Yalook wird strategisch neu ausgerichtet.

Vor einigen Monaten kursierte die Nachricht über die Aufgabe des Shoppingportals yalook.com in der Presse. Die Otto-Tochter sollte bis zum Ende des letzen Jahres eingestellt werden. Das gleiche Schicksal wurde für den Produktsuchdienst Discount24. de prognostiziert. Beide Portale lagen unter der Renditeerwartung des Handelskonzerns.

» Das bisherige Geschäftsmodell von yalook.com, das auf dem Verkauf auf eigene Rechnung basierte, konnte die Renditeerwartungen der Otto Group nicht erfüllen. Aus diesem Grund entschied man sich für eine strategische Neuausrichtung. «

,heißt es in der heutigen Pressemitteilung der Otto Group.

Yalook.com wird nun, wie bereits mit Discount24.de geschehen, unter dem Dach der shopping24 GmbH weitergeführt.

» shopping24 liefert die technologische Infrastruktur für die Plattform, sehr gute Kontakte zu kooperierenden Händlern und das Marketing-Know-How, um das Portal im High Fashion Segment neu zu positionieren. «

Die ebenfalls zur Otto Group zugehörige GmbH betreibt unter anderem die virtuellen Einkaufsplätze living24.de sowie smatch.com.

Bleibt abzuwarten, wie sich die anderen Portale des Handelskonzerns wie zum Beispiel limango.de in nächster Zeit entwickeln werden.

Siehe auch:

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Neuigkeiten

Während des Deutschen Versandhandelskongress in Wiesbaden stellten Hermes Fullfilment und Meyer & Meyer ihr Joint Venture ADD/UPP vor. Multichannellogistik soll nun einfacher werden. Distanz und Stationärer Handel werden miteinander verbunden und der Kunde soll nun frei entscheiden können wie und wo er einkauft. ADD/UPP ist mit seinem Angebot auf den Modehandel spezialisiert. Eine enge Kooperation geht Hermes auch mit dem Versandhändler Otto ein.

Das Musikhaus Thomann

wurde auf dem Versandhandelskongress in Wiesbaden zum Versandhändler des Jahres gekürt. Der Shop liegt zwar aller Ästhetik fern, jedoch versteht es der Branchspezialist gezielt seine Kunden zu binden.

Galgenfrist für American Apparel:

Apparel

Die in finanziellen Schwierigkeiten steckende Kultmarke American Apparel hat von dem Finanzgeber Lion Capital eine 12 monatige Frist zur Tilgung seiner Schulden bekommen. Angeblich muss das Unternehmen in der Zeit einen Umsatz von 20 Millionen Dollar machen. Erst kürzlich wurde der Ex-Manager von Blockbuster Tom Casey eingestellt. Ob er das Pferd noch aus dem Stall holen kann, wird sich dann im nächsten Jahr zeigen.

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limango relauncht die bisherige Shoppingplattform exklusiv für Frauen

Was wollen Frauen? – Mit dieser Frage beschäftigt sich seit heute intensiv Otto-Tochter limango. Das Design der Startseite orientiert sich an dem Shopping-Club Brands4Friends. Nach der Registrierung und einer freundlichen Begrüßung wird eine der gerade laufenden Aktionen angeteasert. Heute: Tom Tailor. Einer der Slogans: „I`am unique“. Ehrlich gesagt, war ich ein wenig enttäuscht. Nicht, dass ich nie etwas dort kaufen würde, aber von einem Angebot für Frauen habe ich mir doch ein wenig mehr erwartet. Als „unique“ würde ich Tom Tailor nicht gerade bezeichnen und genau das ist es, was ich von einem Frauenangebot erwarte. Ein selbstbewusstes Frauenbild hat etwas mit Selbstbestimmung zu tun. Nicht so sein wie alle anderen, ist hier wesentlich. Das Anteasern der Kollektion von Lotte Voss wäre hier, nach meinem Empfinden, angebrachter gewesen.

limango

Limango geht zwar auf die Individualitätsbedürnisse ein, aber momentan noch etwas zurückhaltend. Diese Zurückhaltung ist auch an der Integration von DaWanda und des Blogs zu erkennen.

Direkt auf den Teasern der Aktionen befinden sich „DaWandas Tipps zum Style“. Unter dieser Rubrik wird nach einem Klick auf die Schrift Kleidung der Plattform präsentiert, die zu dem Style des Teasers passen. Hier hätte wenigstens das Logo des DIY-Online-Marktplatzes integriert werden können.

Auch der Blog ist sehr dezent und erst zu finden, wenn ein wenig gescrollt wird. Besser finde ich eine Integration als Fashionmagazin, so wie bei NET-A-PORTER oder Stylefruits.de.

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Neckermann versucht es auf ein Neues

Vor einige Zeit war Neckermann mutiger Vorreiter für den klassischen Online-Versandhandel.  In der Schweiz schaffte das Unternehmen kurzzeitig den Katalog ab, um gleich darauf festzustellen, dass es ohne ihn doch nicht funktioniert. Branchenexperte Jochen Krisch prognostizierte eine düstere Zukunft:

» Natürlich kann man als Katalogversender den Spagat schaffen und mit einer sog. Multi-Channel-Strategie glücklich werden, aber man kann damit eben schwerlich ein nachhaltig erfolgreicher Online-Händler werden, wie die Erfahrungen aus der Schweiz im allgemeinen und der Fall Neckermann im Speziellen zeigen. «

Neckermann

In diesem Jahr feiert der Versandhändler das 15jährige Bestehen des Onlineshops und versucht weiter seine Aktivitäten auf das E-Commerce auszurichten. Thorsten Franz, der seine Karriere bei der Karstadt Warenhaus AG begann, ist nun neuer Marketingchef und tritt die Nachfolge von Timo Beyer an.  In der ONEtoONE ist zu lesen:

Zu den neuen Aufgaben von Franz bei Neckermann.de gehört die strategische Weiterentwicklung des Marketings, dort soll er die notwendige Online-Orientierung des Marktauftritts gewährleisten und gleichzeitig das Kataloggeschäft auf das E-Commerce-Geschäft ausrichten. «

Weg vom Katalog auf zum E-Commerce, heißt hier einmal mehr die Devise. Im Gegenzug zu Otto setzt Neckermann verstärkt auf Vertriebspartner wie zum Beispiel S. Oliver. Mit Schuplus.de ist vor kurzem ein neuer Fang hinzu gekommen. Das Unternehmen setzt im E-Commerce nicht vorrangig auf neue Geschäftsmodelle, sonder versucht, so wie es scheint, mit Bekleidung in Übergrößen eine neue Nische zu finden. Wie es damit weiter geht, bleibt abzuwarten.

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OTTO und Bunte.de bringen die Talkshow ins Netz

Talkshows bald im Netz? Ich muss zugeben, dass dieser Gedanke schon irgendwie ziemlich gruslig ist. Ich möchte sagen, dass das erfolgreiche Format der Talkshow viel zu unserem kulturellen Verständnis beigetragen hat. Es hat uns klare Vorstellungen davon vermittelt, was Traurigkeit und Fremdscham bedeutet. Vielleicht hat man ja deswegen so gerne zugesehen. Ich kenne niemanden, der zugeben würde, jemals Talkshows gesehen zu haben.

Aber jetzt schleicht sich das Format ins Netz. Beziehungsweise die Akteure von damals, die nachmittags im Fernsehen aufgelaufen sind. Das Versandhaus OTTO und Bunte.de kooperieren und stellen mit „Bunte Life” eine Sendung auf die Beine, die uns ja schon bekannt ist. Produziert wird diese Mode- und Lifestylesendung von dem ehemaligen Daily Talker Andreas Türk. Dreimal die Woche soll das Magazin oder Web-Show live gestreamt werden (16.30 Uhr – montags, mittwochs und freitags).

Das Besondere an dieser Sendung ist wohl das Mitmach-Konzept. Man lädt ein paar Prominente als Studiogäste ein und lässt diese mit dem Moderator über Mode- und Lifestylethemen reden. Die Zuschauer können sich während der Sendung via Telefon, Skype oder Chatbox auf der Homepage in das Geschehen einklinken, mit den Moderatoren und den Studiogästen interagieren, Kommentare abgeben, Dateien hochladen, die unter Umständen in die Sendung sogar mit einfließen.

Auf meedia.de heißt es:

» Durch die Bunte-Zusammenarbeit mit Otto soll es demnächst möglich sein redaktionelle Inhalte mit Angeboten der E-Commerce-Plattform des Versandhändlers zu verbinden. In der Show und auf der Plattform soll es darüber hinaus noch spezielle Shopping-Tipps geben. «

Die Idee ist an sich wirklich sehr interessant. Wie genau dieses Format im Web bestehen kann, ist überhaupt nicht einschätzbar. Und obwohl es um Mode und Lifestyle geht, fragt man sich welches Zielpublikum damit genau aktiviert werden soll. Aber an sich eine wirklich tolle Idee. Die Umsetzung lassen wir jetzt mal außen vor. Produzent Türk jedenfalls glaubt fest daran, dass

» durch die optimale Abstimmung von Bewegtbild, Interaktivität und redaktioneller Führung der Nutzer an ‘Bunte life’ gebunden [wird] […]. Die journalistischen Inhalte und die Präsenz von Charlotte Karlinder sind die perfekte Kombination, möglichst viele User zu aktivieren. «

Wollen wir seine Ambitionen mal nicht erschüttern. Nur eins noch am Rande, das mit dem Thema hier nicht direkt was zu tun hat:

Ich warte nur darauf, dass Formate wie dieses nackige Herumgehüpfe auf komischen Sendern, wo man teuer anrufen darf um unlösbare Rätsel zu entknobeln ins Web geht. Eine Ein-Mann-Show mit völlig nervigen „Moderatoren”. Wenn das irgendwann mal ins Netz kommt, dann ziehe ich den Stecker.

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Otto wird phlegmatisch

Der Versandhandelskonzern Otto strauchelt. Jochen Krisch hat das ganz richtig auf den Punkt gebracht und auch in den Kommentaren wird weiter skizziert. Krisch schreibt von einer panischen Schockstarre, in welcher der Konzern momentan steckt. Das Auto steckt im elektronischen Versandhandel fest, als hätte man noch nie Schwierigkeiten beim Fahren gehabt.

Wenn die eigene Bestimmung bzw. das eigene Aufgabenfeld zur Krise wird, dann hilft nur ein gewollter, bewusster, planmäßiger Umbruch, sagt Konzernchef Hans-Otto Schrader höchstpersönlich im Manager-Magazin. Jetzt ist auch klar, was Krisch mit Superzeitlupe meint. Alle anderen (beispielsweise Arcandor) rotieren und zelebrieren ihren möglicherweise anstehenden Untergang sehr laut. Und alle haben sie dasselbe Problem: Medialer Leinenzwang. Ich verstehe Otto-Chef Schrader ganz gut. Aber diese fast schon phlegmatische Ruhe, sie ist alles andere als seriös. Ein Konzern in der Größe Ottos sollte natürlich nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn durch den Stall rasen, aber wie ein Faultier am Ast zu hängen, während der Baum brennt, ist auch keine Lösung.

Lösung Krisch:

» Die einzige Chance für Unternehmen, die auch in Zukunft vorne mitmischen wollen und den radikalen Wandel aktiv gestalten wollen, bestünde darin, auf Teufel komm raus zu experimentieren, breitgefächert mit Hypothesen zu arbeiten, diese täglich erneut auf den Prüfstand zu stellen und sich so mit der Zeit ein Bild von der Zukunft zu erarbeiten. «

Das ist zwar auch kein fertig skizzierter Fahrplan, aber so einen sollte ein Global Player nicht extern beziehen. Fangen wir lieber nicht an, Otto zu kommentieren. Das macht einen ja ganz trübsinnig. Das arme Faultier am brennenden Baum. Und Löschwasser ist auch keines zu sehen. Hilft nur springen. Und wir wissen alle: Wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.

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OTTO startet Mode-Blog

Two For FashionDer große Versandhändler OTTO setzt seine eShopping 2.0 Initiative fort und betreibt seit Ende Juni unter dem Namen “Two for Fashion” wieder mal ein eigenes Weblog.

„Two For Fashion“ wird von zwei Modeexpertinnen regelmäßig mit Beiträgen zu den Themengebieten Styling und Lifestyle befüllt. Ziel des optisch ansprechend gestalteten Projektes, das durch einen kleinen aber gut positionierten Link auf der Internetseite von OTTO angesteuert werden kann, ist es eine stärkere Emotionalisierung der Marke zu erreichen.

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Versandhandel: Otto, Myby / Die Großen machen mobil

Aktuellen Marktschätzungen zufolge wird es auch in den nächsten Jahren im Online-Handel bei einem zweistelligen Umsatzzuwachs bleiben. Das betrifft nicht nur die großen Online-Händler, sondern auch Sparten-Anbieter wie Conrad-Elektronik. Myby hatte ja das Ziel, einen Online-Shop mit breit angelegtem Elektronik-Sortiment zu entwickeln und damit in Wettbewerb mit der Media-Saturn-Holding AG zu treten. Die Rabattschlacht im Netz fordert aber Tribut von allen großen Versandhändlern, nicht nur von Ottos Myby.

Sowohl Branchenprimusse wie Saturn, als auch Otto die ja selbst besonders an einer Myby-Strategie tüfteln, überdenken ihr Konzept für den Elektronik-Onlinehandel. Und zwar wegen dem Argument Umsatz-Garant:

» Die Produkte online müssen deutlich günstiger sein als die im Geschäft. «

Die großen Angebotsmengen in den stationären Filial-Netzen von Media Markt, Saturn und Co sind nämlich mit einem konkurrenzfähigen Onlinehandel-Konzept nicht so einfach vereinbar: Denn was sich im Netz unheimlich schnell absetzen lässt, steht in der Filiale viel länger rum.

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Otto: Es weihnachtet schon

otto.pngFast zwei Monate vergehen noch bis Weihnachten und Otto eröffnet als erstes Versandhaus die Weihnachts-Session -Saison. Mit bis zu 50%-Aktionen weihnachtet es mehr. Klamotten, Küchengeräte, Unterhaltungselektronik. Der Adventskalender geht zwar doppelt so lange wie normal, dafür kann er aber nur ein Super-Angebot pro Tag. Hier lauern wohl Schnäppchen im Abverkauf. Ich hatte vor dem Klick auf den Kalender irgendwie etwas mehr mit Überraschung erhofft, oder was zum Spielen, aber ein neues Produkt pro Tag ist ja auch nicht uninteressant. 🙂

Dafür fällt der Shirt-Designer auf und der ist direkt mit Spreadshirt verknüpft. Durch den frühen Anlauf der Aktion will Otto wohl gleich mal an das Weihnachtsgeschenke-Besorgen erinnern – Gut Ding will nicht gehetzt sein! Noch 7 Wochen bis Weihnachten.

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Otto: Neuigkeiten von Innen und Außen

otto.pngPünktlich zum Design-Relaunch kooperiert Otto.de mit Libri.de. Somit wird das komplette Sortiment (2,5 Mio Medien-Artikel) in das Hamburger Versandhaus eingebunden. Laut der Schlagzeile auf emar.de sieht nun der Direktor Neue Medien, Thomas Schnieders, Otto auf seinem Weg zum One-Stop-Shop mit einheitlicher Benutzerführung.

Das neue Design wurde in Richtung Usability entwickelt:
Die horizontale Navigation ist geblieben und sieht jetzt elegant aus. Außerdem habe ich das Gefühl, daß beim Entwurf auch an ältere User gedacht wurde – nicht nur die Navigation mit ihren großflächigen Layern wirkt gleichzeitig großzügig und fokussierend, sondern die gesamte Website ist luftig und frei.

Im Designtagebuch kann man eine sehr umfassende Nutzer-Analyse aus Sicht eines Computer-Visualisten verfolgen. Aber auch mir ist beim Klicken aufgefallen, daß die First-Level-Navigation den unmittelbaren Zugriff in tiefere Ebenen des Angebotes ermöglicht. Klickt man also auf Bücher/DVD/CD, ist direkt die Auswahl Bestseller möglich. Ich sehe einen gut gelungenen Relaunch.

Quelle: emar

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