Agile Coaching: Der Unternehmensberater 2.0? [5 Lesetipps]

Agile Coaching
Quelle: Nguyen Thu Hoai / Unsplash

Agiles Coaching ist derzeit in aller Munde. Doch was ist ein agiler Coach? Ein Mentor? Ein Unternehmensberater? Der Arbeits-Guru vom Tisch gegenüber? Oder einfach nur ein Mensch, der dir hin und wieder einen Schubs in die richtige Richtung gibt?

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. In den heutigen Lesetipps räumen wir auf mit Vorurteilen und geben obendrein noch ein paar nützliche Leseempfehlungen mit auf den Weg.

Agile Coaches: Eine Begriffserklärung

Agiles Coaching. Hört sich hipp und neu und Start-up-mäßig an. Doch was macht ein agiler Coach eigentlich? 

Ein Agile Coach unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, selbstlernend und anpassungsfähig zu werden oder zu bleiben. Wenn ein Agile Coach engagiert wird, sind am Ende der Ära bestenfalls viele holprige Prozesse geändert.

Noch besser: Am Ende weiß das Unternehmen sogar, wie es diese Prozesse selbst ändern kann. Diese Prozesse sind von außen beobachtbar, von innen heraus haben sich jedoch vorgelebte Werte, Fähigkeiten und das Knowledge jeder einzelnen Person der Organisation gewandelt. Klingt erstmal nach Guru, oder?

Der Coach beobachtet seine Klienten und gibt ihnen regelmäßig Feedback, ihre eigenen Verhaltensweisen bewusster wahrzunehmen. Agiles Coaching findet also vor allem in der Praxis statt. Wahrgenommene Verhaltensweisen werden reflektiert und wertschätzend kommuniziert. Ein agiler Coach schaut den Mitarbeitern also erstmal über die Schulter, bevor er sie coacht.

Durch initiale Wissensvermittlung in Form von Trainings, geht der Agile Coach anschließend einen Schritt weiter und begleitet die Mitarbeiter beim praktischen Probieren agiler Arbeitsformen. Dabei nimmt der Coach eher die Rolle des Beraters ein, anstatt selbst mitzuarbeiten.

In größeren Organisationen können potentiell kontroverse Organisationsstrukturen wie Hierarchien, Rollen- oder Teamdefinitionen reflektiert werden oder unterschiedliche Verantwortungen, Anreizsysteme und Gehaltsthematiken durchexerziert werden. In kleineren Organisationen spielen eher persönliche und informelle Verbindungen unterschiedlicher Hierarchien eine Rolle beim Mentoring.

Agile Coaches: Wer sind sie und wie können sie helfen?

Agile Coaches befinden sich stets im Spagat zwischen den Mitarbeitern, den Gegebenheiten der Organisation und sich selbst. Deshalb müssen sie sich ihre Handlungsweisen immer neu vergegenwärtigen und herausfiltern, welche Art des Coachings gerade angemessen ist.

Ein Agile Coach kann verschiedene Rollen annehmen:

  • Visionär (lädt zum Träumen ein; motiviert)
  • Coach (lobt und ermutigt Mitarbeiter)
  • Partner (empathisches Beschreiten eines gemeinsamen Weges)
  • Lehrer (theoretische & methodische Wissensvermittlung)
  • Mentor (der die Zügel in die Hand nimmt)
  • Beobachter (gibt Feedback und reflektiert)
  • Berater (beantwortet Fragen)
  • Experte (übernimmt Verantwortung und geht mit gutem Beispiel voran)

… vor allem aber muss er imstande sein den Mitarbeitern beizubringen, wie sie »am System arbeiten« und nicht »im System«. Erst dann tun sich für die Mitarbeiter neue Herausforderungen auf, durch die sie neue Verantwortungen in bestimmten Bereichen übernehmen können. Ein guter Agile Coach hilft, Ängste gegenüber Verantwortungen abzubauen und Mitarbeiter zu selbstbestimmten Individuen aufzubauen.

Zählst auch du dich zu den Agile Coaches? Dann zögere nicht lange und bewirb dich jetzt. Mehr Informationen dazu findest du hier.

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