Viele Trichter führen nach Rom – Conversion-Rate-Optimierung

Grafik:Serge Bystro
Grafik:Serge Bystro

Dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, wissen wir bereits. Über die Zeit hinweg gab es aber sicher auch dort einige Optimierungsarbeiten, die anfangs nicht bedacht oder auf Verlangen hin entwickelt wurden. Auch im E-Commerce sollte man seine Analysetools nicht aus den Augen lassen und stetig hinterfragen, auf welchen Seiten etwas verbessert werden kann, sodass mögliche Kunden nicht im Conversion-Trichter verloren gehen.

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Das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de – Teil 2

saftfabrikGestern kam die ersehnte Lieferung der Saftfabrik. Das Berliner Startup hat uns, wie wir vor kurzem berichteten, mit seinem Konzept und seiner Website schon ziemlich beeindruckt und gefallen.

Kommen wir zum Produkt:

Die Lieferung erfolgte in einem gut verklebten Styroporpaket. Als ich nach dem Öffnen eine Flasche herausnahm, wurde ich gleich zufrieden gestellt. Die Säfte, die zwischen kleinen Kühlakkus und Styroporschnipseln standen, waren gekühlt. Das müssen sie auch sein, da die Säfte frisch sein müssen, schon allein weil sie ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe hergestellt werden.

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Wir haben eine breite Palette der vorgemixten Säfte erhalten, sodass wir uns einen Eindruck über die verschiedenen Geschmacksrichtungen und die Qualität machen konnten. Nicht alle Säfte haben uns geschmacklich überzeugt, was aber eher an den Zutaten lag. Einige Säfte waren hingegen absolut fantastisch. Sie rochen frisch und nach den Hauptzutaten und haben geschmacklich wirklich punkten können. Die Qualität der Säfte war, auch bei denen, die uns nicht zusagten, hervorragend und steht dem positiven Eindruck, den die Website hervorruft, um nichts nach.

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Das einzige Problem – das wurde auch schon sehr intensiv bei blogwave diskutiert – ist der Preis der Säfte. Das Argument, dass man sich die Säfte auch für den Bruchteil des Saftfabrik-Preises bei ALDI besorgen könnte, kann man so nicht anführen, da die Säfte hier wirklich frisch zubereitet werden. Natürlich könnte man auch selber solche Säfte zusammenmixen, aber das macht erstens viel Arbeit und Dreck und ist, verglichen mit der Zutatenpalette der Saftfabrik, nicht wirklich billiger, denn in Obst und Gemüse ist weniger Saft drin, als man denkt.

Dennoch wird Saftfabrik.de Probleme bekommen einen Kundenkreis aufzubauen, wenn man bei diesen Preisen bleibt, denn, dass muss auch ich zugeben, ich könnte nicht regelmäßig dort einkaufen. Es ist Aufgabe des Startups zu erkennen, dass das Produkt zwar qualitativ toll ist und auch spielerisch zusammengemixt werden kann, aber das der Privatkonsum nicht der Kundenkreis sein kann. Nicht mit diesen Preisen. Mit den richtigen Schritten sollten die Saft-Mixer aus Berlin einen Kundenkreis erschließen, der ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat. Ebenso sollte man im Messe- und Unternehmensbereich Kunden suchen und dementsprechend seine Werbemöglichkeiten ausschöpfen.

Die Qualität des Produktes, die Lieferung und das Angebot ist auf jeden Fall überzeugend.

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Was das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de richtig macht

saftfabrikSelbstmix-Portale schießen derzeit aus dem Boden wie Pilze. Einige sind viel versprechend, und damit sei nicht nur der ökonomische Aspekt gemeint, beispielsweise MyMuesli. Andere wiederum sehen nicht sehr viel versprechend aus, was im Falle von MeMarmelade – wie Handelskraft vor kurzem berichtete – vor allem auch an der nicht vorhandenen Produktpräsentation liegt. Auf der Website von MeMarmelade gab es nicht einmal das Glas mit dem Produkt zu sehen. Von daher würde ich doch lieber auf das Rezept meiner Großmutter zurückgreifen.

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Shoptest: neue Rollos von Velux

Heute im Shoptest: der Sonnenschutz-Shop von Velux. Der Shop präsentiert sich relativ klein. Die Breite ist auf unter 800 Pixel festgelegt, aber auch die Höhe ist relativ konstant. Auf großen Bildschirmen wirkt das relativ verloren, aber so schließt man wenigstens kaum Nutzer aus.

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Auf der rechten Seite wird dem Nutzer eine kurze Einführung in den Shop gegeben. Leider sind die wichtigen Begriffe zwar fett gedruckt, aber nicht verlinkt. Der Text wirkt etwas eingezwängt in die Box, eine optische Abtrennung nach links würde ihn besser lesbar machen. Auch ein Resultat der geringen Abmessungen ist die sehr kleine Schrift. Auf der linken Seite wird dem Nutzer mal wieder Text vorgegaukelt, der aber eigentlich eine Grafik ist, interessanterweise ist hier ein Link unterstrichen und fett.

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Die Kategorieansicht ist auch etwas ungewöhnlich gestaltet. Anstatt die Überschriften zu verlinken und einen zusätzlichen Link anzubieten, wird hier ein Butten mit der Bezeichnung “Auswahl” eingeblendet, dies könnte Käufern suggerieren hier direkt ein Produkt in den Warenkorb zu legen, da dieser meist als Button dargestellt wird.

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Die Auswahlseite zum einzelnen Produkt ist sehr unübersichtlich gestaltet. Der rechte Bereich der sonst für zusätzliche Informationen belegt ist, dient hier auf einmal zur Auswahl des Produkttyps und die Informationen befinden sich links. Auch der Link E-Mail verbirgt eine Überraschung, so finden sich auf der Zielseite zwar Informationen zu Postanschrift und Telefonnummer, aber keinerlei E-Mail-Adresse.

Insgesamt lässt der Shop eine gewisse Einheitlichkeit vermissen. Die Abbildungen wirken meist zu klein und lassen nicht wirklich erkennen was sich dahinter verbirgt, da sehen Rollos, Faltstores und Jalousetten wie ein Produkt aus.

Gut gefallen hat mir die Produktauswahl nach Funktion. Hier bekommt der Nutzer wenigstens eine kleine Hilfe geboten.

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Shoptest: Ajax-Onlineshop

Heute gibt es einen etwas anderen Shoptest. Roman von Ajax-Onlineshop hat uns gebeten einen Artikel über ihre neue Open-Source-Shopsoftware zu schreiben.

Als erstes habe ich versucht das Paket lokal zu installieren, wobei es bei Schritt 6 einen Fehler gab. Der nächste Schritt wurde nicht mehr geladen und ich musste, ohne aussagekräftige Fehlermeldung, abbrechen. Zum Glück gibt es aber noch den Demoshop auf der Produktseite.

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Der Aufbau erinnert an bekannte Software wie osCommerce. In der mittleren Spalte werden die Produkte aufgelistet und in den beiden äußeren Spalten gibt es zusätzliche Informationsbereiche und den Warenkorb. Irgendwie scheint die Navigation hier zu fehlen. Die Kategorienavigation wird in der horizontalen Leiste über den Punkt Kategorien, als Drop-Down-Menü dargestellt.

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Das Highlight an dem neuen Shopsystem, ist natürlich die Möglichkeit, Produkte per Drag and Drop in den Warenkorb zu ziehen. Zur Unterstützung wird dem Benutzer ein animierter Pfeil im Warenkorb angezeigt. Sobald der Artikel in den Warenkorb gelegt wird erfolgt die Anzeige einer kleinen Animation und über dem Artikel wird ein Hinweis eingeblendet. Der Warenkorb selbst ist allerdings etwas beengt. Löblich ist, dass wichtige Informationen oben und unten im Warenkorb angezeigt werden. Allerdings ist der Button zur Kasse nicht sehr gut hervorgehoben.

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Sehr beeindruckend am Ajax-Onlineshop, finde ich die Geschwindigkeit. Da nie die komplette Seite nachgeladen wird, erfolgen Seitenwechsel in Bruchteilen von Sekunden. Oft machen solche Funktionen Schwierigkeiten in meinem Lieblingsbrowser Opera, aber hier läuft alle sehr gut.

Leider hat der Shop auch noch ein paar Schwachstellen. Quasi alle anderen Funktionen des Shops wirken noch etwas hölzern, was auch nicht verwunderlich ist, da es sich um die Version 0.3 handelt.

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Shoptest: Mindfactory

Den Nutzer erwartet auf der Startseite von Mindfactory ein großes Durcheinander. Es gibt eine Vielzahl von Navigationselementen, die alle unterschiedlich gestaltet daherkommen. Es gibt sowohl Text- als auch Grafiknavigationen, weiße, blaue, grüne und schwarze Schrift und zusätzlich noch jede Menge Infografiken, die zu bestimmten Shopbereichen führen.

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Die grüne Schrift im oberen Bereich der Page bleibt dem Nutzer auf allen Seiten erhalten. Der Nutzer soll anscheinend bei jeder Bewegung innerhalb des Shops auf diese Aktionen hingewiesen werden.

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Die Produktdetailseite wirkt etwas unaufgeräumt, das Produktbild nimmt einen sehr kleinen Platz ein. Wenigstens kann man es vergrößern, auch wenn nirgendwo darauf hingewiesen wird. Die Buttons sind zwar sehr hübsch gestaltet, passen aber nicht so ganz zum Rest der Seite, denn: sie haben den gefühlt zehnten Blauton, der im Shop Verwendung findet. Der Kaufen-Button sollte von seiner Wichtigkeit eher größer gestaltet sein als die anderen Schaltflächen und sich näher am Preis befinden. Zum Preis ist zu sagen, dass dieser hier unnötigerweise als Grafik ausgegeben wird. Vollkommen unverständlich, da es sich nicht um eine außergewöhnliche Schriftart handelt. Zusätzlich wird auch auf einen Alternativ-Text verzichtet.

Eine interessante Option, die der Shop bietet, ist: „Produktbilder ausblenden“. Da frage ich mich, wofür diese Option gut ist, wenn sämtliche anderen Grafiken weiter angezeigt werden. Es werden nur Produktabbildungen gegen eine Alternativgrafik ausgetauscht. Dadurch kommt es dann auch zu witzigen Darstellungsfehlern.

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Jemand eine Idee warum diese Option existieren könnte?

Der ganze Shop wirkt wie aus einem Baukasten zusammengesetzt. Die ganzen Aktionsseiten und Herstellershop unterstreichen diese Wirkung. Dazu gesellen sich noch externe Dienstleistungen wie „Fotoservice“ und „DesignSkins“. Hier fehlt einfach ein schlüssiges Gesamtkonzept.

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Shoptest: Schuhe kaufen bei Görtz

Die Startseite von Görtz ist relativ kompakt gehalten. Den Nutzer erwarten hier gerade einmal zwei Produkte, der Rest der Page ist gefüllt mit aktuellen Kampagnen. Erstaunlich ist, dass dem Nutzer keine einzige Zeile echter Text präsentiert wird. Die ganze Seite, inklusive der Navigationselemente, besteht aus Grafiken. Obwohl die verwendete Schriftart relativ unspektakulär daherkommt, konnten sich die Designer nicht dazu durchringen, diese in Textform zu präsentieren. Auch konnte ich keinen einzigen Alternativtext auf der Seite finden.

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Shoptest: der längste Onlineshop

Heute schau ich mir im Shoptest mal den Versender Comicexpress an. Nach dem Öffnen der Startseite stellt man fest, dass die Seite relativ lang geraten ist. In der Originalgröße sind das ca 13.000 Pixel in der Höhe, was je nach Auflösung des Displays und der eingeblendeten Navigationsleisten des Browsers schonmal 25 Bildschirmseiten scrollen bedeuten kann. Das ist eindeutig zu viel.

Auch das Design einzelner Elemente ist eher ungewöhnlich. Hier wird in der Box Warenkorb in großer roter Schrift portofreier Versand und die Zahlungsarten erklärt. Dabei bleibt für die eigentlich wichtigen Informationen in diesem Zusammenhang leider wenig Platz übrig. Die Anzeige der Links “Warenkorb” und “Kasse” sollte auch wie auf dem Rest der Seite wenigstens unterstrichen sein, so kann der Nutzer nur raten was genau er anklicken darf.

Links ist ja der Screenshot der Startseite zu sehen. dort ist auch die Lage der Erklärungbox zur Zustandsbeschreibung ersichtlich. Diese Infobox befindet sich am unteren Ende der rechten Spalte. Der durchschnittliche Nutzer darf also 3-4 Bildschirme nach unten scrollen um sie zu entdecken. Es ist nicht mal ein Link vom entsprechenden Punkt in der Artikelbeschreibung gesetzt, also werden nur wenige Kunden diese Box zu Gesicht bekommen.

Abschließend noch die Anmerkung: auch wenn es sich um einen Comicbook-Shop handelt, stellt sich mir die Frage, ob “Comic Sans” als Schriftart genutzt werden sollte 😉

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