Brand Experience – Wie rückt man sich als Marke ins Bewusstsein der Zielgruppen? [5 Lesetipps]

Brand Experience
Quelle: Pexels / Ioannis Ritos

Für Unternehmen ist es immens wichtig, für Kunden greifbar zu sein. Nichts Neues. Vor allem in Zeiten, in denen sämtliche Marktsegmente nur so von Mitstreitern überflutet werden, ist eine vollumfängliche Strategie unerlässlich, schließlich will man sich ja am Markt etablieren oder die Präsenz der eigenen Marke weiter ausbauen. Wie so oft gibt es verschiedene Herangehensweisen, doch ein Begriff spielt dabei stets eine tragende Rolle: die Brand Experience. Sie beschreibt, wie Kunden eine Marke wahrnehmen und diese im Gedächtnis behalten. Unternehmen sollten dieses Thema beim Treffen von Entscheidungen also stets auf dem Schirm haben. Die heutigen Lesetipps geben Antworten auf die Fragen, die dabei sicher durch die Köpfe vieler Unternehmer schwirren.

Brand Experience: Interaktion ist Pflicht

Egal ob Start-up oder etabliertes Unternehmen: Für eine einzigartige Brand Experience bedarf es einer einheitlichen Strategie. Das bedeutet, dass Unternehmen die vielen verschiedenen Touchpoints mit (potenziellen) Kunden entsprechend gestalten sollten, damit die Käuferschaft bestimmte Eigenschaften mit dem Unternehmen assoziiert, beispielsweise »hilfreich«, »sportlich« oder im Falle von Erlebnisunternehmen wie Jochen Schweizer »fesselnd«.

Das Schlüsselelement der Brand Experience sind die Online- sowie Offlineauftritte des Unternehmens. Diese reichen von der Internetpräsenz über Flyer und Broschüren bis zur Teilnahme an Messen und Events. Auch der direkte Umgang mit den Kunden ist entscheidend. So ist es immer von Vorteil, wenn man schnell auf Kundenanfragen reagiert oder in der Facebook-Kommentarspalte mit Nutzern interagiert.

Natürlich gibt es aber auch einige Touchpoints, die Unternehmen nicht kontrollieren können, wie zum Beispiel Mundpropaganda. Diese kann basierend auf den jeweiligen Nutzererfahrungen positiv oder eben negativ ausfallen. Unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte sollten Unternehmen deshalb versuchen, diese Berührungspunkte zumindest indirekt zu steuern.

Brand Experience: Wie anfangen?

Grundsätzlich lässt sich im Hinblick auf die Brand Experience zwischen drei Unternehmenstypen unterscheiden:

1. Start-ups

Start-ups fangen fast immer von Null an. In den meisten Fällen besitzen sie weder Logos noch Banner oder ähnliche Materialien. Das muss allerdings nicht zwingend einen Nachteil darstellen: Während beispielsweise Unternehmen aus dem Mittelstand, welche die Brand Experience des Öfteren über Jahre hinweg vernachlässigt haben, mit einer negativen Grundhaltung der Zielgruppen zu kämpfen haben, müssen sich Start-ups keine Sorgen um mögliche Vorurteile machen. Stattdessen können sie die Brand Experience von Anfang an priorisieren und so einen exzellenten Start hinlegen.

2. Unternehmen mit Markenlaunch

Unternehmen mit Markenlaunch haben häufig bereits einen großen Kundenstamm. Nichtsdestotrotz ist auch hier Vorsicht geboten, damit die neue (Sub-)Marke nicht floppt. Deshalb sollte die bereits bestehende Markenlandschaft berücksichtigt und eine Verbindung zu den anderen Marken hergestellt werden. Ein äußerst prominentes Beispiel hierfür ist der Onlineriese Amazon, der bereits zahlreiche Marken ins Leben gerufen hat, darunter Audible oder AWS – und wenn man sich deren Logos genau anschaut, kann man die Parallelen zu Amazon nur unschwer erkennen.

3. Unternehmen mit Relaunch

Auch Unternehmen mit Relaunch setzen sich mit dem Thema Brand Experience auseinander. In solchen Fällen geht es meistens darum, den Markenauftritt dem Zeitgeist und den sich verändernden Kundenerwartungen anzupassen. Manchmal kann es sogar vonnöten sein, das Markenimage komplett zu erneuern. Darum müssen diese Unternehmen vor allem darauf achten, ihr Corporate Design sowie die Unternehmenskommunikation umfassend zu überarbeiten.

Was jedoch für alle drei Unternehmenstypen empfehlenswert ist, ist ein stufenweiser Ansatz. Zunächst einmal sollte man konkrete Ziele definieren und Schwerpunkte festlegen. Danach empfiehlt es sich, einen Prototyp zu entwickeln und diesen in eine Marke zu verwandeln, bevor man den Fokus auf fortlaufendes Management, Erfolgskontrolle und Optimierung legt.

Das führt zu sichtbaren Ergebnissen und einem nachhaltigen Unternehmenswachstum. Geht man Schritt für Schritt vor und testet erst einmal an einem Prototyp, setzt man sich zudem auch einem geringeren unternehmerischen Risiko aus.

Brand Experience: Benefits

Gelingt es dem Unternehmen, die Brand Experience erfolgreich zu gestalten, so bringt das zahlreiche Vorteile mit sich: In erster Linie hebt man sich dadurch vom Wettbewerb ab. Die Gefahr, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren, sinkt und auch die Akquise neuer Kunden geht leichter vonstatten. Darüber hinaus ist man besser auf Anfragen vorbereitet und kann schneller darauf reagieren. Auch in puncto Human Resources ist eine positive Brand Experience von Vorteil, denn ein einheitliches und prägnantes Markenimage zieht viele neue Bewerber an.

Im Endeffekt spricht nichts dagegen, Zeit und Ressourcen in die eigene Brand Experience zu investieren. Die Vorteile, die daraus resultieren, sind nicht von der Hand zu weisen und sollten auch alteingesessene Unternehmen zum Nachdenken bewegen.

Ihr wisst nicht, wo ihr anfangen sollt? Dann hier entlang.

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