Digitaler Impfpass mit Start-up-Spirit [Netzfund]

Digitaler Impfpass Netzfund
Quelle: Lukas / Unsplash

Wer hätte das gedacht: Die Digitalisierung und Deutschland werden vielleicht doch noch Freunde. Zwar nicht ganz freiwillig, aber sind wir mal nicht allzu streng. Bereits im Sommer soll der digitale Corona-Impfpass kommen und europaweit gültig sein.

Digitaler Impfpass safe and sound

Der digitale Impfpass wird von dem Kölner Start-up Ubirch kommen. IBM und das Systemhaus Bechtle kümmern sich um Anbindung und Umsetzung. In Bayern und Baden-Württemberg wird die Technik teilweise schon jetzt genutzt.

Jaja, aber wie funktioniert er denn jetzt? Nach deiner Impfung wird direkt vor Ort ein QR-Code generiert, in dem deine persönlichen Daten und Daten rund um die Impfung enthalten sind. Der QR-Code sagt quasi: Max Mustermann wurde dann … und von … damit … geimpft. Jetzt noch den QR-Code mit passender App oder in der digitalen Wallet mitgenommen und schon bist du stolzer Besitzer des digitalen Impfpasses. Nicht-Smartphone-Nutzer bekommen den Code stattdessen auf eine Plastikkarte gedruckt. Bis dahin bereits geimpfte Personen bekommen ihren QR-Code natürlich nachträglich.

Sicher sind die Daten auch noch, denn sie werden nicht zentral gespeichert. Lediglich ein Prüfwert wird generiert und in einer Blockchain bzw. einem dezentralen Datensatz abgelegt. Dieser wird auf den Servern der Digital-Genossenschaft »Govdigital« gespeichert. Willst du bei entsprechenden Lockerungen endlich mal wieder in Kino, Theater, Fußballstadien und Co., überprüft die Software des Veranstalters nur, ob die Prüfsummen des QR-Codes und der Blockchain übereinstimmen.

Du merkst schon, die eigentlichen Daten werden nie online übermittelt. Die Ubirch-Software ist damit unveränderbar, nicht auslesbar, nicht löschbar und fälschungssicher. Traumhaft, was will man denn mehr? 😉

Digitaler Impfpass goes Goodbye Deutschland

Damit geht’s auch wieder problemlos ins EU-Ausland – insofern es die Pandemiebestimmungen erlauben – denn die Lösung ist voll kompatibel mit dem eHealth-Netzwerk der EU. Zeigst du deinen Code im EU-Ausland vor, erkennt das System dank hinterlegter Ortsinformation: Ah, das ist ein Urlauber aus Deutschland, da muss ich bei GovDigital für die Bestätigung nachfragen. Also gar kein Problem im Ausland.

Eine sehr, sehr coole Lösung von Ubirch, wie wir finden, was sagst du? 😊

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