Buchhandel

Die „Kostenloskultur“ hält auch im Buchhandel Einzug und sorgt für ein Umdenken bei den bisherigen Geschäftsmodellen. Durch rückläufige Auflagen und Abonnementenzahlen büßen Verlagshäuser an Umsatz und Beliebtheit gegenüber den digitalen Medien ein. Die Verlage wehren sich zwar gegen Konkurrenten wie Amazon, doch auf kurz oder lang muss auch in dieser Branche die digitale Transformation stattfinden. Streaming-Dienste für E-Books, Sharing-Angebote oder Streams digitaler Bücher sind nur ein Teil dieser umfassenden Entwicklung innerhalb des Buchhandels.

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Herausforderungen für die Verlagsbranche im digitalen Zeitalter

Bücher GrafikBevor wir uns in dieser kleinen Serie den Trends im Buchhandel zuwenden, wollen wir uns im heutigen Beitrag mit der Digitalisierung als Hintergrund für den Wandel in der Buchbranche beschäftigen.
Im ersten Teil ging es um die Rolle des Autors in diesem Umwandlungsprozess.

Der ist vor allem durch die rückläufige Zahl der verkauften Bücher gekennzeichnet, es entsteht ein immer stärkerer Wettbewerb zwischen Buchhandlungen und dem Online Buchhandel. Der Markt war schon länger starken Konzentrationsprozessen unterworfen, man denke nur an die zahlreichen Buchhandlungen, die Thalia Schritt für Schritt übernommen hat.

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Sang- und Klanglos: Studenten-Bücherbörse Bookya ist offline

Bookya Bücherbörse für Studenten ist offlineLange war es still um Bookya, der Plattform, auf der Studenten ihre gebrauchten Bücher loswerden und sich für das nächste Semester eindecken konnten. Nun ist Bookya.de offline, ohne dass es eine Ankündigung oder eine Meldung über die Gründe gegeben hätte.

Besonderheit der 2007 gegründeten Bücherbörse war der lokale Fokus, wodurch die Studenten sich unkompliziert auf dem Campus treffen und dabei Versandkosten sparen konnten.

Vermutlich hat es Bookya nicht geschafft, dauerhaft die kritische Masse der sich ständig erneuernden Studentenschaft zu erreichen.
Jetzt findet sich nur noch das Verkaufsangebot für die Domains auf der Seite.

Schade, dass das Konzept, das man heute zum SoLoMo (Social – Local – Mobile) Commerce gezählt hätte, nicht aufging.

Edit 30.07.2012: Mehr zu den Hintergründen findet ihr bei deutsche-startups.de

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Warum die Verlagsbranche neue Wege beschreiten muss – aber nicht kann

Bücher GrafikEs mutet schon paradox an: Einerseits zählen Bücher zu den Gütern, die im E-Commerce als die Produkte mit dem größten Wachstumspotenzial gehandelt werden, neben Mode, Kosmetik und Möbeln. Andererseits wird immer wieder festgestellt, wie groß der Nachholbedarf der Buchbranche ist, was das Internet, E-Commerce und Social Media angeht.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob es sich dabei wirklich um einen Nachholbedarf handelt, dem schlichtweg nicht nachgegangen wird. Es gibt eine ganze Handvoll Gründe, warum es sich hier nicht so einfach verhält, wie in anderen Versandhandelssparten, was ich im Folgenden ausführen möchte.

Nimmt man Mode als Beispiel: Um auf den klassischen Vertriebswegen und im Internet gut aufgestellt zu sein, passen die Händler ihre Strategie an die neuen Anforderungen an, damit sie der Offensive der neuen Player mit reiner Onlinestrategie begegnen können. Wichtig dabei ist auch, die Logistik dem Tempo des E-Commerce anzupassen und sich für die sozialen Netzwerke zu öffnen.

Wer so handelt, macht schon vieles richtig. Warum gilt das nun nicht für den Buchhandel? Der Grund: Das Geschäft mit der Mode ist leichter skalierbar als das mit Büchern. Bei letzterem gibt es nämlich einen Beteiligten, der eigentlich zentral ist, bei der Diskussion um neue Strategien jedoch häufig vergessen wird: Der Autor.

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Um Himmels Willen – Weltbild Verlagsgruppe wird doch nicht verkauft

Der Papst ist “not amused” (das sagt man doch so?) – offenbar haben sich in das Sortiment des Buchhandelsunternehmens über 2.500 Erotik- und Sextitel geschlichen. Wie das in einem Unternehmen passiert ist, das zu 100% der katholischen Kirche gehört, ist nicht bekannt. Mehr noch: Im Weltbild-Katalog finden sich Bücher, die unter abseitige Kategorien wie Esoterik, Magie und Satanismus fallen.

Weltbild erotische Buecher Screenshot

Damit sorgte der Verlag im vergangenen Jahr für einen Skandal, vor allem in den eigenen Reihen, wie die Schlagzeile “Deutsche Bischöfe weiter aktiv im Pornogeschäft” auf katholisches.info erahnen lässt.

Ja Kruzifix, jetzt ist auch noch der geplante Verkauf des Verlags gescheitert. Er wird nun in eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts umgewandelt, ansonsten bleibt alles beim Alten.

Wir finden: Eine gewisse Expertise, was Sexskandale, Magie und Satanismus angeht, ist der katholischen Kirche nicht abzusprechen, von daher ist der Weltbild-Verlag dort vermutlich gut aufgehoben.

Wir wünschen ein schönes Wochenende!

Via Golem.de

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Pottermore, Small Demons & Everything Butt Art weisen den Weg in die Zukunft des Buches

Während in Deutschland noch immer über Chancen und Möglichkeiten im Buchhandel diskutiert wird, werden im englischsprachigen Raum längst Nägel mit Köpfen gemacht.

Scheinbar unumgängliche Instanzen wie Verlage und Händler verlieren an Bedeutung, die Grenzen zwischen der Welt in den Büchern und unserer eigenen lösen sich auf.

Wir stellen euch neben dem bekanntesten Beispiel Pottermore noch zwei weitere spannende Projekte vor, die nicht nur den Buchhandel, sondern auch unseren persönlichen Zugang zu Büchern verändern werden.

1. Pottermore

Pottermore Screenshot

Formal betrachtet ist Pottermore eine Verkaufsplattform, über die die Harry Potter-Saga im Hörbuch- und E-Book-Format angeboten wird. Die Autorin umgeht damit die die Infrastruktur des Buchmarktes. Doch das ist nicht der einzige Rahmen, der hier gesprengt wird:
Pottermore ist gleichzeitig eine Community-Plattform, die Elemente eines Online-Spiels mit einschließt. Die Fans betreten die Welt des berühmten Zauberlehrlings, werden beispielsweise einem Hogwarts-Haus zugeteilt, lernen Zaubersprüche und können sich mit anderen Nutzern duellieren. Außerdem erhalten sie Zugriff auf zusätzliche Inhalte, Hintergrundinformationen und Notizen.

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Erfolgreich im Onlinegeschäft: Sieben Social Media Basics für Verlage

Social Media Basics für die VerlagsbrancheDer strukturelle Wandel im Verlagswesen ist schon seit längerer Zeit kein Geheimnis mehr. Das Onlinesegment wird auch für die eher traditionell eingestellten Buch- und Zeitschriftenverlage immer unumgänglicher.
Die aktuellen Entwicklungen auf dem Buchmarkt und der Innovationsdruck, dem viele Verlage gegenüberstehen, waren auch Thema auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse.

Leander Wattig, der Web-Szene bekannt als Blogger und Social-Media-Experte, beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Umbruch in der Verlagsbranche. In seinem Vortrag „Facebook, Google+ & Co.: Erfolgsfaktoren und Erfolgsbeispiele“ gab er in Leipzig wertvolle Tipps, wie Verlage in einem zunehmend von der sozialen Komponente getriebenen Online-Business langfristig erfolgreich sein können.

Die größte Herausforderung für Unternehmen – und für Verlage im Besonderen – besteht laut Leander Wattig nämlich darin, sich mit den Kunden in eine ständige Interaktion zu begeben. Und das funktioniert eben nur dort, wo die Zielgruppe einen Großteil seiner Zeit verbringt: online, in den sozialen Netzwerken.

» „Nur wer sich in die Aufmerksamkeitsströme seiner Zielgruppe einklinkt und es schafft, die Startseiten – also Facebook, Google + und Twitter – der Netzwerkuser zu erobern, macht sich für seine Zielgruppe sichtbar und wird online erfolgreich agieren“, davon ist Leander Wattig überzeugt. «

Kurz gesagt: Verlage, die ihre Kunden erreichen und einbinden möchten, müssen nicht nur wissen, wie (und wo) diese kommunizieren und was sie interessiert. Sie kommen auch nicht umhin, mit relevanten Informationen in den Newsstreams ihrer Zielgruppe präsent zu sein.

Auf der Leipziger Buchmesse gab Leander Wattig Verlagen sieben „Social Media Basics“ an die Hand, ohne die keine Online-Strategie auskommt. Um (auch technisch) zum Informationsstrom der sozialen Netzwerke Zugang zu haben und dort wahrgenommen zu werden, sollten Verlagshomepages und deren Inhalte dabei folgende Kriterien erfüllen:

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Zukunftsmodelle in der Online-Buchbranche

Soeben habe ich einen interessanten Artikel über die Zukunft der Buchbranche auf Exciting Commerce gefunden. Momentan verharren Verlage noch in alten Strukturen und erreichen eine zunehmend kleiner werdende Käuferschicht,was den stationären Handel betrifft.

Laut einer GfK-Studie nimmt der Online-Anteil innerhalb der Buchbranche seit vier Jahren kontinuierlich zu und durch die vielen Online-Angebote wird der Markt für Bücher immer fragmentierter. Über klassische Wege können Autoren bei einem bereits renommierten Verlag ihr Werk anbieten und von dessen Namen und Strukturen profitieren oder sich und ihr Werk über Online-Anbieter auf eigene Faust vermarkten.

Für Shopbetreiber wird in Zukunft relevant sein die Möglichkeit für Autoren bereitzustellen, um die Produkt- bis hin zur Preisgestaltung oder auch die gesammte Vermarktung einfach umsetzbar zu machen.
Ein Service, der das Publizieren vereinfacht ist epubli.

Zukunftsmodelle in der Online-Buchbranche

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Holtzbrincks Nachrichtenseite Zoomer.de geht offline

Wir haben ja am Anfang noch gesagt, dass es abzuwarten bleibt, was mit Zoomer in Zukunft noch passieren wird. Zoomer.de ist heute das Sorgenkind der Verlagsgruppe Holtzbrinck. Es ist ein humpelndes, laut schreiendes und deshalb nerviges Sorgenkind geworden. Und wenn man das Geschrei nicht mehr aushält, und sich im Wohnzimmer die Finanzkrise breit macht, dann gibt man das nervige Sorgenkind ins Heim. Die Verlagsgruppe Holtzbrinck hat beschlossen, Ende Februar den Stecker der eigenen „Nachrichtenseite” Zoomer zu ziehen.

Damit verabschiedet sich das Boulevardblatt, auf dem man mit gekonnt dicken Aufhängern von der journalistischen Qualität abzulenken versuchte und auf dem man Hochvoten konnte (bis der Arzt kommt). Noch vor zwei Monaten hörte man vom Geschäftsführer folgende Worte:

» „Zoomer.de” ist im Anzeigenmarkt sehr erfolgreich und hat im Moment viel zu wenig Anzeigenflächen für die große Nachfrage nach der Zielgruppe der 15- bis 30-Jährigen, die “Zoomer.de” sehr genau erreicht. „Zoomer.de” ist ein Startup und wird in der härteren Zeit jetzt etwas reduziert. «

Etwas reduziert, ja. Nun, es war ein spannendes Experiment mit dem klangvollen Untertitel „Du entscheidest, was wichtig ist.” Witzigerweise steht zur aktuellen Stunde die Verkündung, man würde bald offline gehen auf Platz 1. Das ist in diesem Kontext fast ein Grinsen wert. Keins aus Schadenfreude, einfach nur wegen der Ironie.

Gefunden hier

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Das Kindle 2 von Amazon

Man wartet immer noch auf ein Statement zum Starttermin und einem Preis für die noch namenlose elektronische Zeitung des britischen Unternehmens Plastic Logic. Gebaut wird jedenfalls in der Nähe von Dresden.

Ein bisschen gespannter darf man auf den 9. Februar 2009 blicken. An diesem Tag wird es von Amazon eine Pressekonferenz im Hause Morgan Library & Museum geben. Amazon brachte im November 2007 das Amazon Kindle auf den Markt, mit dem man elektronische Bücher (E-Books), elektronische Zeitungen (E-Papers) und elektronische Zeitschriften lesen kann.

In einigen gut informierten Ecken erwartet man am 9. Februar die Präsentation des Kindle 2.

Die Bilder, die zu dieser neuen Version mittlerweile durch das Netz kursieren, sind echt.

Das Kindle 2 hat sich optisch verändert, ist insgesamt runder und ähnelt dem frühen iPod. Das „Mausrad” wurde ersetzt durch einen kleinen Joystick und auch die restlichen Knöpfe sind kleiner ausgefallen. In zwei Wochen wissen wir mehr.

Via BGR

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PONS startet kostenloses Online-Wörterbuch

Seit Oktober bietet nun auch der bekannte Wörterbuch-Verlag PONS mit PONS.eu ein kostenloses Fremdsprachen-Lexikon im Internet an.

Derzeit lassen sich dort über 3,5 Millionen Wörter in fünf verschiedene Sprachen übersetzen. Zur Wahl stehen Übersetzungen in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch. Neben weiteren Sprachen ist in der Zukunft auch eine mobile Version für Smartphones geplant. Das Angebot soll dauerhaft gratis zur Verfügung stehen und sich durch die Einblendung von Werbung finanzieren.

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