Google Analytics V4 ist da. Datenschutzfreundlicher dank KI? [5 Lesetipps]

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Quelle: pexels / goumbik

Google bringt sein Analyse-Tool in einer neuen Version raus: Google Analytics V4. Sie soll dank Künstlicher Intelligenz datenschutzfreundlicher eingesetzt werden können und perspektivisch das Fehlen von Cookies ausgleichen. Außerdem verschmelzen Web und App in einem geräteübergreifenden Tracking. Seit dem 14. Oktober ist die neue Version nun online. Wie gut sie wirklich ist und was sonst noch in der neuen Version steckt? Heute in den Lesetipps der Woche.

Google Analytics V4: Die nutzerfreundlichere Version

Analytics 4 fokussiert sich bei den Messungen auf den Nutzer statt wie bisher auf genutzte Geräte oder Plattformen. Dafür erstellt Google verschiedene Profile, die auf mehreren Identifikatoren basieren – unter anderem den bisher in der Betaphase befindlichen Google Signals. Diese schaffen ein geräteübergreifendes Tracking, für das Google wiederum Daten nutzt, die freigegeben werden, wenn Nutzer in ihrem Google-Konto personalisierte Werbung zugelassen haben.

Für Analytics-Anwender ergeben sich daraus keine personalisierten Nutzerprofile, sondern Statistiken über Nutzergruppen. Google selbst dürfte aber wegen der Konto-Einstellung Einsicht in die personenbezogenen Daten haben. Als Beispiel erklärt Google, könne man bei Analytics dann sehen, wo ein Kunde erstmals auf ein Geschäft gestoßen ist, also ob es etwa eine Anzeige war, und auch, ob daraufhin weitere Interaktionen folgten – die Installation einer App oder Einkäufe.

Auch rein optisch hat sich in der V4 einiges getan. So sehen Dashboards, Datenübersichten und Diagramme deutlich intuitiver aus als zuvor. Die überarbeiteten Ansichten sind deshalb auch für Einsteiger attraktiver. Ebenso attraktiv ist die Nutzung von BigQuery auch in der kostenlosen Google Analytics Version.

Google Analytics V4: Ready für die Post-Cookie-World

Google will Third-Party-Cookies abschaffen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen sie in Chrome nicht mehr unterstützt werden. Um trotzdem Marketern valide Daten zu bieten, setzt Google auf Machine Learning. Auch hier sollen nicht-personenbezogene Informationen, wie etwa Gerät, Zeit und Interaktionstyp zusammengeführt und abgeleitet werden. Google bezeichnet das als Modeling.

Wer Google Analytics einsetzt, kann künftig auch entscheiden, wie Nutzerdaten gesammelt und eingesetzt werden, also inwieweit eine Anzeige auf den Analyse-Daten beruht. Das hilft perspektivisch dabei, mit zukünftigen Nutzererwartungen, rechtlichen Entwicklungen und technologischen Standards für den Datenschutz umzugehen.

Dank künstlicher Intelligenz kann Analytics künftig auch die Anwender informieren, sobald sich Trends abzeichnen, auf die es sich für Werbetreibende lohnt, zu reagieren. Dazu gehören etwa neue Produkte, die verstärkt nachgefragt werden. Auch die Voraussagen über Kundenverhalten sollen besser sein. Die künstliche Intelligenz berechnet unterschiedliche Werte wie die Absprungwahrscheinlichkeit oder auch den potenziellen Umsatz, der mit einer bestimmten Kundengruppe erzielt werden könne.

Google Analytics befindet sich aktuell noch in der Beta-Phase, wird aber ständig weiter mit neuen Features ausgebaut. Welche Features das sein werden? Wir bleiben für euch am Ball.

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