Video Content & Distribution: Video bleibt King [Teil 1]

Video Content Distribution King
Quelle: dotSource

Tutorials und How Tos auf Youtube, lustige Musik-Clips auf Tik Tok oder Produktpremieren auf Instagram und Facebook: Videos sind gefragter denn je.

Die eigene Webseite, eine Produktdetailseite oder eine Social-Media-Präsenz ohne Videos? 2020 kein leichtfertiger Fauxpas, sondern ein folgenschwerer Fehler! Die neue Handelskraft-Artikelreihe »Video Content & Distribution« liefert Impulse und konkrete Tipps für erfolgreiches Video-Content-Marketing, von der Idee über die Produktion bis hin zu Distribution und Analytics.

Video Content & Distribution aus der Praxis für die Praxis

Video Content Distribution King
Sam, Head of Visuals bei dotSource

Fünfzehn Jahre Master of Bewegtbild. Wenn sich jemand mit Videos auskennt, dann Sam. Seit drei Jahren ist Sam »unser Mann fürs Audiovisuelle« und hat in seiner Laufbahn über 2000 Filme geplant, gedreht, bearbeitet, veröffentlicht. Bester Mann für eine Artikelreihe wie diese. Hier die virtuelle Visitenkarte, kurz und knackig:

  • Jahrgang 1980
  • Studium Medienwissenschaft + Germanistik (abgebrochen)
  • Volontariat (Redaktion) beim damals größten Thüringer Privatfernsehsender
  • anschließend Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton
  • Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2016 – Fernsehen
  • seit 2017 Video Content Creator bei dotSource
  • immer noch glücklich mit der ersten großen Liebe verheiratet, zwei Kinder

Aufmerksame Handelskraft Leser werden sich erinnern. Sam? Ach ja, Meetings, Milchreis, Masterplan – da war doch was. Ja, Sam produziert nicht nur geilen Video-Content, schreiben kann er auch ^^ Daher wird er euch in den kommenden Wochen höchstpersönlich durch die Dos & Don’ts des Video-Content-Marketing führen. The Stage is yours, Sam.

Video als unverzichtbarer Teil der Content-Marketing-Strategie

Im Marketing-Mix fast jedes Unternehmens hat Video als Medium mittlerweile einen festen Stellenwert. Zu Recht. Denn Bewegtbildinhalte liegen nach wie vor absolut im Trend, sind super snackable und erzeugen deutlich mehr Engagement als Texte oder Infografiken. Vom sechssekündigen Pre-Roll-Clip bis zum einstündigen Webinar – Video kann wie kaum ein anderes Medium Interesse wecken, unterhalten und auch begeistern.

Ideale Voraussetzungen also für Unternehmen und Brands, die Beziehungen zu ihren Kunden und Fans auszubauen. Und das nicht nur im B2C. Auch im B2B spielt Video eine immer wichtigere Rolle: Im Firmenprofil, auf Messen, eingebunden in Mailings – kaum ein Marketingkanal, der nicht in Form von mehr Engagement, besseren Clickraten oder gesteigerten Conversions von Bewegtbildinhalten profitieren könnte.

Video-Formate in welcher Regelmäßigkeit?

Wer mit Videocontent langfristig begeistern oder sich einen festen Stamm an Zuschauern aufbauen will, braucht vor allem eines: einen langen Atem. Vergesst den Traum vom viralen One Hit Wonder, dass euch quasi über Nacht berühmt und auf YouTube zum Star macht. Wer auf der weltweit größten Video-Plattform neue Abonnenten will, muss regelmäßig liefern! Um die dafür notwendigen Formate zu definieren, hat sich das Help-Hub-Hero-Modell bewährt.

Help-Content

Unter Help-Content werden Inhalte subsumiert, die von deiner Zielgruppe gesucht werden und von dauerhafter Relevanz sind. Dazu gehören beispielsweise klassische How Tos, Erklärfilme und Tutorials. Um erfolgreichen Help-Content produzieren zu können, muss man natürlich die Bedürfnisse seiner Zielgruppe kennen. Denn nur wer weiß, wonach die Zielgruppe sucht (Keyword-Analyse), kann ihr auch zielgerichtete Antworten darauf liefern.

Hub-Content

Hub-Content beschreibt regelmäßige Formate, die vor allem die Bedürfnisse eurer Abonnenten befriedigen und sie so immer wieder zu euch zurückbringen. Diese Formate, zu denen unter anderem Video-Serien oder Vlogs zählen, sollten einem festen Rhythmus folgen und beispielsweise wöchentlich veröffentlicht werden. Auf YouTube lebt Hub-Content auch dezidiert davon, dass man auf die Kommentare und Fragen seiner Abonnenten eingeht.

Hero-Content

Der Hero-Content schließlich umfasst aufwändige Produktionen, die mit entsprechendem Media-Budget einem möglichst großen Publikum zugänglich gemacht werden sollen. Bei dieser Art Content geht es also darum, einen Knaller, einen Hit zu landen, der im besten Fall viral geht, auf jeden Fall aber die eigene Reichweite steigern und neue Abonnenten gewinnen kann.

Video: Von der Idee zum Film

Um erfolgreiche Videos selbst produzieren bzw. in Auftrag geben zu können, braucht es natürlich ein grundlegendes Konzept. Arbeitsaufträge à la »Mach mal ein Video über XY» brauchen in der Regel einiges an konzeptioneller Vorarbeit, bevor ein Dienstleister oder die eigene Marketingabteilung mit der Produktion beginnen kann.

Als Mindestanforderung an ein solches Konzept sollten die Fragen nach dem Was? Wer? und Wie? beantwortet werden:

  • Was soll mein Video aussagen?
  • Welche Geschichte soll erzählt werden?
  • Wem teile ich sie mit?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Wie erzähle ich die Geschichte?
  • Welchen Stil verfolgt mein Video?

Je konkreter diese grundlegenden Fragen beantwortet werden, desto klarer kann das Ziel des Videos definiert und das visuelle Konzept des Films in einem Storyboard beschrieben werden.

Video aufmalen – das Storyboard

In einem Storyboard wird die Video-Idee erstmals konkret visualisiert. Der Film wird also aufgezeichnet. Dabei gilt: keine falsche Scheu. Die Zeichnungen müssen nicht perfekt, sondern nur funktional sein. Schnelle Scribbles oder selbst schematische Bilder und ergänzende Texte sind für ein Storyboard völlig ausreichend.

Neben Darstellern und Drehorten sollten darin auch Details wie Perspektive und Bewegung der Kamera sowie Einstellungsgröße beschrieben werden. Damit bildet das Storyboard eine hervorragende Grundlage, sich Feedback einzuholen oder andere für die Video-Idee zu begeistern.

Ihr habt einen Kunden oder Partner, der einen Part im Video übernehmen soll? Ein Storyboard hilft dabei, sie zu überzeugen: Die Kernaussage und der Stil des Videos werden so deutlich und Aufwände aller Beteiligten können abgeschätzt werden.

Im nächsten Artikel widmen wir uns ganz konkret der Produktion eines Videos. Dabei legen wir den Fokus auf die Inhouse-Produktion und zeigen euch, wir ihr mit überschaubarem Aufwand selbst ein Video drehen, schneiden und veröffentlichen könnt.

Video & Content-Commerce

Content Commerce WPNoch mehr Details und Best Practices zu Audiovisual Content findet ihr bis dahin in Whitepaper »Content-Commerce. Mit wertvollen Inhalten aus CMS und Shopsystem die Marke stärken« .

Ob visuell oder auditiv wie in diesem Artikel beschrieben, klassisch über Blogs und Onlinemagazine, user generated oder visionär via KI – Content-Commerce ist der effiziente Ansatz, um dem Kunden das zu bieten, was er sucht- und zwar, bevor er es sucht.

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