Post-Pandemie in der Glaskugel: What’s the »New Normal« in Work & Business? [5 Lesetipps]

Post Pandemie Glaskugel
Quelle: pixabay

Schon jetzt ist klar, dass es Erneuerungen und Umgestaltungen im Arbeitsalltag der Zukunft geben wird. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Umstellungen auf digitale Geschäftsmodelle sind Optionen, die viele Unternehmen zwar schon vor Covid-19 ins Geschäft integrierten, doch werden diese zukünftig weniger Optionen und eher Voraussetzungen zeitgerechter Betriebe darstellen.

Es empfiehlt sich also heute schon an morgen zu denken und sich damit zu befassen, wie der Arbeitsalltag nach der Pandemie aussehen wird und was das für die Mitarbeiter  bedeutet. Der IT-Dienstleister Tata Consultancy Services stellte für diesen Blick in die Zukunft jüngst einige zentrale Thesen auf, die eine Aussicht für kommende Zeiten definieren.

Post-Corona: Die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter im Vordergrund

Auch lange nach dem Ende der Pandemie werden nicht nur viele Arbeitnehmer von unwohlen Gefühlen geplagt sein in Großraumbüros zurückzukehren, auch viele Arbeitgeber gehen dafür ein hohes Risiko ein.

Die letzten Monate schufen ein größeres Bewusstsein für die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen, was als positiver Aspekt aus der Pandemie mitgenommen und für die Ausarbeitung einer klaren Unternehmensstrategie hinzugezogen werden sollte.

Hinzu kommt, dass sich Führungskräfte eingehender mit den Sorgen und Ängsten ihrer Mitarbeiter beschäftigen und auch psychische Sorgen, wie krisenbedingte Existenzängste, noch stärker wahrgenommen und früher signalisiert werden müssen.

Post-Zwangs-Homeoffice: Remote-Work als Voraussetzung und nicht als Ausnahme

Weltweit mussten Betriebe innerhalb weniger Tage ihr Geschäft von festen Büros in die Wohnungen ihrer Mitarbeiter verschieben, was eine enorme technische und organisatorische Herausforderung darstellte.

Dass der Umstieg auf Fernarbeit funktionieren kann, haben bereits zahlreiche Beispiele bewiesen. Mit Sicherheit werden viele Menschen zukünftig wieder in Fabriken und Produktionsstätten zurückkehren, doch werden Firmen, die Büro- und Bildschirmarbeitsplätze anbieten, auch zukünftig ein Recht auf Homeoffice gewähren müssen.

Der IT-Dienstleister TCS, der momentan 90 Prozent der 448.000 Mitarbeiter im Homeoffice beschäftigt, geht beispielsweise davon aus, dass deren Mitarbeiter bis 2025 nur noch 25 Prozent ihrer Arbeitszeit im Büro verbringen werden. Unternehmen, die jetzt schon die Voraussetzungen für sichere und produktive Arbeitsbedingungen zu Hause schaffen, werden demnach zukünftig gegenüber anderen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben.

Post-Pandemie: Digitale Geschäftsmodelle werden zum einzigen Geschäftsmodell

Bereits in den letzten Jahrzehnten war zu sehen, wie sich Produkte und Dienstleistungen fast vollständig digitalisierten: Medien, Finanzdienstleistungen, Kameras oder Karten – um nur ein paar zu nennen. Aus Sicherheits- und Bequemlichkeitsgründen beschleunigt die Pandemie den Konsum digitaler Güter, was gleichzeitig die Frage aufstellt, ob deren physische Versionen zukünftig überhaupt überleben können.

Der Vollzug einer Umstellung auf volldigitale Geschäftsmodelle in den Bereichen Banken, Versicherungen, Medizin und Einzelhandel ist als Chance der aktuellen Situation denkbar und um physische Produkte und Dienstleistungen nach wie vor zu bedienen, werden Unternehmen ihren Kundendienst ausbauen müssen und entsprechende Produkte technologisch zu verbessern wissen – beispielsweise durch Ausbau der KI. Unternehmen, die ihre Produkte bisher weniger digitalisieren konnten, werden sich gegenwärtig darüber Gedanken machen müssen, um längerfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

Post-Bestellboom: Transparente Lieferketten

Corona hat die Anzahl der Warenbestellungen und -lieferungen drastisch in die Höhe schnellen lassen. Aller Voraussicht nach wird der Bestellwahn auch über die Pandemie hinaus anhalten, so ist dies doch eine bequemere und kostengünstigere Alternative zum Besuch eines Einzelhandels.

Dass eine schlüssige und transparente Nachverfolgung der Lieferungen deshalb immer wichtiger wird, macht sich allen voran auf der »letzten Meile« der Lieferkette bemerkbar: Der Zustellung vor Ort. Empfehlenswert ist es also besonders für Unternehmen des Onlinehandels, dass beispielsweise Sensoren in Paketen und Lieferwägen eine minutengenaue Nachverfolgung ermöglichen können und Bezahlvorgänge nachvollziehbar und kontaktlos optimiert werden – auch um Warendiebstähle zu verhindern.

Zuletzt stellt sich die Frage, wie lang es noch dauern mag, bis wieder »Normalität« in unseren Alltag und das Arbeitsleben einkehrt. Zahlreiche Veränderungen der letzten Monate werden auch über die Pandemie hinaus erhalten bleiben. Somit wird es vermutlich keine Rückkehr zum »alten« Leben geben, sondern viel mehr eine neue Normalität: »New Normal«.

 

5 Lesetipps:

The New Normal [TCS]

Remote Business: Best Practices für Remote-Work, -Events & -Bildung [dotSource]

Digitale Lieferketten sind transparenter [springerlink]

Post-Corona schneidet alte Zöpfe ab [crn]

Künstliche Intelligenz [dotSource]

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