Strategien im E-Commerce: 5 Tipps, wie ihr mit größeren Warenkörben euren Umsatz sichert

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Quelle: Nataliya Vaitkevich | Pexels

Unternehmen haben mit steigenden Grundkosten zu kämpfen. Das bestätigte uns Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh im Interview und das merken auch die Endkundinnen und -kunden aufgrund steigender Verkaufspreise. Es gibt verschiedene Stellschrauben, an denen Unternehmen jetzt also drehen müssen, um ihren Erfolg sicherzustellen.

Eine Strategie ist es, Kundinnen und Kunden dazu zu bewegen, bei einer Bestellung mehre Produkte in ihren Warenkorb zu legen. Klingt logisch. Aber wie gelingt das? Vor allem jetzt, wo Verbraucherinnen und Verbraucher ohnehin ihr Geld lieber zusammenhalten.

Strategien, die Bestandskundinnen und -kunden überzeugen

Viele Einzelbestellungen sorgen bei Händlerinnen und Händlern für hohe Grundkosten pro Bestellung. Wenn Käuferinnen und Käufer bei einem Bestellvorgang mehre Produkte bestellen, können Unternehmen anfallende Kosten für Verpackung, Versand und Personal besser verteilen.

Mit verschiedenen Maßnahmen könnt ihr vor allem Bestandskundinnen und -kunden davon überzeugen, größere Bestellungen auszulösen. Denn Kundinnen und Kunden, die auf euren Shop zurückkehren, sind von euren Produkten und eurem Service bereits überzeugt und daher auch weniger preissensibel als Neukundinnen und -kunden.

Strategien: 5 Tipps, die Warenkörbe füllen

1. Produktbündelung und Abo-Commerce

Produktpakete verhelfen nicht nur Unternehmen zu größeren Warenkörben, sondern verbessern zusätzlich das Nutzererlebnis. So müssen Kundinnen und Kunden nicht weitersuchen, sondern können interessante Pakete direkt ihrem Warenkorb hinzufügen.

So bietet der Gewürzanbieter »Just Spices« beispielsweise Vorteilssets speziell für Kochanfänger, für mediterrane Gerichte oder zum Grillen.

2. Cross- und Up-Selling

Sind Kundinnen und Kudern erst bereit, ein Produkt zu kaufen, ist die Hemmschwelle, sich weitere Produkte anzusehen, geringer.

Wie wäre es also mit dem Angebot zugehöriger Produkte, hochwertigen Alternativen oder einer ganzen Outfit-Empfehlung? Dabei ist es wichtig, dass die angebotenen Items auch wirklich den Kundenbedürfnissen entsprechen. Um die bestmögliche Platzierung zusätzlich empfohlener Produkte zu ermitteln, eignet sich beispielsweise ein A/B-Test.

3. Preisvorteile bei größeren Warenkörben

Da Unternehmen ohnehin mit erhöhten Logistikkosten konfrontiert sind, ist es eine Option, kostenlosen Versand und Rückversand von einem Mindestbestellwert abhängig zu machen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen festen Rabatt oder Geschenke ab einem bestimmten Warenwert hinzuzufügen. Das bietet zusätzlich die Möglichkeit, auf neue Produkte aufmerksam zu machen.

Dabei sollte der Mindestbestellwert zwar zum Kauf zusätzlicher Items anregen, aber noch immer für die meisten Kundinnen und Kunden realisierbar sein.

4. Out-of Stocks reduzieren

Zu vermeiden, dass Produkte nicht verfügbar sind, ist einfacher gesagt als getan. Da die Wirtschaft gerade mit erhöhten Lieferproblemen zu kämpfen hat, ist es für Unternehmen kaum möglich, Bestände konkret zu planen.

Möglich ist jedoch, Produkte, die nur noch begrenzt verfügbar sind, nicht aktiv zu bewerben. Das vermeidet Frust bei Interessentinnen und Interessenten, die nach dem Klick auf eine Werbeanzeige mit einem »Nicht mehr verfügbar« abgespeist werden.

5. Assisted Shopping und Live-Chat

Wird man im Laden von einer Verkäuferin oder einem Verkäufer freundlich über neue oder anspruchsvolle Produkte informiert, landet oftmals mehr in der Einkaufstüte, als ursprünglich geplant. Das Phänomen können sich Unternehmen auch online zu Nutze machen, indem sie Kundinnen und Kunden Live-Chats oder Videoberatung anbieten.

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