Facebook Shops – So können Retailer das Potenzial der Social-Commerce-Plattform nutzen [5 Lesetipps]

Facebook Shops Was
Quelle: Cashys Blog

Ende Mai 2020 wurden die neuen Facebook- und Instagram-Shops vorgestellt. Das Shop-Feature ermöglicht es Unternehmen weltweit, einen Shop auf dem eigenen Profil anzubieten – völlig unabhängig von der Unternehmensgröße, Anzahl der Fans oder dem Werbe-Budget.

Shopping auf Facebook oder Instagram ist jetzt per se keine große Neuigkeit oder Superfunktion. In den heutigen Lesetipps wird jedoch aufgezeigt, über welchen Funktionsumfang die Shops verfügen, was neu ist, was noch entwickelt wird und womit Unternehmen jetzt schon anfangen können zu punkten.

Facebook will Plattform für Onlinehandel werden

Das Zuckerberg-Unternehmen erschloss jüngst ein »neues« Geschäftsfeld und will offenbar langfristig im E-Commerce Fuß fassen. Unterschiedlichste Händler können nun unkompliziert Onlineshops erstellen, die über Facebook und Instagram erreichbar sind. Hinzu kommt die »Live-Shopping« Option.

Der Shop soll vor allem kleineren Unternehmen helfen, die Corona-Krise zu überleben. Die Einrichtung der Shops ist für Händler prinzipiell kostenlos, Gebühren fallen lediglich beim abschließenden Bezahlvorgang an. Welche großherzige Samariter-Geste, wenn man davon absieht, dass Facebook durch die Shopping-Plattform Daten über das Verhalten der Kunden einbringt. Damit könnte das Soziale Netzwerk weiter an seiner Fähigkeit schrauben, Werbekunden zu den richtigen Adressaten für ihre Anzeigen zu führen.

Facebooks personalisiertes Shoppingerlebnis

Wirklich neu an der Ankündigung von Facebook Shops ist vor allem, wie die Shops nach außen auftreten können. Es ist möglich, den Shop wie eine Microsite zu personalisieren: Dafür legt man Kategorien an, stellt Headerbilder ein, ergänzt Texte, passt die Farben an und schon hat man einen komplett eigenen Shop.

Dieser Shop kann dann außerdem auf eine bestimmte Nutzergruppe personalisiert werden, so können Männern beispielsweise andere Produkte angezeigt werden als Frauen. Eine ähnliche Übersicht gab es zwar bisher schon, allerdings ohne Option, diese anzupassen.

Auch Live-Shopping wird perspektivisch eine noch größere Rolle spielen. Wer einen Shop angelegt hat, kann sich eine definierte Auswahl an Produkten aussuchen und diese in einem Livestream hervorheben. Die Zuschauer sind dann in der Lage, die Produkte anzuschauen, ohne den Livestream zu verlassen.

Facebooks Messenger als Extrapunkt

Punkten möchte Facebook auch mit der Verknüpfung seine verschiedenen Dienste. Es wird also möglich sein, einen Onlineshop per WhatsApp, Facebook Messenger oder die Chatfunktion von Instagram anzuschreiben und somit Informationen über Produktdaten, Versandbedingungen oder Sonderangebote zu erhalten.

Wenn im Facebook-System eine Kreditkarte hinterlegt ist, kann direkt damit bezahlt werden. Das Anprobieren von Kleidung soll mit Hilfe von Augmented Reality erleichtert werden, bei der virtuelle Inhalte auf dem Display mit realen Bildern gemischt werden.

Facebook kann mit seinen 2,6 Milliarden Nutzern und einem perfekt ineinandergreifenden Werbesystem neben Amazon und Ebay eine Big-Player-Handelsplattform werden. Die Shopping-Initiative dürfte zeitgleich die Aufmerksamkeit von Regulierern auf sich ziehen. Die Entwicklung diesbezüglich wird spannend bleiben. Wir bleiben am Ball.

5 Lesetipps:

Introducing Facebook Shops [Facebook]

Facebook rollt Plattform für Onlineshops aus [Onlinehändler News]

„Facebook Shops“: Was ein E-Commerce-Experte von Facebooks neuem Angebot hält [OMR]

Der Überblick zu Instagram- und Facebook-Shops. Alle Funktionen im Überblick [allfacebook]

Deutschland eines der ersten Länder: Facebook startet Plattform für Online-Handel [Business Insider]

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