#ichmagsdigital – auch meinen Kassenbeleg [Netzfund]

#ichmagsdigital Kassenbon
Quelle: Unsplash

Feierabend. Noch kurz ein Abstecher in den Supermarkt und zwei, drei Kleinigkeiten fürs Abendessen kaufen. An der Kasse wirst du gefragt, ob du einen Beleg brauchst. Tsss. Wofür? Kopfschüttelnd verneinst du die Frage. Tja, aber der Bon wird dennoch gedruckt. Denn mit dem Jahreswechsel kam auch die Bonpflicht. Bitte, was?

#ichmagsdigital: Bonpflicht ist Bonwahnsinn

Mit der Bonpflicht möchte die deutsche Regierung dem ausufernden Steuerbetrug Einhalt gebieten. In anderen Ländern, wie beispielsweise Frankreich, bewegt sich die Diskussion währenddessen in die entgegengesetzte Richtung. Denn dort verabschiedet man sich peu à peu von den analogen Belegen. Per Gesetz!

In Deutschland trifft die Einführung der Bonpflicht auf Widerstand (auf beiden Seiten der Kasse). Dabei geht es nicht nur um die unglaublich lästige Situation per se, sondern auch um die Folgen für die Umwelt: zwei Millionen Kilometer! mehr Kassenbonpapier im Jahr, dafür, dass wir kleinen Zettel in den meisten Fällen ohnehin postwendend entsorgen, wenn wir sie denn nicht direkt dem Kassierer überlassen. Sinnlos. Und die reinste Verschwendung.

Um der traditionellen Zettelwirtschaft entgegenzuwirken, gibt es nun jedoch einen innovativen Gegenentwurf. Ein junges Start-up namens »epap« hat eine App entworfen, in der man alle Kassenzettel, die man so von Tag zu Tag ansammelt, in digitaler Form speichern und jederzeit abrufen kann.

Darüber hinaus bietet die App auch eine individuelle und automatische Auswertung der eigenen Ausgaben an und ist vor allem für Garantiefälle hervorragend geeignet. Und als ob das nicht schon genug Mehrwerte wären, schont epap mit seiner App nicht nur die Umwelt, sondern legt sogar noch einen drauf: das Start-up spendet einen Teil des erwirtschafteten Umsatzes direkt in die Aufforstung des Regenwaldes und macht somit aus ursprünglich negativen positive Auswirkungen für die Umwelt. Hut ab! (Und Zettel weg)

Aber natürlich müssen Händler und Ladenbesitzer erst überzeugt werden, an der Initiative teilzunehmen. Da mit epap jedoch kaum zusätzliche Aufwände entstehen (es bedarf lediglich eines Software-Upgrades, welches sogar individuell angepasst werden kann), spricht eigentlich nichts dagegen, mit dem Start-up zusammenzuarbeiten.

Mithilfe der App kann also jeder von uns ohne viel Aufwand der Umwelt etwas Gutes tun und so dem Wahnsinn der (Kassen)Zettelwirtschaft ein Ende bereiten (oder ihn zumindest einschränken 😉).

Wir finden’s genial und hoffen, dass Initiativen wie epap sich durchsetzen.

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