KI: Wenn Klassik auf Moderne trifft [Netzfund]

KI Beethoven Netzfund
Quelle: Soundtrap | unsplash

Ob Rock oder Pop, leise oder laut: Musik prägt unseren Alltag, bewegt uns, ruft Emotionen in uns hervor. Sie ist vielfältig und ihre Geschichte reicht weit in die Vergangenheit zurück. Und wer kennt nicht die großen Künstler der Klassik wie Bach, Mahler oder Schubert? Aber das was sie konnten, können jetzt auch Künstliche Intelligenz. Diese komponierten bereits Stücke der alten Klassik zu Ende.

KI: Ein wahres Multi-Talent

Wie aber ist es möglich, dass KIs jetzt auch noch musizieren können? Das Zauberwort lautet: Algorithmen. Einige Module in deren Codes machen sich Natural Language Processing zunutze, sodass Musik für sie wie Spracheinheiten bewertet werden können, die es dann zu erlernen gilt. Damit kann der weitere Verlauf eines Satzes in 20 oder auch in 100 verschiedenen Fassungen angeboten werden.

Solche Projekte sind besonders für die Forschung spannend, denn sie geben Aufschluss darüber, wie Maschinen Menschen unterstützen oder bei kreativen Leistungen imitieren könnten. Musik zu erschaffen ist dabei für eine KI weitaus weniger problematisch, als menschliches Sehen oder Hören zu reproduzieren. Wie weit sich KIs dahingehend noch entwickeln, bleibt gespannt abzuwarten.

KI: Übung macht den Meister

Ta-ta-ta-taaaa: Eine KI hat nun die 10.Sinfonie oder auch »Unvollendete« von Beethoven beendet. Anlässlich seines 250. Geburtstags und dem Beethovenfest am 9. Oktober, haben die Deutsche Telekom, verschiedene IT-Experten wie der New Yorker IT-Experte, Ahmed Elgammal und weitere Musikwissenschaftler, extra einen neuen Algorithmus dafür entwickelt. Das Ziel: Das Stück so nah an Beethovens Stil und künstlerischer Vision wie nur möglich zu beenden. Dazu wurde die KI immer wieder mit den Überbleibseln alter Kompositionsnotizen und Noten gefüttert sowie trainiert.

Die größte Herausforderung lag darin, Brücken für einzelne Phrasen zu bilden und diese dann zu einer komplexeren, orchestrierten Fassung auszubauen. Bisher war dies nämlich nur für wenige Sekunden möglich.

Musikalische Grundlagen wie Trio oder Fuge, musste sich die KI im Beethoven Stil erst mittels passender Machine Learning Methode aneignen. Am Ende war es ihr aber möglich, selbstständig Verbindungen zwischen harmonisch klingenden Tönen zu erstellen, diese wieder ins System zurückzuspielen, neue Noten hinzuzufügen und das Stück zu vollenden. Schließlich kam es zur Orchestrierung.

Wenn ihr euch selbst von der Qualität und Umsetzung der KI-Sinfonie überzeugen wollt, könnt ihr euch hier die Aufzeichnung der Uraufführung kostenlos ansehen 😉

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