Buchhandel im Kampf – Preisbindung, TTIP und Amazon

Grafik:Sam Howzit
Grafik:Sam Howzit
Anfang Januar veröffentliche der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Zahlen, die den stationären Buchhandel als weiterhin erfolgreichen Vertriebsweg sieht. Zwar sei der Umsatz im stationären Geschäft um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, dennoch klopft man sich auf die Schulter, die Digitalisierung sei geglückt und die Leute holt man außerdem noch in die Läden. Dass Thalia zuletzt insgesamt 9000 Quadratmeter Ladenfläche aufgab und Weltbild zu Beginn des vergangenen Jahres Insolvenz anmeldete, stört niemanden mehr.

Krise überstanden und auf in eine rosige Zukunft…oder? Während die stationären Buchläden 1,2 Prozent Umsatzeinbruch hingelegt haben, fiel das Jahresergebnis aller Vertriebswege – Stationärer Buchhandel, Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf-/Warenhäuser – insgesamt um 2,1 Prozent. Begründungen: Ein starkes Jahr 2013 und das späte Osterfest. Eine Prognose für die nächsten Jahre wird noch nicht gewagt. Wie steht es also um die Zukunft des Buchhandels?

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Hugendubel schafft den Absprung von Weltbild [5 Lesetipps]

Hugendubel und Weltbild trennen sichWeltbild und Hugendubel gehen im stationären Geschäft künftig getrennte Wege. Das heißt konkret: Die Weltbild-Filialen werden in die Verlagsgruppe Weltbild integriert, Hugendubel wird wieder ein hunderprozentiges Familienunternehmen und betreut die Filialen selbst. Bisher war das Filialgeschäft der Marken Hugendubel und Weltbild in der Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG (DBH) gebündelt.

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Um Himmels Willen – Weltbild Verlagsgruppe wird doch nicht verkauft

Der Papst ist “not amused” (das sagt man doch so?) – offenbar haben sich in das Sortiment des Buchhandelsunternehmens über 2.500 Erotik- und Sextitel geschlichen. Wie das in einem Unternehmen passiert ist, das zu 100% der katholischen Kirche gehört, ist nicht bekannt. Mehr noch: Im Weltbild-Katalog finden sich Bücher, die unter abseitige Kategorien wie Esoterik, Magie und Satanismus fallen.

Weltbild erotische Buecher Screenshot

Damit sorgte der Verlag im vergangenen Jahr für einen Skandal, vor allem in den eigenen Reihen, wie die Schlagzeile “Deutsche Bischöfe weiter aktiv im Pornogeschäft” auf katholisches.info erahnen lässt.

Ja Kruzifix, jetzt ist auch noch der geplante Verkauf des Verlags gescheitert. Er wird nun in eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts umgewandelt, ansonsten bleibt alles beim Alten.

Wir finden: Eine gewisse Expertise, was Sexskandale, Magie und Satanismus angeht, ist der katholischen Kirche nicht abzusprechen, von daher ist der Weltbild-Verlag dort vermutlich gut aufgehoben.

Wir wünschen ein schönes Wochenende!

Via Golem.de

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