Facebook verkündet Augmented Reality Werbung im Newsfeed [5 Lesetipps]

augmented, reality, futuristic
Quelle: Photo by Steve Roe on Unsplash

Es ist noch nicht lange her, da kamen verschiedenste Skandale um Datenmissbrauch und Fake News bei Facebook ans Licht. Das Unternehmen verlor kräftig an der Börse, und schien für viele Nutzer, Stakeholder und Marketers an Glaubwürdigkeit und Charme verloren zu haben.

Doch davon lässt sich das größte Soziale Netzwerk nicht die Laune verderben: Instagrams Attraktivität wachse und wachse, verkündigte das Unternehmen gleich in einem Atemzug mit den schlechten Börsen-News. Vor allem unten jüngeren Generationen sei das Foto-Netzwerk beliebter denn je. Auch Facebook selbst will wieder Pluspunkte sammeln und treibt Innovationen voran. Dabei steht Augmented Reality definitiv im Mittelpunkt.

Zum Beitrag
(5 Bewertung(en), Schnitt: 4,60 von 5)
Loading...

KI übernimmt Auswahl und Platzierung von Onlinewerbung [5 Lesetipps]

Quelle: pexels.com
Quelle: pexels.com

Die Macht der künstlichen Intelligenz weckt immer mehr Erwartungen im Handel. Verbraucher, Händler und Hersteller setzen auf ihre Vorteile, nämlich Kostensenkung, Produktivitätssteigerung und Prozessoptimierung. Und immer mehr Abteilungen nutzen intelligente Software, um ihre Performance zu verstärken.

KI-Anwendungen finden sich nicht nur in Fabriken oder Lagern. Auch Onlinemarketing- und Werbeaktivitäten können schon smart automatisiert werden. Google hat kürzlich das Machine-Learning-System “AdSense Auto Ads” für Werbetreibende an den Start gebracht. Dieses System bestimmt nicht nur die Art von Anzeigen, die jede Zielgruppe sieht, sondern auch, wie diese Anzeigen platziert sind.

Auf diese Weise will es Google Marketern mit seiner intelligenten Software ermöglichen, auch ohne großen Zeit- und Ressourcenaufwand ein möglichst breites Publikum zu erreichen.

Der weitverbreitete Einsatz von Auto Ads könnte sie zu einer der wirkungsvollsten KI-Entwicklungen machen, die es bisher gibt. Dennoch stellen sich Fragen: Welche Änderungen ergeben sich und welche Auswirkungen hat ihr Einsatz?

Zum Beitrag
(4 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Netzfund: Facebook-Likes statt Kreditkarte -> Die neue Währung kommt!

In einer immer wettbewerbsfähigeren Welt, in der die Kunden das letzte Wort haben, müssen Marken nicht nur den betreffenden Markt erobern, sondern auch immer kreativer und ungewöhnlicher sein, um ihnen aufzufallen. Früher oder später erreichen die Marken ihre Zielgruppe über mehrere Touchpoints, meistens jedoch über das Smartphone . Begriffe wie Mobile Marketing, Geotargeting oder Native Advertising sind jetzt der heilige Gral.

Aber es gibt auch andere Wege, Aufmerksamkeit zu erregen. Das Verständnis der Kundenansprache hilft oft das zu schaffen, besonders wenn sich ein heißes Thema (wie die neue digitale Währung) wie ein roter Faden durch die Werbegeschichte zieht.

Wir reden jedoch nicht über Bitcoins, sondern über etwas, mit dem wir mehr vertraut sind. Pass auf!

Stell dir vor, dass du ein cooles Outfit mit „LIKES“ bezahlen könntest. Wenn du hunderte Freunde hast, ist das kein Thema! Das ist es, was der internationale Männermode-Anbieter Strellson ermöglicht. Dafür hat er einen eigenen Like-Shop aufgebaut. Dieser besondere Shop bietet 10-15 unterschiedliche Produkte mit verschiedenen „Preisen“ (die zwischen 50 und 500 Likes liegen).

Quelle: Strellson
Quelle: Strellson

Da die Produkte limitiert sind, kann nur die erste Person, die die entsprechenden LIKES von ihren Freunden bekommt, das Kleidungsstück kostenlos haben! Wow… Hier gewinnt Freundschaft gegenüber Reichtum.

Aber hört auf zu träumen! Bisher ist es nur eine innovative Form der Werbung. Aber wenn es erfolgreich ist, sollte Strellson dieses LIKE-SHOP-KONZEPT auf die nächste Stufe bringen…

Zum Beitrag
(6 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Paradox: Wer Artikel teilt, hat eine geringere Readtime

Soziale Netzwerke
Grafik: Tanja Scherm

Wer einen Artikel teilt, hat diesen Artikel auch gelesen. Richtig? Falsch! Einer Studie von Chartbeat zu Folge sind gerade die Personen, die einen Artikel über soziale Netzwerke teilen, die Leser mit der kürzesten Readtime. Paradox daran ist, dass Personen, die die Artikel nicht geteilt haben, offensichtlich die aufmerksameren Leser sind. Was bedeuten diese Ergebnisse für Native-Advertising-Enthusiasten?

Zum Beitrag
(2 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Native Advertising – Schleichwerbung mal anders

Chameleon
Grafik: Caroline Granycome

Als ein Trend auf der dmexco galt das Native Advertising. Dahinter verbirgt sich Content, der für Sponsoren geschrieben wird. Diese Werbung ist als solche im ersten Moment nicht zu erkennen. Klingt nach der eierlegenden Wollmilchsau in der Werbebranche: Ads, die nicht aufdringlich sind und auch von AdBlockern unberührt bleiben.

Zum Beitrag
(2 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Werbung im sozialen Umfeld: Unterschied zur klassischen Werbung

Die Möglichkeiten, Kunden zu erreichen und Kunden für ein Unternehmen zu gewinnen, wachsen mit der stetig ansteigenden Zahl an Kommunikations- und Absatzkanälen. Doch dies bedeutet nicht, dass sich automatisch ein größerer Erfolg verspricht. Denn die neuen Kanäle arbeiten nicht nur mit neuen Medien, sondern fordern auch neue Marketingkonzepte und –Strategien für eine erfolgreiche Werbung. Die klassischen Methoden der Kundenansprache lassen sich nur noch sehr schwer anwenden und sind in den meisten Fällen einfach obsolet:

Während man in Deutschland 1980 mit einem einzigen TV-Werbespot noch 4,1 Millionen potenzielle Kunden (ab 14 Jahren, da diese nach dem Gesetzt erst konsumfähig sind) erreichte, konnte man 2006 nur noch mit 0,6 Millionen rechnen. Dies lässt die Kosten pro Kunde erheblich steigen, während die Effizienz auf ca. 14,6 % sinkt.

Eine Studie von Jeffrey Cole zeigt, dass 2005 durchschnittlich 37% des Werbebudgets eines Unternehmens für TV-Werbung, 30% für Printmedien und 5% für Online-Werbung verwendet wurde. Problematisch war allerdings, dass schon damals die Zielgruppe der 18-bis 35-Jährigen „nur“ 13 Stunden die Woche Fernsehen schauten, nur etwa 2 Stunden lasen, aber schon 16 Stunden im Internet verbrachten (und schon dreiviertel der Altersgruppe 16 bis 29 handelte auf eBay oder bestellte Produkte online). Eine Tatsache, die abseits des Blickwinkels eines Werbenden bei kritischen Sichtweisen, wie sie beispielsweise von Neil Postman vertreten wurde, zu latenten Kopfschmerzen führt.

Nichtsdestotrotz: Diese Verlagerung der Mediennutzung ist daher zwingend für ein Umdenken des starren Vorgehens in der Werbung. Auch die klassischen Zielgruppen verschwinden zunehmend. Sozialdemografische Faktoren, wie Mindestjahreseinkommen und Familienstand, nach denen bisher die Zielgruppen charakterisiert wurden, greifen nicht mehr.

Auch der klassische Stereotyp, der leicht mit massenkompatiblen Produkten zufrieden gestellt werden konnte, stirbt im übertriebenen Sinne aus. „Schneller, billiger, größer, standardisierter“ – dieses Konzept der Massenproduktion ist tot gelaufen. Eine in diese Richtung abzielende Diskussion, konnte ich im Januar bei den Live Shooping Days auf dem Exceed Camp verfolgen, in der unter der Leitung von Murat Icer speziell auf das Thema „Wie komme ich als Onlineshop-Betreiber aus der Preisspirale raus“. Emotionalisierung und gute Produkte, etc. waren die Antworten, die aus Sicht des E- und Social Commerce zurückschnellte.

Die Vielzahl an Angeboten, die sich immer ähnlicher werden und oftmals auf Grund der Marktsättigung sich nur noch preislich in Cent-Beträgen voneinander unterscheiden, lässt keinen Platz mehr für „neue“ doch im Prinzip gleiche Produkte. Der Markt verlangt Differenzierung und Individualisierung der Produkte. Denn der moderne Kunde folgt nicht mehr primäre der Grundbedürfnisdeckung, sondern handelt nach seinen persönlichen Präferenzen, womit das Ergebnis der Forderung nach Emotionalisierung in die absolut richtige Richtung abzielt.

Ein neuer Typ von Kunde entsteht aus diesem Verschmelzen von Massenkonsum und Individualprodukten. Gedanklich illustriert bedeutet dies: der „hybrid“-Kunde geht zuerst in einen Feinkostladen und dann zu Aldi. Dieser Kunde setzt auch weniger auf die Angaben von Herstellern und Händlern zu Produkten, sondern informiert sich gezielter über die Waren.

Nicht selten sucht sich der erfahrene Nutzer dafür seine eigenen Peers im Social-Commerce-Bereich: Insbesondere setzt er auf Empfehlungen, Erfahrungsberichte, Produktbewertungen und Rezensionen von anderen Kunden, die sich vorzugsweise im gleichen sozialen Umfeld befinden oder seine Interessen und Ansprüche teilen.

Daher ist ein Umdenken im Umgang mit dem Kunden nötig, um dem Wettbewerb standzuhalten.

In ihrem Essay Die Kundenrevolution: Warum Unternehmen umdenken müssen“ (PDF, ca. 430 KB, Inhaltsverzeichnis aus dem Buch „Community Marketing“, in dem das Essay erschienen ist), fassen die beiden Autoren Alain Egli und Tobias Gremaud einige wichtige Erkenntnisse zusammen, die wir akzeptieren müssen:

  1. Das Vertrauen in Hersteller und Händler sinkt, das Vertrauen in Referenz-Meinungen anderer Kunden steigt.
  2. Konsumenten schließen Hersteller und Händler beim Netzwerk und Informationssammeln zunehmend aus.
  3. Das Ende des »einsamen Konsumenten« – er handelt immer mehr als Teil eines kollektiven Netzwerks.
  4. Die Konsumentenmärkte von morgen sind auf gesellschaftlicher Ebene verbundene Märkte.
  5. Zweit- und Drittmeinungen sind schneller und billiger erhältlich und selbst bei spontanen Meinungen die Norm.
  6. „Linking Value“: Verbindung ist wichtiger als das Produkt.
  7. Im Netz fußt das Vertrauen auf den Ruf. Rückmeldungen sind das neue Aphrodisiakum.
  8. Im Web 2.0 sind Firmen-Lügen ein Relikt vergangener Zeiten.
  9. Das Netz schafft soziales Kapital.
  10. Die Macht schiebt sich von B2B zu C2C.
Zum Beitrag
(1 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Erfolgskontrolle

Nach den drei bisher dargestellten Schritten im Thema „Werbeformate in sozialen Netzwerken“ (Werbeakzeptanz, Mehrwertgenerierung und Kundenstruktur) bleibt noch ein letzter Schritt zu gehen: Die Erfolgskontrolle.

Die Erfolgskontrolle spielt auch im sozialen Werbemarkt wie bei allen Marketing-Maßnahmen, ob on- oder offline, eine entscheidende Rolle, um die Kampagnen zu optimieren und das eigesetzte Budget effizient umzusetzen. Doch anders als im herkömmlichen Online-Marketing geht es nicht vorrangig um die Steigerung der Klicks und Page-Impressions, sondern um den Dialog zwischen Firmen und Kunden.

„Mitreden kann nur, wer die vorhandenen Gespräche kennt und sich nicht nur auf einen Themenwechsel fokussiert.“ Es ist unerlässlich für ein Unternehmen, herauszufinden, wo im Netz über das eigene Unternehmen diskutiert wird und die entsprechenden Aktivitäten laufend zu prüfen.

facebook_analysis_insights_t3n-596x225
(Facebook Insights des t3n-Magazins)

Nach dieser veränderten Rollenverteilung sind auch dementsprechend die Werte der Erfolgsmessung zu definieren. Diese Werte, auch Key Performance Indicators (kurz KPIs), ermöglichen eine quantitative sowie eine qualitative Messung. Ein wichtiger quantitativ KPI ist zum Beispiel die Häufigkeit der nutzergenerierten Inhalte zu Produkten und Dienstleistungen, zur Marke oder zu Werbemitteln wie Videos und Spots. Dabei lässt sich nach dem enthaltenen Dialog zugleich ein qualitativer KPI herleiten, d.h. ob sich eine eher positive oder negative Tendenz erkennen lässt. Auch interessant diesbezüglich ist die Frage, welche User diesen Content produzieren, in welchen Netzen sie unterwegs sind und ob sie sogar als Meinungsmultiplikatoren fungieren.

Ebenso kann beispielsweise die Steigerung der Bekanntheit an der Abonnentenzahl von Blogs oder an der Zahl der Verlinkungen zu Blog-Einträgen gemessen werden. Die Summe des produzierten Contents seitens des Unternehmens kann ebenfalls als Kennzahl für die Dialogförderung mit dem Kunden dienen. Beispielsweise die Zahl der veröffentlichten Videos eines Unternehmens auf YouTube oder Facebook. Durch YouTube-Statistiken können sogleich auch Aussagen über die Verbreitung eines Videos getroffen werden. Für die Facebook-Fanpage ebenso.

Der Netzwerkaufbau kann hingegen durch die Anzahl von Abonnenten bzw. „Freunden“ von Profilen in sozialen Netzen z.B. Facebook nachvollzogen werden. Auch hier dient die Zahl der Verlinkungen zu den eingestellten Beiträgen als Indikator.

Um die Brennpunkte der jeweiligen Diskusionen im Netz zu finden, bieten sich unter anderem auch Tools wie Buzz-Analytics an, die Aufschluss über den Ort und die Häufigkeit zu bestimmten Thematiken liefern.

Um die Sematikanalyse um die Grundstimmung bzw. Tendenz der usergenerierten Inhalte zu erkennen, sind Social-Media-Monitoring-Tool nützlich. Beispielweise liefern Tools wie „Tweetfeel“ oder „Twendz“ speziell für den Microblogging-Dienst Twitter automatisch Auskunft über die Summe von positiven und negativen Meinungen zu Einträgen anhand von Keyword-Auswertung.

Diese obengenannten Tools eigenen sich jedoch nur für eine ersten Einblick in das soziale Geschehen. Für eine professionelle automatische Überwachung des Social Webs sind daher auch professionelle Software-Lösungen nötig. Social-Media-Monitoring-Produkte wie Radian6 oder SM2 bieten neben umfangreichen Monitoring-Funktionalitäten auch die Möglichkeit des Konkurrenzvergleiches an.

Trotz solcher softwaregestützten Überwachung ist eine manuelle Auswertung und Abgleichung mit den Kampagnenzielen notwendig.

Zum Beitrag
(2 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Kundenstruktur

Zu den weiteren Besonderheiten des sozialen Werbemarktes gehört, neben der Werbeakzeptanz und der Mehrwertgenerierung, die Kundenstruktur beziehungsweise die Gliederung der Verbrauchergruppen.

Die Gesamtheit der Nutzer wird dabei nicht primär nach Alter, Geschlecht oder soziale Stellung unterteilt, sondern nach den Aktivitäten bzw. Teilnahme an dem Netzwerkgeschehen. Dabei wird gemeinhin in sechs Gruppen unterschieden, hier sei das Buch „Facebook, YouTube, Xing & Co. – Gewinn mit Social Technologies“ von Li und Bernoff empfohlen (S.51):

  • Gruppe der Kreatoren: Veröffentlichen ein Blog, eigene Websites, laden selbst erzeugte Videos hoch, laden selbst erzeugte Musik/Audios hoch, schreiben Artikel oder Geschichten und laden diese hoch
  • Gruppe der Kritiker: Schreiben Bewertungen/Besprechungen von Produkten oder Dienstleistungen, geben Kommentare zu Blogs von anderen Leuten ab, liefern Beiträge zu Onlineforen, tragen zu Artikeln in einem Wiki bei oder bearbeiten sie
  • Gruppe der Sammler: Benutzen RSS-Feeds, taggen Webseiten oder Onlinefotos, “stimmen” online für Websites (ab)
  • Gruppe der Mitmacher: Unterhalten ein Profil auf einer Seite für soziales Networking, besuchen Seiten für soziales Networking
  • Gruppe der Zuschauer: Lesen Blogs, sehen sich Videos von anderen Benutzern an, hören sich Podcasts an, lesen Onlineforen, lesen Bewertungen/Besprechungen von Kunden
  • Gruppe der Inaktiven: Beteiligen sich an keiner dieser Aktivitäten

Ein klarer Bestandteil des heutigen Werbemarktes, ist ein immer noch nicht vollständig akzeptierter Umstand: Märkte sind Gespräche – und erfahrene Nutzer, wie sie in naher Zukunft in Massen auftreten werden, haben ihre eigenen Peers. Das hat auch bereits das Cluetrain-Manifest 1999 festgehalten:

» […] Die Menschen in vernetzten Märkten haben herausgefunden, dass sie sich weit bessere Informationen und Unterstützung gegenseitig bieten können, als sie von ihren Verkäufern erhalten. «

In dem seit Januar 2008 immer noch sehr aktuellem Trenddossier „Social Commerce: Verkaufen im Community-Zeitalter“, herausgegeben vom Zukunftsinstitut und verfasst von Andreas Haderlein und Jochen Krisch, wird die Kundenstruktur in einen zwangsläufigen Kontext mit der Konsumkultur gesetzt:

» […]Denn die Veränderung unserer kommunikativen Landschaft, wie sie sich insbesondere entlang der Verbreitung des Internets und durch das Mitmach-Web in den vergangenen Jahren vollzogen hat, bewirkte vor allem eines: eine Entwertung der autoritären Marken- und Medienbotschaft. Die gespürte Veränderung im B2C-Geschäft hat also weniger zu tun mit einer vermeintlich konsumsatten und werberesistenten Klientel als mit fehlendem Vorstellungsvermögen über ein sich wandelndes Mediennutzungsverhalten, über neue Kommunikations-und Teilhabe-Bedürfnisse. «

Das Trenddossier gibt es hier (69 Seiten), ist bebildert und sehr spannend.

Zum Beitrag
(2 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Mehrwertgenerierung

Ebenso wie die Akzeptanz von Werbung, spielt die Mehrwertgenerierung ein wichtige Rolle, wenn man Werbeformate in sozialen Netzwerken thematisiert.
Denn ebenso wie sich das Kaufverhalten der Kunden in den letzten Jahren deutlich geändert hat, sind auch die Ansprüche der Kunden an die Unternehmen gewachsen. Die Märkte sind überfüllt und der Kunde hat zu fast jedem Produkt oder Dienstleistung auch mindestens eine, wenn nicht noch mehr Alternativen zur Auswahl. Qualität, Preis und Nutzen eines Produktes sind und bleiben immer noch primäre Kriterien für die Kaufentscheidung. Doch verlangt der Kunde mehr. Der Kunde will einen zusätzlichen Nutzen aus dem Kauf einer Ware ziehen. Der Kunde möchte einen Mehrwert.

Dieser Mehrwert, auch beschrieben als komparativer Konkurrenzvorteil, kann schlussendlich nicht nur über den Kauf entscheiden, sondern kann auch das Hervorstechen eines Produktes aus dem gesättigten Markt bedeuten. Die Generierung von Mehrwerten fängt dabei schon in der Werbung an.
Das Prinzip der Werbung als reine Informationsquelle ist dabei hinfällig. Im modernen Werbemarkt müssen Werbeformate unterhalten und Spaß machen. Sie müssen den Kunden ansprechen, interagieren und bewegen. Sie kann den Kunden auf emotionaler Ebene ansprechen oder ihn schlechthin provozieren. Hauptsache der Kunde beschäftigt sich mit ihr. Er muss sich mit der Werbung auseinandersetzen. Je interessanter die Kampagne ausgestaltet ist, desto eher wird es von den Konsumenten akzeptiert und desto größer fällt die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit diesem aus. Eigenschaften eines wirksamen Kampagnengutes (PDF, 54 KB):

  • Das Kampagnengut ist abwechslungsreich und außergewöhnlich. Es überzeugt mit einem hohem Unterhaltungswert und Spaßfaktor.
  • In seiner Art und Weise ist es etwas Neues und einzigartiges. Dadurch weckt es die Aufmerksamkeit der Konsumenten und regt zur intensiven Beschäftigung an.
  • Ein zusätzlicher, außergewöhnlicher Nutzen weckt weiteres Interesse.
  • Die eingesetzten Medien müssen weitestgehend kostenfrei bezogen und genutzt werden können.
  • Die Medien lassen sich leicht übertragen, kopieren, weiterleiten oder verlinken. Die Anforderungen an technologisches Wissen bzw. Geschick müssen sehr klein gehalten werden.

6a00e008c451518834012875a5cd56970c-450wi[via Tom Fishburne]
Inwiefern der Begriff “Kampagne” heutzutage obsolet geworden ist, zeigt sich an einigen fehlgeschlagenen Versuchen in der Vergangenheit. Viele Unternehmen, die den Dialog mittlerweile suchen, müssen sich zwangsläufig an Strukturänderungen in der Kommunikation von Werbung versuchen. Das Credo “If you think the world is an audience – think the opposite” entwickelt sich seit kurzer Zeit zu einem roten Leitfaden: Social Commerce und Social Shopping. Aber auch die Machtlosigkeit über die Möglichkeiten sozialer Medien, in der Kampagnenfehler oder klassische Kampagnendenke, schnell zu einem Desaster werden kann. Dieser Machtlosigkeit ist auf der einen Seite mit Mut und mit der Annahme neuer Mehrwertschaffenden Ideen zu begegnen.

Anderenfalls gestaltet sich die Auseinandersetzung mit Werbung oder Werbebotschaften seitens der Adressaten unerwünscht. Und das hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Kaufentscheidung.

Zum Beitrag
(1 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...