Das Hurrikan Widget von und für MySpace

Es klingt so dramatisch, als wäre man mitten drin im Auge des Hurrikans „Gustav“. Die Federal Emergency Management Agency (kurz FEMA) hat nun aus aktuellem Anlass und in „Windeseile“ ein MySpace-Widget gebaut bekommen, das aktuelle Informationen zum Stand des Hurrikans „Gustav“ liefert.

Laut Techcrunch soll es den Menschen weiterhelfen, die sich auf der Suche nach Opfern befinden, indem sie auf Notstand-Familien-Verzeichnisse der FEMA zugreifen können oder die Bewegungen des Hurrikans nachvollziehen können. Jenes sowohl auf Englisch, als auch auf Spanisch. Das zum Inhalt.

Die Frage ist, ob dieses MySpace-Widget, das sich nur auf MySpace-Seiten integrieren lässt, wirklich einen Hilfe-Nährwert liefert. Man wird durch das Link-Following auf dem Widget zwar zur Regierungsseite oder der FEMA direkt durchgereicht, aber an sich kann von einer Hilfe keine Rede sein. Die Idee hinter diesem Widget ist fadenscheinig. An sich kann es nur positiv bewertet werden, auf einer Social Plattform wie MySpace die Dynamisierung der User dafür zu nutzen, Informationsmöglichkeiten bereitzustellen. Aber der springende Punkt ist, dass eben Informationen bereitgestellt werden und man sich fragen muss wozu. So kann man dieses Unterfangen auch als Demonstration sehen, dass die FEMA aus den Fehlern vom Hurrikan-Katrina-Desaster gelernt hat.

Oder haben Homeland Security, der MySpace’s Chief Security Officer und President hier ein Baby auf die Welt gebracht, das Klicks einfahren soll um die Statistik aufzupolieren? Es wäre traurig, wenn ja.

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YouTube: Werbung statt Abmahnung bei illegalem Content

Die Musik- und Filmindustrie reagierte bisher bei urheberrechtlich geschützten Inhalten, die illegal auf der Videoplattform YouTube veröffentlicht wurden, recht gereizt und mit unzähligen Abmahnungen.

Diese Vorgehensweise von Seiten der Rechteinhaber könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn anstatt die Löschung illegal hochgeladener Filme zu erzwingen, verdient die Musik- und Filmindustrie mittlerweile wohl ganz gut an der Werbung die im Umfeld dieser Videos geschaltet wird.

Möglich macht es die von Google bereits Ende letzten Jahres eingeführte Video ID Technologie. Diese ermöglicht es den Rechteinhabern ihr Material mit den bei Youtube eingestellten Inhalten abzugleichen. Wird ein Urheberrechtsverstoß festgestellt, hat der Rechteinhaber die Wahl, das Video entfernen zu lassen, oder Werbung auf der Seite schalten zu lassen, die das Video anzeigt. Die vom jeweiligen Video erzielten Werbeeinnahmen gehen dann an den Rechteinhaber.

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RottenNeighbor nicht erreichbar: Internetzensur in Deutschland?

Zahlreichen Blogberichten zufolge ist das bereits in den letzten Wochen unter Kritik geratene Nachbarschafts- bewertungsportal RottenNeighbor.com seit dem Wochenende von zahlreichen deutschen Internetprovidern aus nicht mehr erreichbar.

Ob dafür lediglich ein technisches Problem verantwortlich ist, oder ob doch mehr dahinter steckt (Internetzensur?), darüber wird vielerorts noch gerätselt. Wirklich aufgeklärt werden konnte der Sachverhalt nach meinem derzeitigen Wissenstand aber noch nicht. Allerdings mehren sich die Stimmen und Anzeichen das der Zugriff auf RottenNeighbor tatsächlich gesperrt ist und Deutschland zurzeit den ersten Fall von Internetzensur erlebt.

Wenn dem so ist wäre dies natürlich, ganz unabhängig davon wie man zu Angeboten wie RottenNeighbor steht, eine sehr bedenkliche Entwicklung. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Sache schnell aufklärt.

Von meinem Arbeitsplatz aus komme ich übrigens problemlos auf die Seite. Könnt Ihr denn auf RottenNeighbor zugreifen? Und was haltet Ihr von der ganzen Geschichte?

Update 2013: RottenNeighbor ist offline.

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Studie: Handel verpennt aktuelle E-Commerce Trends

Eine Vorabauswertung der ECC Handel Studie „Internet im Handel“ zeigt, dass eine stetig wachsende Zahl deutscher Händler das Internet als Vertriebskanal nutzt.

» Demzufolge sank binnen Jahresfrist der Anteil der Händler, die noch überhaupt keinen Umsatz über das Web generieren, im B-to-C-Bereich von 26,8 Prozent im Jahr 2007 auf jetzt 22,8 Prozent. Im Gegenzug stieg der Anteil der Händler, deren E-Commerce-Umsatz bereits über zehn Prozent ausmacht, drastisch an. 10,4 Prozent der Umfrageteilnehmer melden Internet-Umsatzanteile von zehn bis 25 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Der Anteil der Händler, die über 25 Prozent ihres Umsatzes über das Web generieren, stieg noch stärker von 26,8 auf 32,1 Prozent. «

Allerdings kommt die Studie auch zu dem Schluss, dass der deutsche Handel die Potentiale des modernen Internethandels nicht konsequent ausnutzt. Immerhin bekundeten knapp zwei Drittel der befragten Händler, ihre Website im vergangenen Jahr nicht an neue E-Commerce Trends, angepasst zu haben. Gerade mal 9,4 Prozent der Händler haben bereits interaktive Bewertungssysteme in ihren Shop integriert. Auch Tagging, RSS Feeds und Foren finden sich nur in einem verschwindend geringen Teil der Onlineshops wieder.

Es ist eigentlich nur schwer nachzuvollziehen warum trotz ständig steigender E-Commerce Umsätze, in den meisten Online Shops weiterhin lediglich digitale Verkaufsregale aufgestellt werden. Das Ziel der konstant steigenden Umsatzgenerierung wird ohne Weiterentwicklung zukünftig nur schwer zu verfolgen sein. Es wird Zeit das der deutsche Handel aufwacht und die Potentiale von Web 2.0 und Social Commerce konsequent nutzt. Ansonsten bleibt zu befürchten, dass der Handel nicht nur Weihnachten verpennt.

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Produkt der Woche: Die teuerste Taschenlampe der Welt

Die teuerste Taschenlampe der WeltOutdoor Aktivitäten sind ja auch deswegen so beliebt weil sie normalerweise nicht die Welt kosten. Das kann man doch ändern, dachte sich der Hersteller Surefire bei der Entwicklung der Taschenlampe THE BEAST II.

Mit einem Kaufpreis von sagenhaften 5419 Euro ist THE BEAST II nämlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die teuerste Taschenlampe der Welt.

Der Hersteller rechtfertigt den Preis mit diesen durchaus beeindruckenden technischen Daten:

  • 2300 Lumen mit dem 35 W Gasentladungsbrenner

Mit 2300 Lumen kann man es sich nachts im Zelt auf jeden Fall gemütlich machen. ;) Aber kann mir bitte mal jemand erklären was ein Gasentladungsbrenner in einer Taschenlampe verloren hat?

Update 2012: Leider ist THE BEAST II nicht mehr erhältlich.

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Houserocker

Ebenso wie Robert hat auch Handelskraft eine eMail von Jan Reimann (houserocker.com) erhalten, in der wir gebeten wurden den neu gestarteten Onlineshop bei uns im Blog vorzustellen. Anscheinend möchten die Macher viele Blogleser als Kunden gewinnen ;).

Die Optik der Seite macht einen guten Eindruck. Das wichtigste beim Modeverkauf ist ja die visuelle Darstellung der Produkte. Wie schon im Beitrag auf Basic Thinking erwähnt wird, plant man hier in Zukunft Videos von jedem Produkt einzupflegen, aber auch die aktuellen Bilder wissen zu gefallen.

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Amazon übernimmt das Social Network Shelfari

Golem berichtet, dass Amazon das amerikanische Nischennetzwerk Shelfari übernommen hat.

Shelfari ist eine Online Community für Bücherfans, die dort ihre Bücher katalogisieren und präsentieren können. Man kann sich das wie eine Art digitales Bücherregal vorstellen. Natürlich können die Nutzer eingestellte Bücher auch bewerten, kommentieren und rezensieren. Der Community Gedanke kommt sehr gut zum tragen, da sich Freundschaften und Netzwerke entlang der Lesegewohnheiten ergeben.

Und was hat Amazon davon? Na ganz einfach: Amazon kann seine Bücher nun direkt im Netzwerk der Bücherfreunde vertreiben. Und wenn man bedenkt, dass Shelfari vielen Nutzern als Inspirationsquelle für den nächsten Buchkauf dient und das eine Empfehlung aus dem persönlichen Online-Netzwerk mit dem gleichen Literaturgeschmack einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat, kann man Amazon zu der Übernahme von Shelfari nur beglückwünschen. Das ist Social Commerce in Reinform und für Amazon sicher lohnenswert!

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AJAX PARTNER: Neuer Treffpunkt für Startups und Business Angel

Mit AJAX PARTNER ist diesen Monat eine Onlineplattform für Startups und Investoren gestartet.

Der Nutzen für beide Seiten liegt auf der Hand. Jungen Unternehmen, auf der Suche nach Venture Capital, bietet sich eine Präsentationsplattform auf der sich auch potentielle Investoren tummeln. Und Investoren können auf der Pattform die Entwicklung der deutschen Startup Szene im Auge behalten und so neue interessante Projekte und Investmentmöglichkeiten kennen lernen.

Über ein spezielles Matching von Startups und Investoren sollen beide Seiten letztendlich zueinander finden. Zurzeit ist diese Funktionalität aber nur eingeschränkt verfügbar. Das liegt wohl daran, dass auf 40 angemeldete Startups bisher nur ein Investor kommt. Was aber nicht weiter verwunderlich ist, da die Plattform erst einige Wochen online ist und noch wachsen muss.
Gut finde ich, dass AJAX PARTNER kein reines Selbstdarstellungs-Portal ist. Andere Nutzer können die Startups und Investoren mit Hilfe von Reviews und Testimonials bewerten. Darüber hinaus werden externe Beiträge über Investoren und Startups von Verzeichnissen wie Technorati eingeblendet.

Unterm Strich ist AJAX PARTNER eine interessante Plattform mit Potential, die einen sehr guten ersten Eindruck hinterlässt und nicht nur für Startups und Investoren sondern auch für jeden Branchen Interessierten einen Besuch wert ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Plattform dazu beitragen kann bestehende Eintrittsbarrieren zu Business Angels und VC-Gesellschaften abzubauen und so langfristig mehr Frühphasenbeteiligungen für zukunftsträchtige deutsche Startups zustande kommen.

In diesem Sinne wünsche ich AJAX PARTNER alles Gute!

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Facebook mit neuem Werbeformat

Durch ein neues Werbeformat will Facebook seine Mitglieder zu mehr Interaktion, mit der in der Online-Community geschalteten Werbung, motivieren.

Das neue Programm „Engagement Ads“ soll es den Nutzern ermöglichen mit Werbeanzeigen zu interagieren, indem sie Kommentare hinterlassen, Fans der Marke werden oder zu den Kampagnen passende virtuelle Geschenke an Freunde verschicken.

Klingt in meinen Ohren nach einem brauchbaren Konzept. Besonders interessant finde ich, dass der Freundeskreis eines Nutzers via News Feed über jede Interaktion des Nutzers mit den „Engagement Ads“ informiert wird. Dadurch verfügen die „Engagement Ads“ natürlich über ungleich mehr virales Potential als herkömmliche Werbebanner.

Ob es Facebook mit dem neuen Werbeformat allerdings gelingen wird den zumeist schlechten Klickraten traditioneller Onlinewerbung erfolgreich etwas entgegenzusetzen, wird sich erst zeigen müssen. In diesem Zusammenhang wird entscheidend sein ob die Werbetreibenden es schaffen die „Engagement Ads“ auf eine Art und Weise zu gestalten, die von den Facebook Usern als Bereicherung und eben nicht nur als Werbung wahrgenommen wird.

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