Agile Coaching im Tech-telmechtel: Training und Methoden für agile Unternehmensabläufe [Interview]

Agile Coaching im Tech-telmechtel Training und Methoden für agile Unternehmensabläufe Interview
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Alle Unternehmen streben nach Wachstum. Wachstum ist wichtig, ist erfolgsentscheidend. Doch Wachstum bringt Herausforderungen mit sich. Insbesondere für Unternehmen, die sehr schnell wachsen und mitunter den Überblick über eigene Prozesse und Abläufe verloren haben. Wie bekommt ein Unternehmen seine Produkte schnell auf den Markt?

Für Dominik, Digital Consultant und Agile Coach bei dotSource, ist Agilität die Antwort. Was es für Unternehmen und Mitarbeitende bedeutet, die eigenen Abläufe und Prozesse agil zu gestalten und wie die Business-Transformation gelingt, hat er mir im Interview erzählt.

Agile Coach Dominik Liebsch im Interview

Lieber Dominik, das ist dein erstes Handelskraft Interview. Stell dich doch mal kurz unseren Leserinnen und Lesern vor.

Ich bin Dominik, Agile Coach bei dotSource. Davor war ich lange in der Medienbranche tätig, unter anderem als Onlineredakteur, SEO-Manager oder Projektmanager. Irgendwann erhielt ich selbst Personalverantwortung.

Im Zuge dessen beschäftigte ich mich mit Up- und Reskilling sowie der Entstehung neuer Geschäftsbereiche und der Erstellung von »Minimum Viable Products« (MVP).

Das war mein Zugang zu Agilität. Mittlerweile bieten wir bei dotSource Agile Coaching für Unternehmen an. Dabei unterstützen wir beratend und begleiten eng unsere Kundinnen und Kunden.

Warum haben wir Expertenstatus, wenn es um agiles Coaching geht?

Zuerst einmal ist das Agile Manifest Teil unserer Firmengrundsätze. Wir arbeiten also selbst seit der Gründung 2006 agil. Das geben wir an unsere Kundinnen und Kunden weiter. Mit Erfolg.

Unternehmen, die auf uns zukommen, finden also in uns nicht nur die Experten, den Partner und Agile Coach, sondern auch die Menschen, die agile Prozesse, Herausforderungen und Chancen selbst in der Praxis erleben und leben. Das macht uns zum besten Ansprechpartner für interessierte Firmen.

Das agile Manifest. Kannst du das für unsere Leserinnen und Leser ganz kurz und knapp zusammenfassen?

Klar. Ursprünglich kommt das Agile Manifest aus der Softwareentwicklung. Dort geht es darum, Software schnell und flexibel zu entwickeln. Ein agiles Unternehmen etabliert flexible Prozesse und Strukturen, um auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren. So wird beispielsweise die Verantwortung auf mehrere Personen verteilt.

Agile Coaching: Kultur- und Organisationsanalyse

Dominik, erzähl doch mal, wie fangt ihr mit einem Agile Coaching an?

Mit der Kultur- und Organisationsanalyse. Wir setzen uns damit auseinander, wie das Unternehmen beschaffen ist, zum Beispiel wie die Teams geschnitten sind oder die Rollenverteilung gelebt wird.

Im agilen Kontext existieren ganz andere Rollen. Dort gibt es keine Projektmanager, sondern Product Owner und Scrum Master mit unterschiedlichen Verantwortungen.

Daneben entstehen neue Organisationsabläufe. Es stellt sich die Frage, was dort mit den Menschen passiert, die in eine neue Rolle wachsen müssen. Die müssen ganz anders planen, entwickeln und zusammenarbeiten.

Kurzfristig helfen wir bei der Annahme dieser neuen Rollen. Daneben geht es darum, langfristig Verständnis zu wecken, was es heißt, wenn die eigene Organisation sich von einer Projekt- zu einer Produktorganisation entwickelt.

Da wir schon dabei sind, welche Rolle spielt hier Leadership? 😉

Eine essenzielle Rolle. Wir versuchen neben Inhaltsthemen auch das Werte- und Führungsthema zu vermitteln. Stichwort: Servant Leadership.

Wir vermitteln deshalb, dass Managerinnen und Manager das Unternehmen selbst wachsen lassen und für die psychologische Sicherheit der Mitarbeitenden im Unternehmen verantwortlich sind.

Das bedeutet, dass Mitarbeitende sagen können, was sie denken, dass sie respektvoll miteinander umgehen können und dass es keine Scheu gibt, Arbeitsstände transparent zu machen.

Dabei ist es wichtig, dass zu Beginn neben der Initiative von Fürsprechenden, auch ein Mandat vom Top-Management erteilt wird. Sonst können wir nicht sinnvoll coachen.

Verständlich. Wie macht ihr Agilität denn der Managementebene schmackhaft?

Damit agile Maßnahmen nachhaltig wirken, ist es wichtig, dass sich die gesamte Organisation ändert, auch das Management. Deswegen versuchen wir, in den Management Coachings darauf hinzuwirken, dass das neue Führungsverständnis samt den Vorteilen verstanden wird.

Teams mit technischem Background, Projektmanagerinnnen und -manger ziehen meist direkt mit. Sie haben in der Regel verstanden, dass Agilität helfen kann, um z. B. Produkte schneller auf dem Markt zu platzieren.
Bei den Managerinnen und Managern ist das häufig schwieriger und mit viel Überzeugungsarbeit verbunden. Dort versuchen wir, eine intime Ebene zu etablieren.

Das ist smart. Die Balance zwischen zufriedenen Mitarbeitenden und einer gesteigerten Produktivität ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Welche weiteren Vorteile hat denn Agilität noch zu bieten?

Die Organisationen bekommen

  • kleinteiligere Releases
  • schnellere Feedbackprozesse
  • kürzere Time-to-Market
  • mehr Kundenzentrierung
  • User Acceptance Tests (UAT)
  • kurze Iterationsabläufe

Ein Ziel ist die Lean Organization. Da stellen sich zum Beispiel Fragen nach der Sinnhaftigkeit von Meetings. Viele Unternehmen haben einen riesigen Meetingoverload in den letzten Jahren. Es geht darum, was wir wirklich brauchen, wenn wir eine schlanke Ablauforganisation wollen.

Agile Coaching: Methoden und Frameworks

Welche Methoden nutzt Agile Coaching?

Es gibt verschiedene Antworten auf diese Frage in Form von verschiedenen Frameworks. Zuerst muss jedoch die Organisation analysiert werden. Wie arbeitet der Kunde aktuell und welche Pains hat die Organisation? Dabei wird geschaut, welches Skalierungsframework am besten zum Kunden passt.

Es werden individuelle Lösungen gesucht, bei denen auch einzelne Elemente aus den anderen Frameworks genutzt werden können. Am Ende soll die Lösung kundenspezifisch sein. Es gibt keine One-fits-all-Lösung.

Kann man trotzdem sagen, dass es Frameworks gibt, die sich eher für Big Player eignen bzw. eher für kleine und mittlere Unternehmen?

Ja, zum Beispiel setzt SAFe (Scaled Agile Framework) auf Organisationsebene an und strebt eine Lean Enterprise an. Das bedeutet, dass die gesamte Organisation analysiert und verändert wird.

Start kann das Portfoliomanagement ganz oben sein, wo die großen Themen und Visionen des Unternehmens entstehen. Die Analyse- und Veränderungsebenen werden dann immer feiner und können beispielsweise auf einer Programmebene bis hin zur Teamebene reichen.

Bei SAFe gibt es dann nicht nur Scrum-, sondern auch Extreme Programming oder Kanban-Teams. Untersuchungen zeigen, dass SAFe derzeit das verbreitetste Framework unter großen Unternehmen ist, die sich für Agilität entscheiden, mit Nutzungszahlen von etwa 30 Prozent.

Letzte Frage: Wie würdest du einem Kind erklären, was »agil« bedeutet?

Probiere aus, was du ausprobieren willst und wenn es nicht funktioniert, dann überlege dir, wie es anders funktionieren kann. Danach probiere es wieder aus. Lass dich nicht entmutigen. Fehlschläge sind normal und wichtig, um lernen zu können. Es kann am Anfang nicht alles perfekt funktionieren.

Sehr cool! Das ist doch ein schönes Schlusswort, Dominik. Vielen Dank für deine Zeit

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