RIP Magento 1: Migration ist jetzt!

RIP Magento 1 Migration jetzt
Quelle: pexels, bearbeitet von dotSource

Die Kisten sind gepackt, die Umzugshelfer bestellt. Es wird auch höchste Zeit: Es ist der 30. des Monats – und am 31. muss man raus sein, aus der alten Hütte, und sie schlüsselfertig und besenrein übergeben.

So ist das bei einem Umzug – und gar nicht so unähnlich ist es bei einer Migration in der Welt der Software. Oft drängt die Zeit: so wie gerade im Falle von Magento. Wer noch Magento Commerce 1, Magento Open Source 1 oder veraltete Versionen von Magento-Commerce-2 nutzt, muss sich schleunigst kümmern. Denn Ende Juni 2020 wird herstellerseitig der Support für die beliebte E-Commerce-Software eingestellt. Das bedeutet: Migration ist keine Möglichkeit mehr, sondern absolute Pflicht.

Was das Support-Ende konkret bedeutet und warum das auch sein Gutes hat, erfahrt ihr heute hier.

RIP Magento 1: Jetzt aber schnell die sieben Sachen packen!

Kriegt ein Haus neue Besitzer, können sich Mieter sicher sein, dass sich irgendwas ändert. Oft positiv – es werden vielleicht die Leitungen erneuert, Balkone angebaut. Manchmal aber gibt es auch einfach bloß eine Mieterhöhung.

Dass die älteren Versionen von Magento überhaupt so lange supportet wurden, ist an sich schon erstaunlich, denn bereits vor zwei Jahren schon haben Insider sich die Frage nach der Supportdauer älterer Versionen bereits gestellt. 2018 wurde Magento von Adobe für schlappe 1,68 Milliarden Dollar übernommen.

Seither hat sich viel getan, neue Versionen wurden gelauncht und bereits vor Monaten das Ende des Supports kommuniziert – bereits im Januar diesen Jahres haben auch wir darüber berichtet.

RIP, aber bitte nicht die Datensicherheit

Wird der Support für ein System eingestellt, bedeutet das ganz allgemein, dass Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden: Die alte Version selbst mag vielleicht noch laufen, aber ohne Support keine Sicherheitspatches mehr, auch keine Bugfixes. Kundendaten könnten leichter geklaut werden. Allemal würde kein aufmerksamer Kunde einem E-Commerce-Unternehmen, das auf eine veraltete Software setzt, sein Vertrauen schenken.

Wer als Shopbetreiber also nicht rechtzeitig handelt, setzt sich Risiken aus, denn er agiert irgendwann nicht mehr PCI-konform. Der PCI (eigentlich PCI DSS, was wiederum für Payment Card Industry Data Security Standards steht) legt Mindeststandards für die Datensicherheit im Online-Zahlungsverkehr fest. Wer sie ignoriert, kann beliebte Zahlungsweisen nicht mehr anbieten. Und wer hier nutzerunfreundlich agiert, wird es mit sinkenden Umsätzen zu tun bekommen.

RIP Magento 1: Migration ist nicht Chaos, sondern Chance

Darüber hinaus birgt eine Nicht-Migration weitere Gefahren: Die Performance der Shopseiten verschlechtert sich – und das hat wiederum Sichtbarkeits-Folgen. Denn Schnelligkeit ist ein Faktor im Google-Ranking. Wer bei Google auf den hinteren Plätzen landet, verliert Traffic. Und weniger Besucher ist gleich weniger Conversions ist gleich weniger Umsatz. So einfach, so dramatisch.

Auch gibt es bei Software ohne Support keine neuen Features und Funktionen mehr und die Nutzerfreundlichkeit veraltet: Nichts macht die Neukundengewinnung schwieriger, als eine schlechte User Experience. Zwar ist UX (noch) kein offizieller Rankingfaktor, aber Google hat intern angeblich recht genaue Vorstellungen davon, was eine gute UX ausmacht.

To cut a long story short: Wer eine veraltete Software nutzt, sollte nicht verzweifeln und im Chaos versinken. Sondern er sollte umdenken und es als Anstoß verstehen, sich zu verbessern. Und sich dabei im Zweifel professionell unter die Arme greifen lassen.

RIP Magento 1, Hello Magento 2: Jede Menge Vorteile

Im konkreten Magento-Fall steht eine hervorragende Weiterentwicklung längst bereit: Magento 2.
Die aktuellste Versionen bietet zahlreiche Benefits: Da wäre zum einen eine sehr viel übersichtlichere Benutzeroberfläche, womit eine verbesserte UX sowie eine verbesserte Backend-Administration aber auch das optimierte native Frontend einhergehen. Da wären zum anderen intelligente Voreinstellungen, was einen reibungsloseren Check-out-Prozess anbetrifft oder eben die optimierte Performance, gerade auch für mobile Endgeräte.

RIP Magento 1 & everything after

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