Google Universal Analytics wird eingestellt: So stellt ihr die Analyse eurer Daten sicher [5 Lesetipps]

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Quelle: Myriam Jessier | unsplash

Abschiede sind niemals leicht. Im Fall von Universal Analytics sind sie auch noch mit viel Aufwand verbunden. Aber Unternehmen haben keine Wahl mehr, denn schon nächstes Jahr wird Universal Analytics eingestellt.

Laut aktuellen Statistiken nutzen 56,7 Prozent aller Website-Betreiber Google Analytics. Diese sollten also jetzt reagieren, denn die Evaluierung alternativer Systeme sowie die Implementierung und Einarbeitung in das neue System erfordern finanzielle und personelle Aufwendungen.

Google Universal Analytics: Das Ende naht

Dass Universal Analytics als Legacy-Produkt gilt, wissen wir inzwischen, aber jetzt gibt es auch ein konkretes Datum für die Einstellung der Trefferverarbeitung. Ab dem 01. Juli 2023 nehmen die standardmäßigen Analytics-Properties, die Berichte und Daten enthalten, keine neuen Hits mehr auf.

Die Einstellung der Verarbeitung bei Universal-Analytics 360 folgt dann im Oktober. Zuvor erhobene Daten bleiben noch mindestens sechs Monate in Universal Analytics gespeichert.

Trotzdem ist es wichtig, dass Website-Betreiberinnen und -Betreiber sich bereits jetzt mit alternativen Lösungen vertraut machen und bereits eine reliable Datengrundlage im neuen System schaffen.

Google Analytics 4: Ist der Nachfolger eine gute Alternative?

Laut dem Produkt-Management-Verantwortlichen für Google Analytics, Russell Ketchum, wurde Universal Analytics »für eine Generation von Online-Messverfahren entwickelt, die im Desktop-Web, in unabhängigen Sitzungen und in leichter beobachtbaren Daten aus Cookies verankert waren«.

Deswegen solle Google Analytics 4 (GA4) insbesondere das plattformübergreifende Tracking verbessern und datenschutzorientierter arbeiten. Zum Beispiel werden IP-Adressen anonymisiert.

Eine der größten Änderungen ist, dass es in GA4 keine Filtermöglichkeiten mehr auf Property- und Datenansichtsebene gibt. Das bedeutet wiederrum, dass lediglich unternehmensinterner – und Partner-Traffic ausgeschlossen werden kann.

Um das Tracking von Daten auch ohne Cookies zu ermöglichen, verwendet GA4 »Federated Learning of Cohorts«, kurz FLoC, das auf Machine Learning und künstlicher Intelligenz basiert. Bei der Methode werden Daten über das Suchverhalten von Userinnen und Usern gesammelt und identische Suchanfragen in einer Gruppe (Kohorte) zusammengefasst.

Die FLoC Tracking-Methode steht allerdings erheblich unter Kritik, unter anderem weil Webseiten so auch Surfgewohnheiten von Nutzerinnen und Nutzern kennen, die die Seite nie zuvor besucht haben.

Wer außerdem denkt, dass das Upgrade auf die nächste Version mit einem Klick getan ist, den müssen wir leider enttäuschen. Denn bestehende Set-ups von Universal Analytics lassen sich nicht einfach in GA4 übertragen. Eine neue Property sowie das Tracking müssen neu eingerichtet und geplant werden.

Google Analytics: Immer die erste Wahl?

Da also der Systemwechsel so oder so mit Aufwand verbunden ist, macht es gerade jetzt Sinn, über alternative Analysetools nachzudenken. Denn nicht für alle Unternehmen muss eine Google-Lösung die beste Wahl sein.

So erfordert der Umgang mit Google Analytics beispielsweise viel Know-how und regelmäßige Änderungen führen zu zusätzlichem Aufwand. Auch aufgrund der erheblichen Kritik, dass Google unverhältnismäßig viele Informationen über Nutzerinnen und Nutzer sammelt, lohnt sich eine rechtssichere Alternative.

Im Vergleich zu Google Analytics bietet die kostenlose Version des Tools Piwik Pro neben dem Analytics Modul und dem Tag Manager zusätzlich einen Consent Manager und gegen Bezahlung eine Customer Data Platform. Diese Features ermöglichen es, den aktuellen Datenschutzverordnungen gerecht zu werden.

Das Analysetool Matomo wird beispielsweise komplett auf eigenen Servern gehostet und garantiert somit hohe Datensicherheit. Außerdem überzeugt das Tool mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche und eigenen Features, welche die Bedienung und somit den Zugriff auf die Analysedaten erleichtern.

Gerne beraten euch unsere Webanalyse-Expertinnen und –Experten dabei, das richtige Tool für eure Anforderungen zu finden. Hier könnt ihr mit dem dotSource Digital-Marketing-Team Kontakt aufnehmen und euch hilfreiche Tipps holen, wie ihr noch mehr aus euren Daten rausholen könnt.

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