e-Food: Herausforderungen und Chancen des Lebensmittel-Onlinehandels

Verfasst am 26. Januar 2017 von .
eFood Markt in Deutschland

Quelle: pexels.com

In einem Zeitalter, in dem wir quasi alles online kaufen, gibt es einen Bereich, der sich noch immer nicht ganz digitalisiert hat – der Lebensmittelmarkt scheint eine der hartnäckigsten stationären Branchen zu sein. Das soll sich in den nächsten Jahren jedoch ändern – bis zum Jahr 2020 soll der Marktanteil des Online-Umsatzes von Lebensmitteln laut Ernst & Young bereits auf 10 % ansteigen.

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Lebensmittel-Onlinehandel: Bei der Amazons-Strategie für Europa hakt es [5 Lesetipps]

Verfasst am 27. Juli 2015 von .

Amazon Fresh

Screen: Amazon Fresh

Nicht in jedem Land ist es üblich, online zu bestellen. Beispielsweise in Italien. Dort war E-Commerce lange Zeit eher eine Ausnahmeerscheinung, der Markt nicht entwickelt für Onlinehandel. Deswegen mussten sich Online-Pioniere wie Zalando etwas einfallen lassen: Während die TV-Werbepots in Ländern mit Versandhandels-Tradition besonders frech und laut gerieten, fielen sie in Italien durch Erklärungen der Vorteile der Onlinebestellung auf. Ganz unerfolgreich kann man damit nicht gewesen sein, es heißt, “Zalando” würde in Italien aufgrund dessen synonym mit “E-Commerce” verwendet.

Und die Moral von der Geschicht? Spezielle Märkte haben ihre Traditionen und findet ein Unternehmen diese in anderen Ländern nicht vor, braucht es dementsprechend angepasste Maßnahmen.
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Kategorie: Lesetipps der Woche

Händler und Industrievertreter treffen sich auf der Exploring Retail’15

Verfasst am 26. Mai 2015 von .

Exploring retail 15Mit den Themen Digitalisierung, Markeninszenierung und Curated Shopping lädt die Verlagsgruppe Handelsblatt zur diesjährigen Exploring Retail’15 ein. Das Event findet am 25. und 26. Juni im Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf statt. Auf 3 unterschiedlichen Fachforen erhalten die Teilnehmer Einblicke von Unternehmen und deren Methoden im (Groß-)Handel.

Die Fachforen finden an beiden Kongresstagen statt:

  • Fachforum 1: Shopper Experience & Technologien am POS
  • Fachforum 2: Die Power des stationären Handels
  • Fachforum 3: Neue Wege in der Handelswerbung

Auf den Foren halten Kenner der Branche Vorträge, beispielsweise Christian Contini von der METRO Cash & Carry, der über Gutschein-Marketing als CRM-Maßnahme im Großhandel spricht. Der Buchautor Frank Puscher hält hingegen einen Vortrag über Content Marketing mit Schwerpunkt auf Beratungskompetenz und emotionalem Verkauf. Weitere Highlights sind die Vorträge von

  • Ståle Økland (Global Retail Trends) über die Zukunft des Handels im 21. Jahrhundert,
  • Philipp Merk (WHO‘S PERFECT) über den Online-Channel als Zukunftssicherung des Filialgeschäfts,
  • Michael Tippl (RADIO MAX Gmbh) über crossmediale Verkaufsförderung im Lebensmitteleinzelhandel.

Alle Vorträge sowiedie Anmeldung findet man auf der Event-Seite der Exploring Retail’15.

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Kategorie: Messen & Events

Food.de-Gründer Karsten Schaal im Interview: Leiden deutsche VCs unter German Angst?

Verfasst am 10. März 2015 von .

Sinkende Finanzierungsanfragen aus dem E-Commerce-Bereich ließen Capnamic Venture letzten Monat das Ende des E-Commerce-Hypes ausrufen. Sind tatsächlich alle Nischen restlos gefüllt und wo bleiben die innovativen Ideen in der Startup-Szene? Projekt Collins zeigte mit ABOUT YOU, dass da noch Platz nach oben ist. Auch Rocket Internet sollte man beobachten, wenn es um verheißungsvolle Ideen geht.

Besonders der Online-Lebensmittelhandel scheint gerade Samwers favorisierter Spielplatz zu sein. Wir haben mit Karsten Schaal, dem Gründer und Geschäftsführer der food direkt GmbH, gesprochen. Auf seiner Plattform food.de verkauft sein Team über 10.000 Artikel zu Supermarktpreisen. Neben der aktuellen Lage im Online-Lebensmittelhandel, wollten wir auch wissen, was er von der Risikobereitschaft deutscher VCs hält.
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Kategorie: Interviews

Schafft es Microsoft, endlich cool zu werden? [5 Lesetipps]

Verfasst am 12. November 2012 von .

Das neue Windows Logo
Früher standen Autos für ein bestimmtes Lebensgefühl, heute sind das Smartphones und Gadgets. Dementsprechend ist es für die Unternehmen zur ständigen Nebenaufgabe geworden, den Lifestyle der jungen Generation zu verkörpern. Wer dabei den Anschluss verpasst, verliert Marktanteile. Software Urgestein Microsoft nutzt daher die Gunst der Stunde, um sich im Rahmen des Launchs von Windows 8 neu zu erfinden.

Das lässt man sich laut Forbes 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar Marketingbudget kosten. Die setzt Microsoft einerseits in Werbespots um, die mit wenig Inhalt, dafür mit lebendigen Bildern zu angesagter Musik, klar auf das Lebensgefühl abzielen. Andererseits fließt das Geld in die Taschen der A-Liga aus Musik- und Filmbusiness, unter anderem holte man sich Jessica Alba, Jay-Z und Gwen Stefani für den Launch des Windows Phone 8 ins Boot. Wie um zu beweisen, wer nun in Sachen Coolness vorne liegt, stört (und übertrumpft) das Surface in diesem Werbespot das iPad.

Laut Huffingtonpost.com macht Microsoft dabei etwas richtig, denn die Kundenwahrnehmung des Unternehmens steigt und geht in die gewünschte Richtung. Microsoft zeigen damit, dass man den Sprung hin zum “hippen” Unternehmen durchaus schaffen kann, ohne das Apple Image zu kopieren. Ein Thema, das auch Samsung aktuell beschäftigt.

Unsere Lesetipps der Woche:


Lebensmittel bis vor die Haustür – Online Supermärkte kommen auch in Deutschland an

Verfasst am 3. Mai 2012 von .

Es muss mal gesagt werden: Ich liebe Online Shopping. So sehr, dass ich am liebsten (fast) alles auf diesem Wege kaufen möchte. Da stellen auch Lebensmittel keine Ausnahme dar – ich warte seit Jahren darauf, statt in meiner freien Zeit im Supermarkt herumzuirren, endlich den samstäglichen Wochenendeinkauf zu umgehen.

Leider heißt mein Wohnort nicht Düsseldorf oder Hamburg, wo das längst möglich ist, sondern Jena. Doch Hoffnung naht: Der Trend, Lebensmittel online zu bestellen, nimmt auch hierzulande Fahrt auf. Start-Ups, die preiswerte Waren anbieten und gleich deutschlandweit liefern, statt sich erst in einzelnen Regionen aufzubauen, treten auf den Plan.
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Interview: ADD/UP – Vom Onlineshop zum stationären Handel

Verfasst am 15. Februar 2011 von .

Das Vernetzen verschiedener Vertriebskanäle wird für den stationären Handel und Onlineshopbetreiber immer präsenter. Das Joint Venture ADD/UP, hervorgegangen aus Hermes Fulfilment und Meyer & Meyer, bietet speziell für die Fashionbranche Lösungen für ein integriertes Multi-Channeling an.

Geschäftsführerin Nina Ehrenberg erklärt im Interview mit Handelskraft die Vorteile der Leistungen von ADD/UP:
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Kategorie: Fashion, Interviews

Click and Collect – Douglas und Kaufhof wollen den On- und Offlinekanal vernetzen

Verfasst am 10. Februar 2011 von .

Auf der Bilanzpressekonferenz am 12. Januar kündigte Henning Kreke, Vorstandsvorsitzender der Douglas Holding, an, das Onlinegeschäft erheblich zu verstärken. Dafür setzt er hohe Erwartungen in die stationären Läden des Konzerns.

“Mein Ziel ist es jetzt, dass kein Kunde mehr unseren Laden verlässt, ohne dass er in irgendeiner Weise auf unseren Onlineverkauf hingewiesen worden ist”

Thalia Online Shop

Umgekehrt gilt das gesetzte Credo ebenso. Die zur Douglas Holding zugehörige Buchhandlung Thalia bietet während des Zahlungsprozess im Onlineshop ihren Kunden an, Bücher direkt zur Abholung in die nächste Filiale liefern zu lassen. Ebenso kündigte Metro-Tochter Kaufhof verstärkte Onlineaktivitäten an. Kaufhof-Chef Lovro Mandac äußerte sich gegenüber der Financial Times Deutschland, dass er nicht nur die Onlinepräsenz ausbauen möchte, sondern insbesondere ein Multichannel-Retailing einführen wird:

“Wir werden Galeria-kaufhof.de im kommenden Jahr deutlich erweitern und dann online wie in der Filiale ein breites Angebot bieten”. Und wir werden beide Vertriebswege verbinden im Sinne eines echten Multichannel-Retailing.”

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Nachgefragt: froodies.de gibt Einblicke in den Online-Lebensmittelmarkt

Verfasst am 20. Juli 2010 von .

Froodies Logo

Wir haben uns gesagt: Ein zentraler Ansatz kann es nicht sein, wir müssen mit lokalen Händlern kooperieren.

Während sich der Onlinehandel mit Lebensmitteln in der Schweiz mit LeShop und in Großbritannien mit Tesco etabliert hat, läuft dieser hierzulange gerade erst an. Einige Anbieter wie Froodies.de, Rewe mit seinem Service Rewe Express oder Edeka mit Edeka24, versuchen mit ihrem Lieferservice Marktanteile zu sichern. Seit einigen Wochen hat Amazon sein Sortiment erweitert und vereint einige Anbieter für Lebensmittel auf einer Plattform.
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Froodies.de: Lebensmittelversand im Internet

Verfasst am 22. Juni 2009 von .

froodiesLebensmittelversand über Internet? In Deutschland gibt es seit März dieses Jahres einen neuen Versuch dazu: das Dortmunder Startup froodies.de, das sich momentan in der Beta-Phase befindet.

Das Konzept:
Froodies hat einen Dortmunder Lebensmittelhändler an der Strippe. Geht auf froodies.de eine Bestellung ein, so wird auf dessen Sortiment zurückgegriffen. Das ist an sich wirklich gut, da man sich so Investitionen in ein eigenes Lebensmittellager sparen kann. Logistisch lief es bisher so, da man frisch liefern muss, wurde bisher nur der Dortmunder Raum mit Frischwaren beliefert.
In Restdeutschland konnte man dennoch Waren bestellen, die nicht gekühlt geliefert werden müssen. Aber man arbeitet bereits an einem Konzept (könnte man sich auch bei Saftfabrik.de abschauen; die haben sich diesem logistischem Problem bereits erfolgreich angenommen). Geliefert wird in Dortmund dreimal am Tag, wer vor 12 Uhr bestellt, hat abends 18 Uhr seine Bestellungen (oder sagen wir besser Einkäufe) an der Tür. Die Preise und Lieferpreise sind überraschend günstig: 4,90 Euro Versand im Dortmunder Raum, 6,90 Euro in Restdeutschland. Das ist okay.

Aber wozu das alles? Spannend ist diese Idee nicht, geht es hier um den gewöhnlichen Lebensmittelerwerb. Lutz Preußners, Gründer von froodies.de (zusammengesetzt aus „fresh food deliveries”), äußerte sich deutsche-startups.de gegenüber folgendermaßen:

Der Versand von Lebensmitteln ist das letzte große Potential, das im Online-Bereich noch nicht bedient ist.

froodies2

Zwei Dinge seien hierzu angebracht: Es gibt, erstens, schon eine ganze Reihe von Anbietern, die Lebensmittel über das Netz vertreiben, überwiegend natürlich Selbstmix-Portale wie MyMuesli, Saftfabrik oder Chocri. Ob diese Portale momentan profitabel arbeiten bzw. eine Aussicht darauf haben, ist noch mal ein ganz anderes Paar Schuhe. Qualitativ sind diese jedoch top. Und zweitens: Der Bereich des richtigen Lebensmittelversandes, wie es froodies.de anpeilt, gab es bereits mal. Erfolglos. Die Handelskette Tegut unternahm 2001/2002 bereits einen großen Versuch, der aber recht schnell wieder eingestampft wurde. Tegut ist mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro kein Leichtgewicht.

Was liegt also näher als das Argument: Das war 2002 so, wir haben jetzt 2009. Ja, das Internet ist mittlerweile in fast allen Bevölkerungsgruppen populär geworden, aber reicht das aus, um dem Supermarkt an der Ecke Konkurrenz zu machen bzw. um erfolgreich mit so einer Idee zu werden? Ich persönlich glaube nicht daran. Und auch die Begründungen des froodies-Geschäftsführers klingen leicht gutgläubig:

Wir geben Menschen die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit mit schönen Dingen zu beschäftigen anstatt mit Einkaufen!” – “Mein Opa surft im Internet und ist längst keine Seltenheit mehr in dieser Generation!

Und sich dann im Ausland an funktionierenden Vorbildern zu orientieren halte ich für gefährlich, insbesondere den USA-Dienst freshdirect, die anders als tegut, seit mehreren Jahren im New Yorker Raum konstant geblieben sind. Jedoch kennen die Amerikaner, insbesondere die New Yorker, nicht den klassischen Supermarkt wie wir. Das Angebot freshdirect bedient also eine Nische, ähnlich wie gourmondo.de hierzulande. Das Konsumverhalten ist dort drüben ganz anders, des Weiteren ist die dortige Internetbevölkerung weitaus weiter was Vertrauen und gestandener Geschäftsmodelle angeht.

Auch das englische Lebensmittelportal tesco.com lässt sich schwer als vergleichbare Idee anbringen, da hinter tesco.com ein Supermarktkonzern mit einem Umsatzvolumen (2008) von 52,5 Milliarden Euro steht. Vor allem in Irland gibt es zu Tesco kaum Alternativen. Und was den Schweizer Food-Shop LeShop.ch angeht: Hier steht das größte Schweizer Detailhandelsunternehmen hinter (Migros), das 2008 rund 17,1 Milliarden Euro umgesetzt hat. Es sind oftmals auch nicht unbedingt die Marken an sich, die ausschlaggebend sind, sondern vor allem auch die Ketten, in denen man einkaufen geht. Viele Discounter und Ketten haben ein bestimmtes Image an denen man sich orientiert und die man im Stadtbild auch durch Präsenz wahrnehmen kann. Bei einem reinen unabhängigen Lebensmittel-Onlineshop stelle ich mir das schwieriger vor.

In den USA gibt es freshdirect, in England tesco.com, in der Schweiz LeShop.ch – die Zeit ist jetzt auch bei uns reif.

Nein, würde ich so nicht unterschreiben. Die Idee ist an sich nicht schlecht, aber das Einkaufen von Lebensmitteln gehört zu den banalen Alltagsübeln. Habe ich Feierabend, gehe ich auf dem Heimweg am Supermarkt vorbei. Oder wenn ich was spezielles Essen will, dann gehe ich eben spontan einkaufen. So kann ich mich vor Ort auch noch mal umentscheiden oder eine andere Auswahl treffen. Wer garantiert mir, dass die Lieferung frisch ist. Das ist weitaus problematischer als eine Saftlieferung, auf die ich nicht angewiesen bin. Und auch wenn die Lieferung günstig ist und die Preise fair, an der Supermarktkasse bezahle ich trotzdem weniger.


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