Die Groupon-Blase

groupon_logo11209Als am Dienstag gemunkelt wurde, dass der Wert der US-Plattform Groupon, dessen Kopien auch hierzulande derzeit ordentlich auf die Tube drücken, Staub aufwirbeln und eine Runde nach der anderen abschließen, nach einer weiteren, derzeit durchlaufenden Finanzrunde auf 1,35 Mrd. US-Dollar, ja, angeschwollen ist, fand ich den Kommentar „Bubblelicious“ äußerst treffend.

Nach heutiger Meldung, soll die derzeitige Kapitalrunde eine Gesamtsumme von gigantischen 130 Mio. US-Dollar betragen. Erst im Dezember sammelte Groupon 30 Mio. US-Dollar Kapital ein und steigerte damit seinen Wert auf 280 Mio.!

Techcrunch will aus einer Quelle erfahren haben, dass Groupon derzeit knapp 1 Mio. Dollar reinen Profit pro Woche generiert und für 2010 einen Gesamtumsatz von 350 Mio. anpeilt:

» We’ve also heard that the Accel round last December, $30 million, was also used to cash out insiders. Meaning the founders, employees and other insiders will be taking a whopping $160 million in secondary stock sales.

Why isn’t Groupon raising the money for operations? Because it’s making money hand over fist, say our sources. The company is generating $1 million or more per week in pure profit from the resale of steeply discounted local business products and services. Estimated 2010 revenue is $350 million. «

Ich finde das monströs. Sehr sogar.

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Bericht: Internet World Kongress 2010

internet_world_kongress_fachmesseDa Handelskraft.de Medienpartner auf dem Internet World Kongress war, konnte ich den ersten Kongresstag vollends mitnehmen. Insbesondere der erste Tag war auf eine Entwicklung fokussiert, die in vergangenen Studien bereits aufgegriffen wurde: Das allgegenwärtige Bedürfnis nach verbesserter, emotionalerer Produktpräsentation für den E-Commerce (und was Shopbetreiber an Kosten einkalkulieren müssen).

Mitte März 2010 wurde eine Befragung von ecommerce-leitfaden veröffentlicht, die vielfach zitiert und beachtet wurde:

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SEO-Tool: SEOlytics

suchmaschinenoptimierungPeer Wandiger von SelbstständigImNetz.de hat vor zwei Wochen einen wirklich lesenswerten Artikel zum Thema kostenpflichtige SEO-Tools geschrieben, in dem erklärt wird, was kostenpflichtige SEO-Tools sind, ob es notwendig ist, für Suchmaschinenoptimierung überhaupt Geld auszugeben und ob/wie man Zeit und Geld mit dem Einsatz von SEO-Tools sparen kann. Eine Beleuchtung von zwei Standpunkten, auch sehr kritisch.

SEO-Tools, wie sie beispielsweise von SEOlytics kostenpflichtig angeboten werden und die auch bei uns in der Agentur zum Einsatz kommen, lohnen sich nach bestimmten Durchrechnungen immens. Für einen kleineren Blog steht das allerdings nicht zur Debatte. Peer Wandigers Zwischenfazit kann man durchaus ohne Bauchschmerzen lesen, wenn er schreibt:

» Während man am Anfang der Selbständigkeit alles selber macht um Kosten zu sparen, ist es irgendwann einfach notwendig, dass man Geld ausgibt um Geld zu verdienen. «

Welches Potential in Keywords steckt, zeigen zum Beispiel die SEO-Tools von SEOlytics, die erstaunlich klare Auswertungen und Analysen im 1. SEO-Controlling bieten:

Hier werden Domaindetails sowohl als Werte gelistet, als auch als Grafik angezeigt. Im Positionsmonitoring gewinnt man schnell und einfach einen Überblick darüber, auf welchem Platz die untersuchte Domain mit welchem Keyword bei den führenden Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing gefunden wird. Zusätzlich wird beim Positionsmonitoring untersucht, wie sich die Positionierung im Laufe der Zeit verändert hat.

SEOlytics_Positionen

Weitere Punkte im Positionsmonitoring von SEOlytics sind aggregierte Positionen, Potenzialanalyse sowie Social Media. Ersteres zeigt ausführlich an, wie oft man mit der Domain für die eingesetzten Keywords auf den guten Positionen platziert ist. Die Potenzialanalyse ist ziemlich spannend, da hier echte Potenziale ausgewertet und deren mögliche Ergebnisse simuliert werden, z.B. wie viele Besucher auf die Seite kommen würden, wenn sie mit bestimmten Keywords auf einer sehr guten Position führender Suchmaschinen gelistet werden würden:

SEOlytics_Potenzialanalyse

2. Unter dem Punkt SEM lassen sich alle gebuchten Keywords für eine beliebige Domain anzeigen, oder auch vergleichend für zwei Domains (auf „Domains vergleichen“ klicken), um Übereinstimmungen festzustellen. Unter dem Unterpunkt „Wettbewerbsanalyse ist es beispielsweise möglich, sich alle Wettbewerber zu einer Domain anzeigen zu lassen, anhand einer Auswertung der eingesetzten Keywords.

SEOlytics_Ziel

3. Der Punkt Tools gewährt tiefergehende Einblicke und Auswertungen zur Domain, wobei unter anderem die Sichbarkeit der Domain (SEOlytics Visibility Rank), Backlinks, Keywords und das Branchenranking näher analysiert werden.

SEOlytics_Backlinks

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Wettbewerb: Deutschlands innovativstes Startup 2010

Wie beim Exceed Camp der Live Shopping Days 2010 (im Januar) von den Gründern angekündigt wurde, startet nun der Innovationswettbewerb der ECommerce Alliance aus München, bei dem das innovativste, deutsche Startup 2010 gesucht und gekürt werden soll: Der Gewinner erhält Preise im Wert von 45.000 Euro (als Startkapital).

echallenge

Interessierte Startups, die nach dem 1. Januar 2008 gegründet worden sind, bewerben sich mit einem 30-sekündigem bis maximal zwei Minuten langen Video, in dem sie die Besonderheiten des eigenen Konzeptes herausstellen.
Der Contest umfasst fünf Vorrunden und ein Finale Ende September in München. Pro Vorrunde können sich drei Startups qualifizieren. Der Einsendeschluss der ersten Vorrunde endet am 1. Mai.

Über das Weiterkommen der teilnehmenden Startups, sowie letztendlich über den Gewinner, entscheidet eine vierköpfige Jury, bestehend aus Jochen Krisch von Exciting Commerce, Viktoria Trosien von Tiburon-TV, Alexander Hüsing von Deutsche Startups und Daniel Wild von der ECommerce Alliance.
[via]

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Keine Regeln bei Chatroulette.com

Chatroulette.com kennt keine Regeln und erinnert den einen oder anderen an die „schonungslose Offenheit der ersten Web-Jahre“, wie Maren Fliegner von betabuzz.de schreibt.

Eine Rückkehr zu diesen Zeiten ist mit dem russischen Internet-Videochat-Portal Chatroulette nun wieder möglich, das derzeit durch das Web gehyped wird und in seiner Idee so jugendlich erscheint, dass es einen auch gar nicht verwundert wenn man sagt, der Erfinder sei 17 Jahre alt. Das entspricht übrigens der Wahrheit: Andrey Ternowski, 17 Jahre, Gymnasiast aus Moskau.

Durch Berichte der New York Times, des New York Magazine sowie von Spiegel Online, hat die Idee erst so richtig an Drall gewonnen: die Website soll derzeit (laut unbestätigter Quelle) bis zu 500.000 Besucher am Tag empfangen (Stand: Febraur 2010). Auch der Alexa Traffic Rank lässt auf eine extrem hohe Popularität schließen.

chatroulette

Die Idee ist: Jeder Besucher kann den Dienst, die Videochatfunktion unverzüglich nach Betreten der Seite ohne Registrierung nutzen. Per Zufall wird man mit einem völlig Fremden per Videochat verbunden (einzige Voraussetzung für das Funktionieren ist eine Webcam). Ist man verbunden, kann es losgehen. Möchte man meinen. Die Frage drängt sich schnell auf: Was soll losgehen?

Jeder der beiden Chatteilnehmer kann den Videochat beenden wann er möchte, um sofort wieder einem neuen zufällig ausgewählten Chatpartner zugewiesen zu werden.

Und so wie es Spiegel Online in seinem Beitrag schreibt, ist es auch:

» Wer bei Chatroulette mitspielt, erlebt im Sekundentakt ein Panoptikum der Menschlichkeit: Sex, Schock, Langeweile. In Chatroulette ist die einzige Währung Aufmerksamkeit: Wer seinen neu zugewiesenen Spielpartner nicht innerhalb einer Sekunde davon überzeugt, er oder sie werde gleich etwas Spannendes erleben, wird weggeklickt. Nachschub ist genug da […]. «

Der Teilnehmende ist „passives Opfer einer gnadenlosen Aufmerksamkeitslogik“, die brutal mit Gewöhnung, Langeweile und Sucht experimentiert.

Die Regeln lauten an erster Stelle „16+“ und „Please stay clothed“. Kontrolle darüber gibt es keine, Barrieren auch keine. Im Großen und Ganzen haben wir es mit einem Dienst zu tun, der keinerlei Ahnung darüber hat oder haben will, was mit ihm angestellt wird. In einer Bilderflut, die selbst das schlechteste Speed-Dating in den Schatten stellt, pendelt man zwischen gelangweilten Gesichtern, Pausenclowns, Kindern und Menschen, die sich an die ersten beiden Regeln nicht halten.

Kann lustig sein, ist sehr oft auch verstörend und ist bei weitem kein Hype geworden, weil es wirklich gut ist, sondern vielmehr, weil der anonyme Wille der ersten Web-Jahre noch nicht gänzlich erloschen ist.
Ein Dienst, den man an keinem Ende ernsthaft nutzen kann, der keinerlei Mehrwert bieten kann, außer die Tötung von Langeweile oder das stumpfe Befriedigen von Voyeurismus.

Und so wird auch die Parodie zu einer Parodie dieser Idee, über die man herzlich lachen kann, wenn man nicht alles immer so ernst nehmen würde:

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Magento: Mehr als nur eine Alternative zu Eigenentwicklungen

Zalando, ein serviceorientierte Onlineshop für Damen- und Herrenschuhe aus dem Hause Rocket Internet, erweitert sein Angebot mit der Zalando Lounge: Ein Shoppingclub nach dem bekannten Closed-Shop-Prinzip:

zalando_lounge

Zalando, das auf der Open-Source-Shopsoftware Magento läuft, setzt mit diesem Launch seinen Konkurrenten Mirapodo von OTTO unter Druck, allein schon durch die Sortimentserweiterung für Kleidung und Fashion.

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Dritte Finanzierungsrunde für Groupon-Klon CityDeal in Millionenhöhe

Die Finanzierungspenetration bei der Groupon-Mania bricht nicht ab. Wie unerwartet 😉 .

citdeal

Laut deutsche-startups.de steht der deutsche Groupon-Klon CityDeal vor einer weiteren Finanzierungsrunde. Nachdem die Samwers und Holtzbrinck im Januar 2010 in einer ersten Runde 4 Mio. Euro locker machten, folgte Anfang März die zweite Runde in Höhe von 5 Mio. Euro. Schon nach dieser zweiten Runde kündigte das Groupon-Startup eine dritte Runde an, die nun kurz vor dem Abschluss stehen soll.

Die Sprache ist von mindestens 15 Mio. Euro, die sich aber auch schnell auf 20 Mio. Euro erhöhen könnten. Nach den mittlerweile eingesammelten 9 Mio. aus den ersten beiden Runden, könnte CityDeal also möglicherweise bald mit insgesamt 25 bis 30 Mio. Euro Kapital dastehen.

Die Groupon-Manie ist hierzulande beispielhaft und übertrifft bei weitem den Hype, den die Liveshopping-Plattformen vor einigen Jahren gezurrt haben. Auch DailyDeal konnte zu Beginn des Jahres einen siebenstelligen Betrag als Kapitalspritze empfangen.

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Markenbindungskraft im 4-P-Modell

Noch immer sehen Marken sowie Onlineshops das Problem darin, dass die Wechselbereitschaft von Kunden oftmals sehr groß ist. In einem Aufsatz gehen Dr. Cary Steinmann und Thomas Ramseier („Community und Marke: Die Bedeutung von Communities im postmodernen Markenmanagement“) anhand der Grundlage vom 4-P-Modell insbesondere auf den „postmodernen“ Faktor ein. Hierbei wir speziell der Marke und der Markenbindungskraft (ICK und MCK) ein höherer Stellenwert zugeschrieben.

Markenbindungskraft im 4-P-Modell

Ebene 1: Markenpräsenz

Die Marke existiert im Bewusstsein der Konsumenten, das Verhältnis ist aber eher nutzenorientiert. Es tritt weder ein Identifikationseffekt noch eine Communitybildung auf, daher ist die Wechselbereitschaft des Verbrauchers zu alternativen Anbietern sehr hoch.

Ebene 2: Markenpräferenz

Die Marke steht für einen ganz konkreten (rationalen) Nutzen. Die Communities zu diesen Marken können sehr groß sein, jedoch fällt das „Wir-Gefühl“ eher schwach aus. Das Verhältnis der Verbraucher zur Marke ist situativ und weist eine immer noch hohe Wechselbereitschaft auf, auch wenn die Mitglieder der Community ihre Markenzugehörigkeit offen zeigen.

Ebene 3: Markenpermanenz

Die Marke ist durch intensive psychologische Komponenten geprägt, d.h. der Konsument erkennt nicht nur einen präsenten Nutzen, sondern zieht auch einen dominierenden psychologischen Nutzen. Die Community-Mitglieder bekennen sich (ähnlich zur Präferenz- Ebene) zur Marke und können sich mit dem Image der Marke identifizieren. Sie kennen jedoch ein bis zwei Alternativprodukte und könne auch unter Umständen selber nach jahrelanger Nutzung der „eigenen“ Marke zu diesen wechseln und sich in der neuen Community integrieren.

Ebene 4: Markenprominenz

Die emotionale Bindung zwischen Verbraucher und Marke erreicht ein Höchstmaß. Es besteht eine ausgeprägt und teilweise organisierte Interaktion innerhalb der Community. Die Marke weist einen „Kultstatus“ auf. Prominenzmarken kennen keine Alternative – die Konsumenten bzw. Community-Anhänger bleiben der Marke auf „ewig“ tief verbunden. Das „Wir-Gefühl“ ist sehr stark ausgeprägt und die Mitglieder achten einander sehr. Aktivitäten in der Community, seitens der Mitglieder oder mit Unterstützung der Marke organisiert, sind hoch willkommen und stark frequentiert.

Nach diesem Modell sollte ein Unternehmen zunächst realistisch einschätzen, in welcher dieser Ebenen die eigene Marke sich bewegt, wie stark die Kundenbindung zu dieser ausgeprägt ist, in welchem Umfang eine Community besteht bzw. wie intensiv Aktivitäten innerhalb dieser ausfallen. Je nach Grad dieser Ausprägung ist dann eine zielgruppenspezifische Strategie (inklusive der passenden Werbeformate) zu wählen, die auf den geeigneten Kanälen und in den geeigneten sozialen Netzwerken funktioniert.

Erstrebenswert ist natürlich die eigene Marke schrittweise von der Präsenz- zu Prominenz-Ebene zu pushen, allerdings ist dies nicht in allen Branchen möglich. Die Prominenz-Ebene wird ausschließlich von Unternehmen mit eigenen Produkten und Dienstleistungen beherrscht, da eine Identifikation der Kunden mit „Fremdprodukten“ eher schwer fällt, z.B. Händler wie Otto, die ein breitgefächertes Produktsortiment besitzen und Artikel verschiedener unternehmensexterner Marken vertreiben können, diesen Prominenzstatus der eigenen Marke „Otto“ nicht durchsetzen. Diese Händler bewegen sich maximal auf der Präferenz-Ebene des neuen 4P-Modelles.

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22,5 Millionen-Kapitalspritze für Magento

Magento-490_02Nach über zwei Jahren Betrieb und einem beachtlichen Wachstum, steht die alternative E-Commerce-Lösung Magento (Open Source) vor einer respektablen Bilanz:

» Shopbetreiber haben Magento als Alternative zur Entwicklung eigener Systemlösungen entdeckt. Und bei den Innovationstreibern ist Magento durch seine flexiblen Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten ohnehin das (Basis-)System der Wahl. «

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Magento startet eigene, kostenlose Webinar-Reihe zur Enterprise Edition

Magento-490_02Hach, gestern leider verpasst, aber was soll’s. Die neue Magento Webinar-Reihe „Magento Enterprise Edition Demonstration“, die gestern um 18 Uhr zum ersten Mal stattfand, lädt nun wöchentlich ein.

Magento bietet damit allen Magento-Anwendern (und denen, die es in Zukunft werden wollen) eine kostenlose Einführungs-Demonstration zur Magento Enterprise Edition an. Teilnehmenden sollen umfangreiche Einblicke in die Open-Source- bzw. in die alternative E-Commerce-Plattform gewährt werden.

Der 60-minütige Webinar zielt darauf ab, einen anfänglichen Überblick über die Enterprise Edition zu erhalten, angefangen vom Produktmanagement bis zur erweiterten Kundensegmentierung, mit der einige tolle Sachen möglich sind.

Zusätzlich gibt es Einblicke in weitere Themen:

magento_webinar
[via magentocommerce]

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