Muse muss ran – Hi, die digitale Nanny [Netzfund]

Digitale Nanny Muse App
Quelle: Unsplash

Na? Auch seit Corona mit den Kindern im Homeoffice gefangen? Viele Eltern sind aufgrund von immer noch zum Teil geschlossenen Kindergärten und Schulen mit ihren Liebsten zu Hause. Das kann auf Dauer ganz schön anstrengend sein und sowohl die Arbeit als auch die Beziehung zu den Kleinen strapazieren.

Welche App für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgt und sogar die Beziehung zu den Kindern verbessert, zeigen wir heute im Netzfund der Woche.

Muse: Erziehungstipps per App

Muse ist ihr Name und sie soll Eltern dabei helfen, ihre Kinder nicht nur zu erziehen, sondern auch die Bindung zu verstärken. Klingt utopisch, kann aber funktionieren. Doch wie genau?

Zuerst einmal muss man die App Muse herunterladen. Diese funktioniert mit einer künstlichen Intelligenz, die durch Input der Eltern dazulernt. Dabei werden 50 verschiedene Eigenschaften über das Kind gesammelt. Ein Algorithmus wertet dann aus, in welchen Bereichen noch Schwachstellen liegen. Dementsprechend spielt sie den Eltern Aufgaben zu, die sie erledigen sollen.

Zum Beispiel fordert sie auf, das Kind ein Buch aussuchen zu lassen oder schlägt ein gemeinsames Spiel vor. Täglich werden Fragen zum Kind gestellt, um es kennenzulernen und passende Aktivitäten vorzuschlagen. Je länger und intensiver man die App nutzt, desto besser passt sie sich der Eltern-Kind-Beziehung an.

Muse: Die Idee dahinter

Die Neurowissenschaftlerin Vivienne Ming steckt hinter Muse. Ihr Ziel ist es, den Charakter von Kindern auf der ganzen Welt zu beeinflussen, um sie zu glücklicheren »kompletteren Menschen« zu machen. Ah ja. Auch wenn man die Intention hinterfragen kann und sollte, gut gemeint ist sie sicher. Auch für einige Eltern mag all das bedrohlich klingen. Arbeitet der Algorithmus doch mit teilweise echt intimen Daten. Doch Erfahrungsberichten zufolge erweitert die Nutzung der App tatsächlich subtil die Fähigkeiten des Kindes und auch das Bewusstsein der Eltern.

Vielleicht fehlt euch ja noch eine Idee für eine Eltern-Kind-Aktivität am Wochenende. Probiert es doch mal aus und lasst euch von Muse inspirieren. Wir sind gespannt auf euer Feedback.

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