Co(rona)-Working-Space: Endlich ein Bürohund [Teil 8]

Corona Working Space Endlich Bürohund

Letzte Woche war wieder Hacktag. Das ist unser All Company Meeting jeden letzten Freitag im Monat. Eigentlich. Denn seit, ihr wisst schon, gibt es auch mal Sonderhacktage. Zur aktuellen Lage. Wie wir als dotSource damit umgehen, wie es weiter geht. Und es sieht danach aus, als ginge das hier noch ne ganze Weile so weiter. Homeoffice galore.

Wie das bei Steffi, einer unserer Eventmanagerinnen so aussieht, zeigt sie uns heute im achten Teil unserer Corona-Artikelserie.

Co(rona)-Working-Space: Digital Detox adé

Kinder? Habe ich noch nicht. Herausforderungen im Homeoffice? Ja, die hab auch ich. 😉 Aber zurück zum Anfang, als die Krise begann. Davon habe ich nämlich kaum etwas mitbekommen. Anfang März bin ich nach Afrika geflogen, um dort drei Wochen eine Tour durch Namibia bis nach Kapstadt in Südafrika zu machen.

Vor Ort hatte ich gänzlich andere Probleme als meine Kollegen hier in Deutschland. Statt vor leeren Klopapier-Regalen hatte ich Angst vor hungrigen Hyänen nachts vor meinem Zelt. Lange bekam ich von der ganzen Situation in Deutschland und dem Rest der Welt nichts mit, denn ich nutzte meinen Urlaub, um mal für einige Tage digital Detox zu betreiben. Für mich gab es tagelang nur atemberaubende Natur, wilde Tiere und den schönsten Sternenhimmel, den ich je gesehen habe – mitten in der Wüste.

Corona und Eventmanagement?

Doch nach knapp 14 Tagen holte mich die Realität knallhart ein. In Kapstadt angekommen, begann ich immer öfter mit meinen Kollegen zu telefonieren, um zu erfahren, was mich erwartet, wenn ich zurück nach Deutschland komme.

Auf einmal hieß es Homeoffice (Shit – hatte ich meinen Arbeitsplatz eigentlich aufgeräumt?), Events wurden abgesagt (Behalte ich dann meinen Job als Eventmanagerin?) und ich musste mir Hals über Kopf einen Rückflug nach Deutschland buchen, denn auch in Südafrika kippte die Situation und die Panik brach los.

Angekommen in Deutschland (eine Woche früher als geplant) musste ich 14 Tage in Quarantäne, wovon ich noch eine Woche Urlaub hatte. Quasi gefangen zu Hause. Von der unendlichen Weite der Wüsten Namibias in meine 40 qm-Wohnung. Was für ein Downgrade.

Meine erste Woche Arbeit nach dem Urlaub war komisch: Die ursprüngliche Planung meines ersten eigenen großen Events war auf einmal hinfällig, denn sie wurde in eine Online-Konferenz umgewandelt.

Andere Veranstaltungen, die ich organisiere, standen in den Sternen. Kurzzeitig fühlte es sich so an, als wäre ich meinen Job los. Aber ich habe zum Glück ein kreatives Team um mich herum, sodass es nicht lange dauerte, bis unzählige neue Ideen sprudelten und ich meine Arbeit langsam, aber sicher wiederbeginnen konnte.

Co(rona)-Working-Space: Endlich ein Bürohund

In einem Meeting sagte unser Geschäftsführer »Macht euch einen Plan und werdet in der Homeoffice-Zeit nicht dick und kurzatmig«. Recht hat er. Um dem entgegenzuwirken, versuche ich, täglich einen Spaziergang zu machen. Mal schnappe ich mir dafür meinen Hund, mal meinen Partner.

Ja, der Vergleich ist mit einem Augenzwinkern zu betrachten – immerhin kann ich mit dem einen angeregte Gespräche während des Laufens führen. Wenn ich allerdings nach vier Stunden telefonieren nicht mehr reden will, dann schnappe ich mir die Leine und gehe mit unserem Familienhund raus. Da muss ich außer »Laaangsam« und »Nein, Eichhörnchen sind unsere Freunde und kein Futter« nämlich nicht viel sagen.

Neben Bewegung hat so ein Spaziergang einen weiteren sehr positiven Aspekt: Der Kopf wird mal ordentlich durchgepustet, denn das ist manchmal nach so einem Arbeitstag zu Hause bitter nötig.

Apropos Hund – es fühlt sich fast an, als ob mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Ich habe endlich so etwas wie einen Bürohund. Wenn ich wichtige Termine habe, schicke ich ihn zu meinen Eltern, denn die wohnen glücklicherweise im gleichen Haus. Ansonsten schnarcht er einfach hinter mir im Sessel, während ich in entspannter Atmosphäre arbeiten kann.

Co(rona)-Working-Space: Homeoffice-Routine statt Kaffeeschnack

Mittlerweile habe ich mich nach vier Wochen Homeoffice gut eingegroovt. Ich kann mich aber auch echt nicht beschweren. Ich habe einen guten Arbeitsplatz, ich muss kein Homeschooling betreiben, ich kann in Ruhe meine Arbeit erledigen und mir dazu noch meine Zeit frei einteilen. So schlimm ist dieses Arbeiten von zuhause eigentlich gar nicht, aber ich vermisse den täglichen Schnack an der Kaffeemaschine schon sehr.

Da momentan auch die Freizeitaktivitäten begrenzt sind, arbeite ich viel. Ich versuche meinen Kollegen, die Kinder haben, Aufgaben abzunehmen – das ist für mich selbstverständlich und gehört zur Solidarität, die jetzt überall zählt.

Manchmal muss ich sogar aufpassen, zum Feierabend mal einen richtigen Cut zu machen. Das ist meine größte Herausforderung. Denn mit dem Homeoffice verschwimmt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend.

Aber ich habe ja wohl noch eine Weile Zeit, mir meinen Tagesablauf zu optimieren. Bis dahin genieße ich die phänomenale Zusammenarbeit in meinem fantastischen Team und freue mich darüber, auch immer mal das eine oder andere Telefonat spontan im Garten in der Sonne führen zu können.

Corona und Remote-Alltag

Remote-Business Best Practices WhitepaperSteffi ist, wie schon gesagt, eine unserer zauberhaften Eventmanagerinnen. Ganz neue Herausforderungen kommen auf sie und ihre Kolleginnen gerade zu. Denn Remote-Event ist nicht gleich Remote-Event.

Erfahrungen, die wir bei der Handelskraft Online Edition im März gemacht haben, nutzen wir, um die nächsten Events wie die B2BDMC 2020 auch remote zu einem vollen Erfolg zu machen.
 
Welche Tipps wir daraus für ein erfolgreiches digitales Event abgeleitet haben und noch mehr Best Practices zu Remote-Business haben wir im brandneuen Whitepaper »Remote-Business: Best Practices für Remote-Work, -Events und -Bildung« für euch zusammengefasst. 

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