Wird Transparenz zu mehr Intransparenz auf Facebook führen? [5 Lesetipps]

Verfasst am 9. Juli 2018 von .
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Quelle: pixabay

Im April wurde sie angekündigt, seit dem 28. Juni wird sie umgesetzt: Facebooks sogenannte „Transparenz-Offensive“. Seit Ende Juni sind alle Anzeigen jeder Facebookseite einsehbar, und zwar für alle Nutzer, unabhängig von dessen Zielgruppe. Das gilt nicht nur für Facebook selbst, sondern auch für Instagram, Messenger und Partner-Netzwerke. Diese “Transparenz-Offensive“ soll die Werbetreibenden zu mehr Verantwortung zwingen und den Service somit für alle verbessern.

Aber wird diese Entscheidung tatsächlich auf die Marketing- und Werbeaktivitäten in sozialen Netzwerken auswirken?

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Mit Micropayments gegen AdBlocker – kann das funktionieren?

Verfasst am 7. September 2016 von .

Jeder Internetnutzer möchte, dass Websites so schnell wie möglich laden und man nicht von blinkender Werbung abgelenkt wird. Jeder Content-Creator möchte hingegen, dass Internetnutzern Werbung ausgespielt wird und so Ad Impressions generiert werden. Ein Widerspruch, denen zahllose Debatten versuchten aufzuklären.
 
Die Reaktion der Publisher: Zugang nur noch mit deaktiviertem AdBlocker. Das können sich aber nur die großen Player, wie beispielsweise Bild.de, leisten. Einen kompromissbereiteren Weg geht der Browser von Brendan Eich, dem ehemaligen CEO der Mozilla Corporation. Wird sich aber das Konzept von Micropayments in der breiten Masse durchsetzen?
 

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Kategorie: Online Marketing

Das Werbemedium Online 2010

Verfasst am 6. Oktober 2009 von .

Ab sofort berichtet Handelskraft.de auch verstärkt über die Entwicklung des Werbemediums Online. Wie bereits berichtet, war das Jahr 2009, insbesondere der rasante September, ein ganz wichtiges Jahr für Onlinewerbung. Hierzulande war es vor allem die dmexco, die für dieses Thema weiter sensibilisiert hat und für 2010 auch hierzulande allmählich ein Thema wird.

Nach den ersten bemerkenswerten Meldungen aus dem Raum UK, kamen heute noch Zahlen bezüglich der Onlinewerbeumsätze in den USA im ersten Halbjahr 2009. Laut Interactive Advertising Bureau (IAB) und PricewaterhouseCoopers gaben bekannt, dass der Onlinewerbeumsatz um 5,3 Prozent auf 10,9 Milliarden US-Dollar zurückging. Zuwachs konnten lediglich die Bereiche SEM und Digital Video verzeichnen.

Das Positive an dieser Rückläufigkeit ist jedoch, dass die aktuelle Wirtschaftslage zwar den gesamten Werbemarkt dämpft, Werbetreibende jedoch so in digitale Medien investieren, „[…] weil die Verbraucher wegen der Wirtschaftskrise mehr Zeit im Internet verbringen“, wie David Silverman von PricewaterhouseCoopers einschätzt.

Im Gegensatz dazu zeichnet sich aus den aktuellen Bitkom-Zahlen ein Wachstum bis Jahresende ab (die 1,5 Milliarden-Marke soll geknackt werden). Bereits das dritte Quartal 2009 legte um 16,8 Prozent im Verglich zum Vorjahreszeitraum zu. Internetwerbung liegt im Aufwind. Und das Weihnachtsgeschäft wird das zusätzlich noch beschleunigen.

Der Netzökonom verkündete vor einer Woche, dass sich das Web-2.0 der Gewinnschwelle nähert. Erst Facebook und mittlerweile auch die VZ-Gruppe, sowie Dienste wie YouTube:

Wir haben in einigen Monaten schon Gewinne erzielt. Im Gesamtjahr werden wir allerdings noch einmal rote Zahlen schreiben’, sagte der Vorstandsvorsitzende Markus Berger-de Léon (Anm. von Handelskraft: VZ-Gruppe). Auch für Googles Videoseite Youtube schließt sich die Lücke zwischen Kosten und Umsatz schnell. ‚Die Kosten für Speicherplatz und Bandbreite sinken stetig. Gleichzeitig steigt der Werbeumsatz sehr schnell. Videowerbung in Deutschland wächst in diesem Jahr um 264 Prozent. Youtube wächst schneller – das gilt für Umsatz und Reichweite. Unser Geschäft hebt jetzt ab’[…].

Das heißt auch hier wird das Interesse der Werbetreibenden in Zukunft verlagert werden. Selbiges gilt auch für Marken.
Das nächste Jahr wird für Marken und Werbetreibende noch spannender: Proctor & Gamble hat angekündigt, Online als Lead-Medium in der Markenkommunikation zu testen. P&G möchte so herausfinden, „ob das Internet das Zeug dazu hat, die Führungsrolle im Media-Mix großer Marken mit breiten Zielgruppen zu übernehmen.“

Untersucht werden die Wirkungsweisen. Das Ergebnis soll Februar 2010 vorliegen.

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Vodafone: Die Scheinheiligkeit der “Generation Überfordert”

Verfasst am 13. Juli 2009 von .

Was es bedeutet, präventiv Paranoia zu betreiben, kann man derzeit an Vodafone beobachten: Der Versuch einer Neufindung/Neudefinition.

Es wirkt wie eine Midlife-Crisis, diese 200 Millionen teure Web-2.0-Kampagne. Und irgendwie ist diese Midlife-Crisis für jeden spürbar. Ich bin äußerst irritiert und teilweise auch sehr unsicher, wie ich mit diesem gewaltigen Aufbäumen der „Generation Überfordert” umzugehen habe. Es liegt zurzeit sehr nahe, mich dem Spott, der sich in den letzten Tagen über diese Kampagne ausgekippt hat, anzuschließen.

Gehöre ich zur „Generation Upload”?

Mein Unmut fängt bereits bei dieser Bezeichnung an. Darin spiegelt sich der Versuch wieder, etwas Großes und Gewaltiges auf den Punkt zu bringen, kompakt, so wie es der Marketing-Stratege gerne sieht. Ich bin Content-Lieferant. Die Frage ist jetzt, ob diese Kampagne darauf abzielt, mir als Lieferant die Hand zu geben.

Wenn das so sein soll, dann hat es nicht funktioniert. Dass diese Kampagne an die „Generation Upload” gerichtet sein soll, kann ich wirklich kaum glauben. Wieso läuft sie im Fernsehen? Und wieso taucht Sascha Lobo darin auf? Ist dem Unternehmen Vodafone oder der Werbeagentur Scholz & Friends (ausführende Agentur) nicht bekannt, dass Fancy-Lobo sehr unterschiedlich im Netz unter Bloggern diskutiert wird? Ihn an die Spitze der Blogger zu setzen („Bekanntester Blogger Deutschlands”) bedeutet den anderen Menschen, die diese Kampagne konsumieren (müssen) – denn darum dreht es sich letztendlich doch – die Blogger mit einem Typen zu präsentieren, der viel verspricht, aber einigen dieser Versprechen wenig Taten folgen lässt.

Das ist verstörend.

Des Weiteren: Vodafone ist vor der Familienministerin van der Leyen und ihrem Vorschlag zum Aufbau einer „Struktur” gegen Kinderpornographie im Netz auf die Knie gefallen. Unter Bloggern keimt so langsam wieder das Interesse auf, sich aktiv gegen Dinge zu stellen, die zwei Seiten haben. Insbesondere das sensible Thema der Netzsperre hat sich viele Feinde gemacht. In der Generation Upload. So ist es nicht verwunderlich, dass vor allem Blogger (der sprechende Teil eurer Generation Upload, liebes Vodafone) dieser Kampagne extrem negativ begegnen. Diese Kampagne richtet sich doch an diese, oder?

bbb

Ich finde, dass diese Kampagne schlecht zu verstehen ist. Ich weiß nicht, an wen sie sich wirklich richten soll. Und ich glaube, dass trotz guter Ideen, die Motivation falsch war, die Umsetzung auf einer falschen Basis steht und ob es sich hierbei nicht um Scheinheiligkeit handelt. Oder schlichtweg: das Unvermögen seine Zielgruppe zu verstehen bzw. ihr gar nicht wirklich zuzuhören. Das hat man bereits auf der Pressekonferenz mitbekommen.

Im Prinzip hat man sich allen neuen Kommunikationskanälen angenommen (Twitter, Facebook, studiVZ, Myspace, etc.). Eine Überpräsenz, ohne wirklich zu verstehen, dass die meisten solche Kanäle für Werbung kaum geeignet sind, weil sie von den Nutzern dafür kaum genutzt werden (wollen). Soll ich mich mit Vodafone auf Facebook anfreunden? Markenidentifizierung? Oder ist man da, um zuzuhören? Das ganze mutet seltsam an und ich kann Mark Pohlmann nur zustimmen, wenn er schreibt:

Während im Prinzip die digitalen Kanäle richtig integriert und eingesetzt wurden und der reibungslose Ablauf Standards setzt, wurden Fehler gemacht, die sich in einem Kernvorwurf zusammenfassen lassen: Vodafone skandiert den offenen Dialog, simuliert ihn dann aber als werbliche Fassade.

Diese Kampagne wird funktionieren, ganz sicher. Allerdings wird sie in die Annalen, der am meisten Verspotteten eingehen, woran Vodafone selbst nicht ganz unschuldig ist. „Es ist deine Zeit” ist ein Paket voller Verständnisfehler, die – wie Themenblog richtig feststellt – an einem verheerenden Knotenpunkt ihren Höhepunkt findet:

Eine Kampagne zur Nachricht aufzubauschen, ohne dem Volke das zu geben, nach dem es verlangt: Produkte, die dem Gesagten Taten folgen lassen. Lieber beließ man das Medium selbst als Botschaft. Das “Ankommen im Web 2.0″ wird nicht als Aufbruch verstanden, sondern schon als Ergebnis zelebriert.

War diese Kampagne nutzlos, waren die 200 Millionen umsonst investiert im Bezug auf die eigentlich gewünschte Zielgruppe? Nein. Dieser Schritt Vodafones zeigt, wie schwer es große Unternehmen haben werden, wenn sie sich als „Versteher” präsentieren. Anstatt kluge Köpfe aus der „Generation Upload” im Unternehmen zu beschäftigen, simuliert man eine Fassade, die vorgibt so etwas zu tun. Ich sehe dahinter nichts, was fresh ist. Ich sehe eine taube und anscheinend auch stumme Marketingabteilung. Hat man auf die Kritik reagiert? Kaum. Der übliche Toleranzanschein wird kommuniziert, man freue sich über das viele Feedback.

Ja, liebes Vodafone, es ist tatsächlich unsere Zeit. Blanke Ironie, dass ihr euren Slogan jetzt so schmerzlich zu spüren bekommt, von denen, denen ihr euch vor der Presse als Partner angeboten habt.

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Kategorie: Social Web

Werbung im Web: Eine Balance mit dem Gewissen

Verfasst am 15. Mai 2009 von .

Laut einer Untersuchung von eBay Advertising mit dem Marktanalyse-Unternehmen Cross Tab sollen Anzeigen und Werbeplatzierungen auf E-Commerce-Seiten eine wesentlich größere Wirkung auf Konsumenten haben als auf anderen Seiten. Knapp 1500 Teilnehmer nahmen an dieser Untersuchung teil, von denen 83 Prozent mehr Zeit für Suche und Recherche nach Produkten und Services online investieren, als noch vor sechs Monaten. Dabei wurde auch die Wahrnehmung von Online-Werbung untersucht: 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bewusst auf Anzeigen während des Aufenthalts auf einer Shoppingseite achten, sofern sie deren konkreten Suchanfragen entsprechen. (Bei sozialen Netzwerken liegt diese Zahl natürlich deutlich geringer, bei etwa sieben Prozent, laut Untersuchung.)

Was für Shoppingseiten gilt, gilt noch lange nicht für Blogs. Genau wie es Jürgen Vielmeier in einem interessanten Artikel auf den Punkt brachte, ist aufgeschwatzte Werbung manchmal sehr lästig. Auch ich bekomme hin und wieder ein paar Angebote, die ich nicht mal für Geld bewerben würde. Viele Anfragen sind frech und sind mit Begründungen wie „Im Internet sind Empfehlungen von Kunden und Partnerseiten der wichtigste Bestandteil für den Erfolg einer Webseite” behaftet. Das klingt modern, soll den Trend auf den Punkt bringen, wirkt sich aber zwangsläufig für beide Seiten negativ aus.

Gekaufte Beiträge (sofern überhaupt eine winzige Summe Geld oder ein Gutschein als „Bezahlung” angeboten wird) sollen im Interesse des Werbetreibenden stehen. Aber: Sollte ein Produkt oder eine Dienstleistung wirklich gut und überzeugend sein, wozu dann so eine Strategie Geld gegen Beitrag? Gerade Blogleser lassen sich so nicht ködern. Die entsprechenden Blogs, die solche Angebote annehmen laufen auf Dauer Gefahr ihre Leser zu vergraulen, zu verlieren und abzuschrecken, wenn der sonstige Inhalt des Blogs ansprechend und informativ ist.

Witzigerweise ist das eine Form des Marketings, die erstens nicht mehr zieht, zumindest nicht beim Zielpublikum, und die sich selbst wiederum mit Aussagen wie „Im Internet sind Empfehlungen von Kunden und Partnerseiten der wichtigste Bestandteil für den Erfolg einer Webseite” als zeitgemäß einschätzen.

Lasst die Werbeanfragen stecken, Leute. Ich will keine 20 Euro und auch keine Gutscheine. Wenn mich ein Angebot überzeugt, dann schreibe ich darüber einfach. Gerne kann man mir Tipps per Mail (Impressum) zuschicken, aber lasst diese Anbiederungsversuche sein. Handelskraft sowie das Angebot freshzweinull von Jürgen Vielmeier (oder auch unzählige andere lesenswerte Blogs) informieren ihr Publikum über Entwicklungen aus dem Netz, grob zusammengefasst. Wir bieten separate Werbeplätze gegen Geld in unserer Sidebar an. Wenn jemand den Wunsch hat, seine Dienstleistung zu bewerben, dann stehen ihm diese Plätze auch zur Verfügung.

Und so möchte ich mich den Worten Vielmeiers anschließen:

was in der Online-Werbung bei vielen Blog-Vermarktern inzwischen gang und gäbe ist, selbst bei vielen von denen, die seriös auftreten. Dass hier ganz offen gegen Presserecht und Pressekodex verstoßen wird, ist einem ganzen Industriezweig also egal. Dass hier ganz offensichtlich Schleichwerbung betrieben wird, dass Leser damit in die Irre getrieben werden, ist den Verantwortlichen ebenfalls egal. Blogger/Online-Magazine riskieren damit, dass sie ihre Leser vergraulen. Aber sie tun es trotzdem, weil sie damit ihrer Refinanzierung ein Stück näher kommen.

Bietet euren Lesern ehrlichen, eigenen und best möglich recherchierten Content, aus dem Bereich über den ihr bloggt, dann hat man auch ein paar Leser. Diese Leser überzeugt man durch Interesse, guten Gedanken und Fachwissen.

Und das erzeugt eine größere Reichweite als aufgeschwatzte Werbeartikel, bei denen ich regelmäßig wegklicken muss.

Leser in die Irre führen? Wenn es Geld einbringt, …

Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Handelskraft wünscht ein schönes Wochenende.

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ELLE.de launcht den neuen Stylefinder

Verfasst am 5. Mai 2009 von .

Gestern wurde der neue ELLE-Stylefinder in einer Beta-Version (erste Version: Juni 2008) gelauncht:

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Kategorie: Fashion, Social Commerce

Todesstrafe, Freunde und Lokalisten.de

Verfasst am 20. Februar 2009 von .

Nachdem Xing erst vor wenigen Tagen für ihr savethesacked.com-Spiel verbal gesteinigt wurde (und im Zuge dieser verbalen Steinigung sich dazu bewegen ließ, das Spiel aus dem Netz zu nehmen), darf sich nun auch die Werbeagentur DDB Berlin die Pfeife der „Werbepannen” anstecken. Oder sagen wir lieber: Anstecken lassen.

Die Werbeagentur kam ohne beauftragt worden zu sein auf die Idee, man könne ja für die ProSieben.Sat1-Community Lokalisten.de drei Werbe-Comic-Strips zum Thema „It’s good to have friends” entwerfen. Einer dieser Entwürfe wird jetzt natürlich wieder im Netz zerpflückt. Es fallen die gängigen Termini: „geschmacklos”, „peinlich”, „schockierend”, „krank”, etc.

lokalisten

Alper Iseri versteht die Welt nicht mehr, weil er findet, dass Todesstrafe, Lokalisten.de und „It’s good to have friends” nicht in ein Werbe-Konzept passen.

Marcus Prosch, Unternehmenssprecher vom Hauptgesellschafter SevenOne Intermedia (ProSieben.Sat.1-Gruppe) ist zutiefst schockiert, distanziert sich sofort von dieser „Werbung” und mahnt die Agentur auch gleich mal ab.

Und ich frage allen Ernstes: Haben wir Angst vor der Werbung oder haben wir Angst vor den Menschen, die diese Werbung beurteilen und in ihrem „moralischen” Weltbild einzuordnen versuchen?
Diese Werbung finde ich sehr witzig, Geschmäcker gehen eben auseinander. Diese Werbung ist selbstverständlich auch sehr makaber, das war ja der Sinn an der Sache.

Da baumeln im Hintergrund zwei Strichmännchen am Galgen. Und? Einer wurde vom Henker gerettet, weil man sich kennt: „It’s good to have friends”. Wo ist das Problem? Warum schlagen manche, die das unmöglich finden und unbedingt Konsequenzen sehen wollen, nicht auch eine Anzeige gegen Monty Python vor? „Das Leben des Brian” oder so. Ganz schlimm. Weil da Leute am Kreuz singen und Pfeifen.

Lasst die Kirche ruhig mal im Dorf, da gehört sie nämlich hin. Was uns täglich an fiktivem Mord und Totschlag im Fernsehen präsentiert wird, ist wesentlich schlimmer. Im Übrigen handelt es sich hier um einen Comic. Er ist makaber, ja, aber als Werbemittel ist das sehr gut geeignet. Ich denke da jetzt mal lediglich an die Zielgruppe. Das Xing-Spiel war genauso fiktiv. Es gab keinerlei identifizierbaren Kontakt zur „echten” Welt. Die Burger-King-Kampagne hingegen war sehr geschmacklos, weil da „echte” Menschen gedemütigt wurden.

Sprechen wir lieber nicht von Dingen, die Grenzen überschreiten oder von Pietät. Man ist hier niemanden auf die Füße getreten. Falsche Moral ist auch eine Moral?

Sehe ich anders. Die Werbung ist lustig, die Agentur hat das gut gemacht. Ich bin übrigens entschieden gegen die Todesstrafe und schaue gerne Monty Python. „It’s good to have friends”. Stimmt schon. Ist wirklich gut.


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