Digital Lab: Die Mischung macht’s

Digital Lab Mischung
Quelle: Unsplash
Für innovative, datengetriebene Projekte müssen wir nicht immer in die Ferne schauen. In der deutschen Wirtschaft sind zuletzt zahlreiche Digital-Innovation-Labs entstanden. Unter dem Dach eines erfahrenen Unternehmens feilen sie an Digitalstrategien – entweder entwickeln etablierte Unternehmen bestehende Start-ups zu ihren Corporate Innovation-Labs oder sie gründen ein entsprechendes Tochterunternehmen.

Digital-Lab-Boom

Einer Studie der Unternehmensberatung Crisp Research zufolge haben bereits mehr als 60 Prozent aller Dax-Konzerne ein solches Lab aufgebaut oder in Planung. Auch renommierte mittelständische Unternehmen folgen diesem Trend. Auffällig ist dabei, dass nicht mehr nur der Standort Berlin boomt; innovative Digital-Labore finden sich mittlerweile bundesweit. Doch wie müssen sie beschaffen sein, um Zukunftsfähiges zu entwickeln?

In Innovation-Labs darf auch vermeintlich verrückten Geschäftsideen nachgegangen werden, sofern sie etwas mit dem Kerngeschäft der Muttergesellschaft zu tun haben und nicht jahrelang ergebnislos Investitionen fressen. Tatsächlich entwickeln Corporate Start-ups nicht selten jene disruptiven Technologien, die ihre Förderer in eine datengetriebene Zukunft weisen, wie das Beispiel der Heidelberger Druckmaschinen AG zeigt.

Deren Lab »Heidelberg Digital Unit« entwickelte mit dem »Heidelberg Assistant« eine umfangreiche Digitalplattform, die alle Aspekte des Kundendialogs digital abdeckt – vom Kundenservice über einen Onlineshop bis hin zu Weiterbildungsangeboten und spannendem Content. Die Daten der Interaktionen fließen in eine KI im Zentrum der Digitalplattform und liefern wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des »Heidelberg Assistant«.

Digital innovativ aus Tradition

Für seine innovativen Ansätze im Bereich Industry/Scaling wurde das baden-württembergische Unternehmen im Sommer 2019 prompt mit dem zweiten Platz beim Digital Lab Award 2019 ausgezeichnet. An solchen digital innovativen Traditionsunternehmen lässt sich auch aufzeigen, wie man ein unternehmensinternes KI-Start-up intelligent besetzt und betreibt.

  • Generationsübergreifend ist kundennah: Junge Datenexperten, die sich im Studium auf AI-Engineering spezialisiert haben und nun den Berufseinstieg wagen, arbeiten mit erfahrenen Praktikern zusammen, die beispielsweise über viel Erfahrung in der Datenpflege und den Unternehmensprozessen verfügen.
  • »Fail early« als Prinzip: Projektmanager achten gezielt auf ein enges Timeboxing der verfolgten Ideen.
  • Innovationen sind interdisziplinär: Im Innovation-Lab gibt es keine strikte Trennung zwischen Marketing, Sales, Entwicklung und Management. Auch flache Hierarchien und agiles Arbeiten sind hier Alltag.
  • KI ist ein internationales Geschäft: Digital-Innovation-Labs sollten in ihrer Besetzung Internationalität und Diversität widerspiegeln, um mit globalen Standorten und Partnern kommunizieren und kooperieren zu können.

Digital Labs & more

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In zahllosen Projekten auf der Welt kommt genau das zusammen: wilde Ideen und ein Verständnis für neue Technologien. In vielen Fällen ist das bereits marktreif – und so können hiesige Unternehmen von israelischen Start-ups, amerikanischen Supermärkten und chinesischen Insektenzüchtern lernen, wie man sich erfolgreich ins KI-Abenteuer stürzt.

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