Ebay stößt StumbleUpon ab

Da sich das Web-Auktionshaus Ebay nun von seinem Ankauf des Empfehlungsportals StumbleUpon getrennt hat, dauert es vermutlich auch nicht mehr lange, bis man auch Skype wieder verkauft beziehungsweise abstößt. Für StumbleUpon (mittlerweile fast 7,5 Millionen Mitglieder) legte Ebay 2007 knapp 75 Millionen US-Dollar auf den Tisch, eine Summe, die man höchstwahrscheinlich mit dem jetzigen Verkauf nicht mehr einfahren konnte. Bereits seit September 2008 hat man erfolglos nach Käufern gesucht. Nun haben die ehemaligen Gründer, Geoff Smith und Garrett Camp, das Ruder wieder übernommen, mit hohen Zielen, die wahrscheinlich auch Wunschträume bleiben dürften: StumbleUpon soll zum weltweit größten Empfehlungsportal aufsteigen. Viel Erfolg dabei.

Und auch die ehemaligen Skype-Gründer, Niklas Zennstrom und Janus Friis, zeigen laut der New York Times Ambitionen Skype zurückzuerwerben. Ebay hatte Skype (VoIP-Dienst mit Instant Messaging-Funktionen) 2005 für umgerechnet 3,1-3,3 Milliarden US-Dollar gekauft.

Beide Zukäufe konnten sich nie profitabel in das Unternehmen Ebay integrieren. Demnächst gibt Ebay seine laufenden Quartalszahlen bekannt, es dürfte also interessant werden.

Ebay reagiert damit auf die unausgesprochene Frage, wie man sich nutzergeneriertes Web zunutzen machen kann.

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