Social-TV-Startups kranken auch an Fehleinschätzung des Second Screen-Trends

Second Screen
Foto: Robert S. Donovan
Seit etwa zwei Jahren wird viel über das Thema Second Screen diskutiert, was wohl einer der Gründe ist, warum das TV-Werbebudget vieler Pure-Player aktuell explodiert. Smartphone, Laptop oder Tablet parallel zum TV zu nutzen, ist heute selbstverständlich.

Nun wurde bekannt, dass gleich zwei Berliner Social-TV-Startups, TunedIn und Zapitano, Insolvenz anmelden. Wie passt das zueinander?

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Studie zu Second Screen: Weit weniger Interaktion als gedacht [5 Lesetipps]

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Second Screen getrennt nach Kanälen: ganz so einfach ist es doch nicht. Foto: ehdge
Bei der Studie Catch Me If You Can! zum Thema Second Screen gaben 86 Prozent der Befragten an, dass es für sie selbstverständlich ist, parallel zum Fernsehen noch ein weiteres Gerät zu nutzen. Doch bis zur völligen Vernetzung von Fernsehen, Internet und Shopping scheint es ein weiterer Weg zu sein, als gedacht: Was dabei im Fernsehen läuft, spielt für die Aktivitäten auf Laptop, Smartphone oder Tablet meist keine Rolle. Nur in 12 Prozent der Fälle hat das, was auf den verschiedenen Bildschirmen vor sich geht, etwas miteinander zu tun.

Zahlen zu Second Screen – die häufigsten Gerätekombinationen:

  • 56 Prozent: Laptop & TV
  • 55 Prozent: Smartphone & TV
  • 49 Prozent: Tablet & TV
  • 45 Prozent: Smartphone & Laptop
  • 34 Prozent: Smartphone & Tablet
  • 33 Prozent: nutzt drei Geräte parallel

Nach was wird nebenbei geschaut? Am häufigsten widmen sich die Befragten ihren E-Mails (83 Prozent), danach folgen Suche (72 Prozent) und Nachrichten (71 Prozent).

Interessant ist vor allem der Befund, dass nicht der Gerätetyp, sondern die Aufmerksamkeit des Nutzers bestimmt, was der “First Screen” ist. Der Fernseher ist also nicht, wie lange angenommen, automatisch das Zentrum des Interesses, während der jeweils kleinere Bildschirm als ergänzender “Second Screen” dient.

87 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Aufmerksamkeit stetig zwischen den Bildschirmen wechselt, sei es aufgrund von Langeweile, neuen Nachrichten, SMS oder Werbepausen. Von daher müsste man eigentlich von “Multi Screen” statt “Second Screen” sprechen und betreffende Konzepte in dieser Hinsicht umarbeiten.

Nachtrag: Weitere Updates zum Thema gibt jetzt auch auf dem Netzökonomie-Blog und auf internetworld.de.

Unsere Lesetipps der Woche:

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Google Glass – Die Spannung steigt [5 Lesetipps]

Foto mit Google Glasses aufgenommen DailyDeal kehrt zurück nach Good old Germany und Paypal will mit “Here” bald auch offline den europäischen Markt der Bezahlsysteme erobern – man kann nicht sagen, es sei eine ruhige Woche gewesen.

Trotzdem gab es bei uns nur ein Thema – Google Glass. Der aufmerksame Leser weiß ja, dass bei uns so mancher schon seit dem vergangenen Sommer sehnsüchtig auf die Datenbrille wartet (Steht Google Glass kurz vor dem Release?). Nun geht alles schneller als gedacht und Google zeigt sich unerwartet geschickt darin, echte Vorfreude zu wecken.

Inzwischen werden immer mehr Details zur Funktionsweise und dem Patent bekannt, erste Erfahrungsberichte machen die Runde.

Wir finden: Höchste Zeit, sich Gedanken über die damit eröffnenden Möglichkeiten zu machen. Was wohl passiert, wenn Google Glass auf das Thema (E-)Commerce trifft?

Unsere Lesetipps der Woche:

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