Digitale Freiheit goes X-mas-Party: 10 Typen, die du garantiert auf jeder Remote-Weihnachtsfeier triffst

Remote Weihnachtsfeier mit Zoom
Quelle: dotSource

Weihnachten in Zeiten von Corona – kaum ein Thema treibt die deutsche Pandemiepolitik derzeit mehr. Was beim Ziel, die scheinbar drei wichtigsten Tage des Jahres zu retten, verloren geht, ist der Weg dorthin. Der ganze Monat Dezember!

Digitale Freiheit: Glühweinst du noch, oder sprittest du schon?

Traditionell steht das letzte Kalenderblatt nicht nur für Besinnlichkeit, Plätzchen und Heizungsluft. Mittag, Vesper und Abendessen auf den hiesigen Adventsmärkten, wo gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus einem Kinderpunsch schnell drei Glühwein werden, das ist doch der Weihnachts-Sprit. …spirit.

Kein Wunder, dass Unternehmen aller Branchen nun im Interesse der Kultur mit höchster Priorität an der Digitalisierung ihrer Firmenweihnachtsfeier arbeiten. Da die virtuelle Party dem analogen Pendant in puncto Fettnäpfchen- und Peinlichkeitendichte in nichts nachsteht, wagen wir einen Vorausblick auf zehn virtuelle Partybiester, über die 2021 noch die ganze Belegschaft spricht.

Digitale Freiheit: 10 Typen auf deiner Remote-Weihnachtsfeier

1. Der Typ, der nie sein Mikro muted

Die wichtigste Regel von Videocalls lautet: Mach dein Mikro nur an, wenn du sprichst! Was im Business-Alltag in kleinen Runden schon mächtig peinlich werden kann, potenziert sich beim digitalen Come-Together abteilungsübergreifend. Beziehungsstreit, wer endlich den Müll runterbringt. Das Kind, das ehrlich fragt, ob das im Screen wieder »das Arschloch« ist.

Und nicht zuletzt, die menschlichen Bedürfnisse. Niemand will Geschäftsleitung oder Kolleginnen und Kollegen beim Pinkeln – best case! – zuhören. Falls es doch passiert, einfach auf die Frequenz achten, eine Urologieempfehlung kann Leben retten.

2. Das oberflächliche Lästermaul, das den Chat nicht bedienen kann

Apropos, Dinge, die niemand hören will. Keine analoge Party kommt ohne die Tuscheleien am Nachbartisch aus und es gibt nichts, was den neidgeplagten Lästermäulern nicht einen Anlass zur Häme gäbe. Die Schuhe der Geschäftsleitung, das Kleid des IT-Kollegen oder die Frisur der Katze, die eben durch das Bild lief.

Doch, wo kein gemeinsamer Tisch ist, muss der Chat für die selbstherrliche Lästerei herhalten. Blöd nur, wenn man die stumpfen Zoten und würdelosen Anfeindungen statt an den Lästerpartner aus Versehen an alle sendet. Tja, what goes around, comes around.

3. Die Tech-Noobs ohne das letzte Zoom-Update

Der offizielle Teil ist vorbei und so sicher wie das Amen in der Kirche heißt es anschließend: Grüppchenbildung. Die Schlange vorm Klo, die Schlange an der Bar, die neblige Rauchermasse vor der Tür, die ersten auf dem Dancefloor. Mit Breakout-Rooms lässt sich Gruppenbedürfnissen auch virtuell ein Raum geben.

Blöd für die, die das letzte Zoom-Update nicht installiert haben. Gefangen im Hauptraum, voller Hoffnung, dass sich doch auch mal jemand mit Update hierher verirren möge. Auf Dauer ist es eben zu dritt doch recht fad.

4. Die Unauffälligen, die heut mal richtig aus sich rauskommen

Weihnachtsfeiern sind traditionell der Ort, an dem Kolleginnen und Kollegen, die man irgendwie nie sieht und hört, sicht- und hörbar werden. An der Bar. Auf dem Weg zum Klo. Oder vollkommen desolat, würgend über der Keramik des Veranstaltungsorts. Die analoge Messlatte liegt also hoch.

Auch virtuell sneaken sie sich durch die Breakout-Rooms. Das lallende PROOOOST zur Begrüßung ist ihr Erkennungszeichen. Und wer daheim im Sitzen trinkt, merkt oft nicht, was da schon alles die Kehle runterlief. Wenn dieser Typ auch noch einer ist, der nie sein Headset muted (siehe 1), na dann gute Nacht und angenehme Träume zum Sound des Getränkerückwegs durch Hals und Nase.

5. Der Typ, der eigentlich schon immer DJ werden wollte

»Heeeeee, spiel mal Atemlos!«, » Haste das dabeiii?«, »Ich hab das auf meinem Haaaaandyyy!« – Es ist traurig, aber kein exklusives Weihnachtsparty-Phänomen. Die Pappenheimer mit dem vermeintlichen Zaubertrick »die ganze Bande zum Zappeln zu bringen«. Zu Hause haben sie sogar eine Anlage – mit Subwoofer! Und bei der Goldenen Hochzeit von (mittlerweile) Tante Klaus und (mittlerweile) Onkel Sabine steppte echt der Bär!

Obacht also, wem man im Call Rechte zur Freigabe von Bild und Ton gibt. Ehe man sich versieht, übertönt »Tagen wie diese« in Dauerschleife das speziell für diesen virtuellen Raum zusammengestellte DJ-Set.

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6. Die Kollegin mit den filigranen – aber wenig stabilen – Vintagemöbeln

Egal, ob sich der Typ, der schon immer DJ werden wollte, durchgesetzt hat oder nicht. Irgendwann lockert Freund Sprit jedes Tanzbein. Wer dann noch ein geduldiges Kind daheim hat, weiß wie schnell beim rhythmisch wiederholenden Ein- und Ausschalten der Arbeitszimmerbeleuchtung echte Diskostimmung aufkommen kann.

Also rauf auf den dänischen Klapptisch von 1963, auf dass die Bierbänke beim Oktoberfest vor Neid erblassen. Die wichtigste Frage hinterher ist doch: Gilt das als Arbeitsunfall und wie lang wird es auf eBay Kleinanzeigen wohl dauern, einen neuen Tisch zu schießen?

7. Der Partyraucher auf der vergeblichen Suche nach einer Kippe

Zigarettenjunkies kennen es. Die Kolleginnen und Kollegen, die erst aufgehört haben zu rauchen und jetzt »nur Eine« rauchen wollen. Und jene, die ja eigentlich nie rauchen, außer wenn sie mal was trinken. Ende vom Lied – das Big Pack für zehn Euro leert sich in Helmut Schmidt’scher (RIP) Geschwindigkeit. Werden die »Nicht«-Raucher also diese Weihnacht gesund und ohne Nikotinkater am nächsten Morgen verbringen?
Unwahrscheinlich. Es wird einfach enorm unterhaltsam, wenn jene ihre Jacke schnappen, der Remote-Weihnachtsfeier auf ihrem Smartphone beitreten und dann das Abenteuer beginnt. Wo ist der nächste Kippenautomat? Nimmt der Scheine? Warum liest der meine Karte nicht? Was, der Späti hat schon zu? Es wird herrlich!

8. Der Homeoffice-Geschädigte, der sich ein Taxi teilen will

Die Geschäftsleitung spielt DJ, die Tische sind zertanzt und die Toiletten sind unbenutzbar. Zeit für den Absprung. Doch was sonst der übertrieben lange Weg (ab 300 Meter) von der Location nach Hause ist, ist heute die maximale Distanz vom Arbeitszimmer ins Bett. Kein Grund, die erprobten Muster der letzten Feiern zu reproduzieren.

Hilfesuchend wählt man sich von Session zu Session. »Wer teilt sich ein Taxi mit mir?« Alle, die nicht mitfahren wollen, wünschen belustigt »Gute Fahrt. «

9. Die mit der hemmungslosen Cybersex-Affäre

Kaum jemand ist mehr da. An der Bar werden auch schon mehr Gläser gespült als gefüllt. Dann trifft es die verbliebenen Gäste wie ein Schlag. Alle sehen so unglaublich gut aus. Und dieses Lächeln. Eindeutig, zweideutig. Der Moment, an dem aus der Firmenweihnachtsfeier doch noch ein Fest der Liebe wird. Zu mir? Zu dir? Gleich hier? Das steht remote nicht zur Debatte.

Also Vorsicht bei Breakout-Rooms mit ungewöhnlich kleiner Teilnehmerzahl zu später Stunde. Niemand braucht ein Chatroulette-Revival.

10. Das Ass im Ärmel – der Mensch, der alles aufgezeichnet hat

Das Smartphone-Zeitalter lässt keine Geheimnisse zu. Was auf der Weihnachtsfeier passiert, bleibt auf der Weihnachtsfeier? Pustekuchen! Je peinlicher der Moment, desto wahrscheinlicher gibt es Bild- und Tonaufnahmen davon aus allen erdenklichen Perspektiven. Man weiß nie, wann man den Content nochmal gebrauchen kann.

Im Zoom-Zeitalter ist die Dokumentationsgefahr ungleich höher. ALLES wird mitgeschnitten. Und wer Zugriff auf die Aufzeichnung hat oder verschaffen kann, findet schnell neue Freunde in der Belegschaft.

Digitale Freiheit goes X-mas-Party: Der letzte Tipp

Die IT schon vor der Party zu informieren, dass die Tastatur klebt, erübrigt peinliche Fragen beim Rechnertausch am Montag.

Wir wünschen euch gute Parties! #staysave

Digitale Freiheit post X-mas 2020

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