Google Profiles – Ein neuer Social-Network-Riese?

Die Vormachtstellung von Facebook im “Social Networking” ist immens. In fast allen ausländischen Märkten steigen die Userzahlen stark an. In Deutschland hat Facebook Riesen wie StudiVZ und MySpace in eine Krise gestürzt.

Doch nun entwickelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein neuer Konkurrent. Google startet mit der Erweiterung der Google Profiles den nächsten Schritt in Richtung soziales Netzwerk. Die Profilseite ähnelt dabei sehr der Profilseite von Facebook. Eine Erweiterung stellt die neu gestaltete About-Seite dar. Hier kann man seine Person, wie bei anderen Netzwerken, jetzt noch ausführlicher beschreiben. Neben den normalen Daten wie Name, E-Mail und ähnlichem stehen auch die Auswahl des Berufs, eine Bilderfunktion und viele weitere Features zur Verfügung.

Bei der Erstellung der Seiten zeigt sich Google sehr anwenderfreundlich und man kann bestimmen, ob das Profil öffentlich, als Suchergebnis, verfügbar sein soll.

Zusätzlich liefert Google mit Google-Buzz eine gut organisierte und vereinfachte Blogfunktion. Der entscheidende Part der Vernetzung zwischen den Usern fehlt Google Profiles allerdings noch auf dem Weg zum sozialen Netzwerk.

Google will sich dabei aber bewusst Zeit lassen, schrittweise vorgehen und durch verschiedene Unterscheidungsmerkmale zu Facebook ein potenzieller Konkurrent werden. Nach den lehrreichen Erfahrungen um Google Wave, soll ohne großen Zirkus eine lukrative und nachhaltige Position geschaffen werden.

Eine aktuelle Mitteilung besagt, dass Google die Privateinstellung aller Profile ab 31. Juli zur Deaktivierung freigibt. Durch diese Einstellung soll ein Kontakt zu anderen öffentlichen Profilen ermöglicht werden. Als Name für das Netzwerk steht “Google Circles” im Raum.

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Eilmeldung: Aus für studiVZ-Chef Riecke

StudivzIn einer Pressemitteilung verkündete die Verlagsgruppe Holtzbrinck am heutigen Vormittag überraschend die Trennung von studiVZ-CEO Marcus Riecke.

Die Leitung bei studiVZ wird vorerst, der bisherige Vice President Sales, Dr. Clemens Riedl übernehmen.

Marcus Riecke verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung, so die Pressemitteilung. Ob Riecke nun entlassen wurde oder selbst das Handtuch warf, ist zurzeit noch unklar. Es scheint aber so zu sein, dass Riecke von Holtzbrinck wegen der schleppenden Vermarktung des sozialen Netzwerks gefeuert wurde. Weitere interessante Spekulationen über die möglichen Hintergründe von Rieckes Abgang findet ihr bei zweipunktnull.

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Deutsche Social Networks im Vergleich: studiVZ, Lokalisten und Jappy

Allgemein ist zunächst festzuhalten, dass man bei allen drei Social Network Angeboten kostenlos und recht schnell und einfach ein Mitglied werden kann. Die ersten Unterschiede bestehen hinsichtlich der zur Erstellung eines Accounts abgefragten persönlichen Daten. Um den Status eines neuen Users zu erlangen, genügen bei Jappy bereits vier persönliche Angaben zur Person, wohingegen bei den Lokalisten fünf und bei Studivz immerhin schon sechs persönliche Angaben gemacht werden müssen.

StudiVZ

studiVZ LogoDas Social-Networking-Portal für Studenten gilt als Kopie des erfolgreichen US-Vorbildes Facebook und ist das am schnellsten gewachsene und am teuersten verkaufte Web-2.0-Unternehmen in Deutschland. Mittlerweile agiert studiVZ mit Ablegern auch im europäischen Ausland, etwa in Polen, Frankreich, Spanien und Italien.

Die Seite bietet den Usern die üblichen Community-Tools und Suchfunktionen. Freunde können im persönlichen Profil verlinkt werden. Themengruppen, Message-Funktionen und Fotoalben ergänzen das Social Networking.

Einen klaren Wettbewerbsvorteil hat studiVZ gegenüber anderen Social-Networking-Portalen vor allem durch die große und bis dato stetig wachsende Anzahl von Nutzern. Allerdings werden die Nutzerzahlen meines Erachtens nach wohl nicht ewig so stark wachsen können, da die Anzahl der Studenten in Deutschland nun mal begrenzt ist.

Lokalisten

Lokalisten LogoDas Social Network der Lokalisten unterscheidet sich von anderen Anbietern in diesem Bereich vor allem durch die Regionalisierung von Freundes-Netzwerken. Es besteht sowohl ein starker Orts- als auch ein starker Offlinebezug (Freunde fürs richtige Leben finden und treffen).

Dabei bietet das Portal den Nutzern folgende Funktionen an: Profil eingeben, Fotos hochladen, Freunde einladen, Freundeskette, Freundesbaum, Chatten, Bloggen, Nachrichten verschicken, Event- und Marktbereich. Die Benutzerführung der Seite ist übersichtlich und die Nutzer haben die Möglichkeit die Plattform weiterzuentwickeln.

Wie bereits erwähnt, wird bei den Lokalisten vor allem der Offlinebezug stark betont. Es scheint mir allerdings realistisch zu sein, dass mancher Nutzer bei den Lokalisten so viele Freundschaften sammelt, dass er diese offline dann wohl doch wieder nicht pflegen kann.

Jappy

JappyLogoJappy ist eines der Social Networks auf dem Deutschen Markt das derzeit am rasantesten wächst. Um dem mittlerweile auf fast 600.000 Mitglieder angewachsenen Userstamm eine stabile und gut laufende Seite ohne großartige Störungen bieten zu können, gab es im Februar 2007 ein Versions-Update.

Die Plattform versteht sich in erster Linie als ein soziales Netzwerk, das auf Freundschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen basiert. Dabei bietet es den Nutzern eine Vielzahl an Funktionen: Profil mit Galerie und eigener Seite, Nachrichtendienst, Geschenke, einen Shop zum Einkaufen von Erweiterungen, eine eigene Währung: Credits, Chat, Forum usw.

Eine unterhaltsame Rubrik von Jappy, die ich so bei anderen Social Networks noch nicht gesehen habe, sind die Erfolgsberichte. Hier werden User interviewt, die sich bei Jappy kennen gelernt haben und nun gemeinsam durchs Leben gehen. Die Chancen bei Jappy einen Partner zu finden sind wohl auch nicht so schlecht, da das Geschlechterverhältnis der User recht ausgeglichen ist.

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Studivz und der Gruppenwahn wegen AGB

studi1.pngMachen wir uns doch mal den Spass und geben “AGB” ins Suchfeld des Studivz Gruppensuchfeldes ein. Die Antwort heute lautet: 199 Gruppen. Wer aufmerksam die Blogs zu diesem Thema gelesen hat, durfte feststellen, dass hier von Gruppen mit enormen Zulauf die Rede war. Aber was ich auf der ersten Seite sehe, sind Mitgliederzahlen von meist 2 bis 20 Mitgliedern. Ich wollte doch die große Revolte sehen! Irgendwo muss es ja die Möglichkeit geben die Gruppen nach Größe zu sortieren.. Nö, is nich. Warum kocht hier eigentlich jeder sein eigenes Süppchen, macht keinen Sinn – ist aber so! Also dann muss ich wohl alle 14 Seiten mit Gruppen durchforsten. Zusammengerechnet kommen alle 199 Gruppen auf etwas über 30.000 Mitglieder. Auf den ersten Blick sieht das recht viel aus, nur wie viele User melden sich in mehreren Gruppen an und was sind 30.000 in Relation zu 4 Millionen? Weniger als 1% ! Vielleicht kommt die Revolte ja noch ins rollen, glaub ich aber nich.

Interessant wäre doch die Zahl derer, die bereits den neuen AGB zugestimmt haben, oder noch interessanter, wie viele haben es gemacht ohne sich überhaupt durchzulesen was sie da bestätigen?

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StudiVZ, Myspace, Facebook: Werbung in sozialen Netzen!

facebook.pngIm November fuhr Facebook ja ein polarisierendes Werbe-System, genannt Beacon, an. Es war ein Versuch im dialogorientierten Marketing, in denen die User selbst Produkte promoten sollten – gewissermaßen unter Freunden und Kontakten. Das Problem, das zur Revolte führte, war die liebe Privatsphäre. Man konnte das Programm zwar wie Spam behandeln, sprich abschalten

Doch was bislang bleibt, ist der Fingerzeig in Richtung Zukunft der Online-Werbung: Persönlicher Bezug anstelle gestreuter Einheitsbotschaften.

space.jpgUngefähr zur selben Zeit launchte Myspace ein ähnliches Werbe-Programm, genannt Hyper Targeting. Die Grundlage zum Herstellen einer User-Werbung-Beziehung sind auch hier die persönlichen Daten der User-Profile.

Flut von Werbemails nach Verkauf von Nutzerdaten?

studi.pngDie neue Werbestrategie nun von StudiVZ war auch seit Monaten bekannt. Reger Protest regte sich ab letzten Freitag seit dem Bericht über die Veränderung der AGB. Manche user überlegten plötzlich, was ihnen da passieren könnte und probten den Aufstand:

Werbetreibenden sollen relevante Daten der Userprofile, also zum Beispiel Studiengang, Hochschule, Alter, Hobby-Angaben, zur Verfügung gestellt werden, um die Nutzer gezielt informieren zu können.. sogar per SMS sollten User derartig Werbung erhalten.

Also: Facebook ruderte ein Stück zurück und StudiVZ ruderte nach Bekundung von Unmut beunruhigter User ebenfalls ein Stück zurück. Jedenfalls ist der Werbe-SMS-Dienst erstmal vom Tisch – zumindest das finde ich gut, wäre das doch der unsympatische Weg zur Kontaktaufnahme.

Doch warum regen sich alle so auf?

Wegen den falschen Berichten der allgemeinen Newsersteller? Verkauft wird hier gar nix! Nur relevant informiert.. zwar noch mit Email-marketing-Feeling. Aber hey! Man muss gar nichts kaufen. Werbung besteht nur nicht länger ohne die Verknüpfung zum Individuum. Wenn schon personalisierte Infos per Mail kommen, dann sicher nicht in Masse.

Werbemails? Widgets!

widget.jpgIch würde das in Netzwerken ohnehin mehr über den echten Mehrwert Widget versuchen, zusätzlich zu qualifiziert versendeten Mails – besonders bei jüngeren Nutzern ohne silbernen Rücken:

Mit Widgets kann man einiges mehr anstellen, als mit schicken Mails und bunten Bildchen – ohne dass die tragende Plattform irgendwelche Informationen weitergeben muss. Das wiederum müssen die Unternehmen selbst lernen und die Agenturen, die sie betreuen ebenfalls.

Ausserdem ist es gar nicht schlimm, wenn StudiVZ mit der Brechstange vorgeht – Facebook kommt nun eh nach Deutschland und Europa. Sicher wird Facebook auch diese Erfahrungen mit einkaufen.

Und Google indes experimentiert einfach fröhlich weiter – mit einfachem unformatierten Text.

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Holtzbrinck platziert exklusiven Shopping-Club in StudiVZ

brands4friendsde.pngbrands4friends.de ist der neue Online-Shopping-Club mit Holtzbrinck-Beteiligung für eine geschlossene Benutzergruppe, zu dem man nur Zutritt durch eine Einladungsmail eines Kooperationspartners oder Mitglieds erhält. Klingt exklusiv. Das soll es wohl auch.

Die Einladungen für den Shop-Zugang sind derzeit auf studiVZ ein Thema – wohl weil Werbung in Communities allgemein aufmerksam beobachtet wird, und weil das Produktangebot im Shopping-Club wohl noch nicht so spannend daherkommt.

Das Konzept von brands4friends klingt aber sehr erfolgversprechend, zumal das französische Vorbild vente-privee.com gut losmarschierte und mittlerweile 3,5 Millionen Besucher im Monat hat.

Quelle: exciting commerce

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StudiVZ-Vermarkter dementiert Ausschlusskundenlisten

Die Konkurrenz darf nun doch werben. Vor dem Hintergrund der Diskussion um das Werbestop von verwandt.de äußerte Carsten Schwecke, Director Online beim StudiVZ-Vermarkter GWP, gegenüber dem Internet-Dienst Deutsche-Startups.de, daß verwandt.de für eine Kampagnenlaufzeit die Zusage bekommen habe:

» Nach Ablauf der Kampagne hat FamilyOne zu gleichen Konditionen eingebucht. «

Von diesem gegenseitigen Konkurrenzausschluss spricht auch Class van Delden, Bereichsleiter Internetbeteiligungen bei Holtzbrinck Networks:

» Wir können eigene Beteiligungen ja nicht benachteiligen. «

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StudiVZ und SchülerVZ und Yahoo.

Die Holtzbrinck-Websites StudiVZ und SchülerVZ sind jetzt Partner von Yahoo. Im Rahmen einer Kooperation können die vier Millionen Mitglieder der beiden Online-Communities verschiedene Suchprodukte von Yahoo auf beiden Netzwerken nutzen.

» Neben den kommerziellen Suchergebnissen von Yahoo Search Marketing stellt Yahoo den Online-Netzwerken exklusiv eine Web Search sowie für die registrierten Nutzer eine Suche für die Website zur Verfügung. «

Wie das US-Magazin InformationWeek berichtete, will Yahoo zukünftig alle

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StudiVZ: Turmspitze wird abgelöst

studivz.jpgDie Studenten Community studiVZ soll ab August eine neue Geschäftsführung bekommen. An der Spitze des Unternehmens soll künftig Marcus Riecke sitzen. Die bisherigen Bosse sollen sich dem neuem Chef unterordnen, laut deutsche-startups.

Das ist schon sehr merkwürdig: Erst geht Ehssan Dariani und jetzt kommt so ein Neuer und die bisherigen Bosse müssen auch wieder weichen. Wird jetzt aufgeräumt?

Da Holtzbrinck das Studentenverzeichnis nun kommerzialisieren muss, scheint

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Holtzbrinck: myphotobook gekauft! Bald in StudiVZ?

myphotobook Und wieder einmal schlägt Holtzbrinck Networks zu. Für eine Summe von stillschweigenden Millionen Euro gibt Holtzbrinck Networks die Mehrheitsbeteiligung an myphotobook bekannt. Einmal mehr finden sich als alte Bekannte und alte Beteiligte die Samwer-Brüder, wie auf golem zu lesen ist:

» Zu den bisherigen Finanziers des 2004 gegründeten Unternehmens gehörte unter anderem der European Founders Fund der Samwer-Brüder. «

Weiter heißt es auf golem zum Thema myphotobook:

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