurückblicken. Darum kümmern sich andere 😉

Digital Heroes 2019 – Digital Business is People Business

Wie im vergangenen Jahr soll es heute um die Digital Heroes gehen. Jedenfalls um ein paar, denn auch hier gäbe es so einige zu nennen. Da Digital Business neben allem Fortschritt, jeder neuen Technologie und sonstwas für abgefahrenen Trends aber vor allem eines ist: People Business, möchten wir es uns nicht nehmen lassen, mit euch auf drei beeindruckende Beispiele zu blicken, die Digitalisierung dazu nutzen, Leben lebenswerter und Krankheiten erträglicher oder gar seltener zu machen. All die anderen Digital Heroes und Heroines, die uns in diesem Jahr geflasht haben, sei es mit 1A Marketing-Kampagnen, unverwechselbaren Social-Media-Aktionen oder Appellen an Nachhaltigkeit und bewusstem Konsum oder oder dann an anderer Stelle.

Digital Heroes 2019: VR statt Vollnarkose

Krankenhausaufenthalte stinken. Nicht nur für uns Erwachsene. Richtig hart wird es, wenn die Kleinsten in die Klinik müssen. Auch für die Eltern, erst recht, wenn es heißt: Ihr Kind muss operiert werden – Hammer Nummer Eins, unter Vollnarkose – Hammer Nummer Zwei.

Ja, die Medizin ist weit und die meisten Mediziner wissen auch, was sie tun und zwar richtig gut. Dennoch bleiben die Sorgen, die Zweifel, die Angst. Muss das denn wirklich sein? Geht das nicht auch anders? Geht. Jedenfalls, laut Joe Albietz. Joe ist Medical Director am Children’s Hospital Colorado und Kopf von Starlight – eine Initiative, die Kindern über VR-Brillen nicht nur Krankenhausaufenthalte angenehmer, sondern auch Schmerzen erträglicher machen sollen. Damit nicht genug sollen die Spiele und Apps, die über die »Daydream-Brille Mirage Solo« laufen, sogar

» die Narkose ersetzen […] VR hat dadurch einen großen Einfluss auf die Lebensqualität unserer Kinder im Krankenhaus. Wir haben Kinder, die früher eine Vollnarkose brauchten, heute aber mit nur minimalem Medikamenteneinsatz bei Bewusstsein bleiben können. «

so Joe Albietz.

Mehr als 18.000 schwerkranken Kindern in über 300 Krankenhäusern in den USA konnte mit Hilfe von Starlight schon geholfen werden. Und das Beste daran? Jeder kann dazu beitragen, dass es noch mehr werden. Für umgerechnet 8,99€ kann man zehn Stunden Virtual Reality spenden. Coole Sache und bald hoffentlich nicht mehr nur auf die USA beschränkt. Mit digitalen Möglichkeiten, den Kleinen was Gutes tun? Für uns zu Recht ganz oben auf der Digital Hero-Liste 2019. Mehr zum Programm erfahrt ihr hier:

Digital Heroes 2019: Mit Memory-Driven-Computing gegen Alzheimer, Parkinson und multiple Sklerose

Deutlich älter sind die Patienten, die von digitalen Möglichkeiten profitieren könn(t)en, die die Forschungseinrichtung Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) nutzt. Das DZNE wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert, um die Diagnostik, Prävention und Behandlung neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und multiple Sklerose voranzubringen.

Neurodegenerative Krankheiten treten meist im Alter auf. Mit zunehmender Bevölkerungsalterung nehmen leider auch die Erkrankungsfälle zu. Eine der schlimmsten Folgeerkrankungen ist Demenz. Laut DZME erkrankt alle drei Sekunden! weltweit eine Person. Bei drei Viertel sei die Erkrankung noch nicht einmal diagnostiziert. Kommt es zu einer Diagnose, sei es meist schon zu spät.

Es muss also dringend ein Heilmittel her, aber dessen Entwicklung steht bislang die enorme Systemkomplexität im Weg. Und zwar die des menschlichen Gehirns. Gibt es hier doch mehr neuronale Verzweigungen als Sterne in der Milchstraße.

Um zu verstehen, was da vor sich geht, müssen Forscher nicht nur die Funktionsweise von Gehirn, Genetik und Zellstrukturen allein, sondern auch ihre Wechselwirkung mit Umwelteinflüssen über einen längeren Zeitraum (Jahrzehnten, um genau zu sein) sammeln, analysieren und nicht zuletzt begreifen. Zu viel. Nicht nur für die Skills der Forscher und Mediziner, auch für bestehende traditionelle Datensysteme.

Ja, die Technologie ist weit und entwickelt sich immer schneller. Doch noch ist sie zu langsam, jedenfalls, für den Analysebedarf, dessen es beim Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen bedarf. Laut DZME seien es insbesondere die begrenzten IT-Möglichkeiten, die zu langsam sind für Petabyte an Daten, – quellen und -pipelines.

Das Laden der Daten kann Wochen, Berechnungen noch länger dauern. Datenübertragungen sind laut DZME selbst mit 5G nahezu unmöglich. Die Lösung? Memory-Driven Computing aus dem Hause HPE. 2017 als »The Machine« vorgestellt, ist diese Lösung mit über 160 Terabyte an schnellem Hauptspeicher eines der größten Single-Memory-Systeme, das je entwickelt wurde.

Der Vorteil? Alle Prozessoren haben über Memory-Driven-Computing freien Zugriff auf das Shared Memory – die Single Source of Truth sozusagen. Und zwar enorm schnell, zuverlässig und auch noch energieeffizient.

Ein 22-minütiger Datenverarbeitungs-Prozess konnte so schrittweise auf 13 Sekunden! Reduziert werden. Damit ist der Ablauf nach nur drei Monaten bereits um mehr als das Hundertfache schneller geworden. Und Zeit ist in dem Fall nicht nur Geld, sondern vor allem Eines: Perspektive. Perspektive auf bessere Analysen für rechtzeitige, bessere Diagnostik und Behandlungen.

Digital Heroes 2019 Memory Computing
Quelle: Hewlett Packard Enterprise

Digital Heroes 2019: High-Med – Big Data mit Big Impact

Gewaltige Datenmengen zu zehntausenden Patienten mit ähnlichen Erkrankungen weltweit werden auch in der Krebsforschung generiert. Prof. Roland Eils, Professor für Digitale Medizin am Berlin Institute of Health (BIH), sorgt gemeinsam mit acht Universitätskliniken, darunter die Charité, aber auch das Universitätsklinikum in Heidelberg, Göttingen und Hannover dafür, dass dies ohne Datensilos und damit deutlich effizienter passiert.

Im so genannten HighMed-Verbund haben sich die Unikliniken dazu verpflichtet, Datenaustausch interoperabel aka open source zu gestalten, jedenfalls aus rein technischer Sicht. Beispielsweise mit virtuellen molekularen Tumorboards. High-Med möchte damit zeigen, dass solch diese Art des Datentransfers enormes Potential bürgt, sowohl im Hinblick auf die Forschung als auch für eine institutionsübergreifende Standardisierung der Behandlung.

Digital Heroes 2020

Handelskraft Trendbuch 2020 »Digitale Intelligenz«. Jetzt vorbestellen!Und 2020? Bei der Recherche für das Recap im nächsten Jahr werden wir vor allem auf eines achten: auf »Digitale Intelligenz«. Denn das ist es, was Unternehmnen mehr denn je brauchen, um nicht nur Digital Hero eines Recaps, sondern von Dauer zu werden.

Wie man »Digitale Intelligenz« entwickelt und nutzt, zeigen wir im gleichnamigen brandneuen Trendbuch Handelskraft 2020. Gleich in den ersten Kapiteln beleuchten wir Dauerbrenner Personalisierung und Künstliche Intelligenz. Anhand konkreter Use-Cases beschreiben wir, wie es gelingt, Kundenfokus wirklich zu leben und damit Kundenbeziehungen erfolgreich digital zu gestalten.

(9 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
post ratings loaderLoading...

Schreibe einen Kommentar