Roboter-Fisch: Kleiner Fisch, großer Impact? [Netzfund]

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Quelle: Francesco Ungaro | pexels

Die Digitalisierung erleichtert unser Leben. Technologische Helferlein sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch nicht nur da kann uns die Digitalisierung helfen – auch bei den wirklich großen Herausforderungen unserer Zeit können uns technologische Innovationen unter die Arme greifen. Richtig – Technik kann unsere Welt zu einer besseren machen. Solche Entwicklungen ermöglichen uns etwa, den umweltschädlichen Anfall von Mikroplastik in den Weltmeeren zu reduzieren oder gar zu verhindern. So kann die Artenvielfalt auf unserer Erde gerettet werden.

Roboter-Fisch setzt die Reinigung der Meere in Bewegung

Weil man Mikroplastik nicht »einfach« aus dem Meer filtern kann, haben sich chinesische Forscherinnen und Forscher etwas anderes einfallen lassen – einen Mini-Roboter-Fisch, der die Meere vom Plastik befreien soll. Zur Konzipierung des Fisches haben sie den Aufbau einer Muschelschale mit ihrer Vielzahl an dünnen Schichten als Vorbild genutzt, um ein optimales Material für den Roboter zu entwickeln.

Wärmestrahlen wandelt der perlmuttähnliche Werkstoff in mechanische Bewegung um. Dadurch kann sich der Roboter ähnlich wie ein Fisch mit kleinen Flossenschlägen fortbewegen. Der schichtweise Aufbau gewährleistet dem Fisch ausreichende Stabilität. Außerdem kann sich das Material kannzu großen Teilen selbst regenerieren , wenn es auf der Jagd nach Mikroplastik mal zu Verletzungen kommt.

Während er da so treibt und durch die Meere schwimmt, bleiben die Mikroplastikteilchen an ihm haften. Bis zu 5 Kilogramm soll der kleine Fisch transportieren können. Erstaunlich für ein Gerät mit einer Größe von gerade mal 13 Millimetern. Ein Schwarm dieser Roboter-Fische bringt dann das gesammelte Mikroplastik an einen Ort. Von dort wird es dann gebündelt entsorgt.. Außerdem können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen angesammelten Müll anschließend untersuchen und die Forschung dadurch besser voranbringen. Zum Beisoiuntersucht werden, welchen Ursprung die schädlichen Partikel haben, wie sie ins Meer gelangt sind und wie man das Problem vielleicht bereits in der Entstehung lösen kann.

Roboter-Fisch Idee darf nicht untergehen

Bisher sei der kleine Roboter aber noch nicht massentauglich. Dazu muss er noch weiter erforscht werden. Geklärt werden muss beispielsweise, inwiefern die kleinen Fische selbst eine Bedrohung für die Meerestiere werden können. Beim Masseneinsatz könnte die Gefahr entstehen, dass irgendwann neben dem Mikroplastik auch kleine Fischroboter aus dem Wasser gefischt werden müssen, die sich verirrt haben.

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