Usability allein bindet keine Kunden. »Positive UX« ist gefragt!

User Experience barrierearmes Design
Quelle: @goodgoodgood | Unsplash

» Usability definiert das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Nutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. «

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Is klar, oder? Kaum ein Artikel ohne das Buzzword Usability. Zu recht. Denn es ist die Usability, die mit über den Erfolg einer Web- oder Shopseite entscheidet. Lädt die Seite schnell genug? Ist die Oberfläche intuitiv? Sind Content und Medienelemente hochwertig gestaltet und richtig platziert?

Lässt sich gute Usability also berechnen? Ziel der Usability-Optimierung eines Onlineshops ist es, den Nutzer auf mit einer guten Usability, also auf kürzestem Wege, möglichst intuitiv und einfach, zum gewünschten Zielvorhaben zu lenken. Ein Regelwerk und Metriken für eine optimale Usability zu haben, ist dabei sicher wichtig.

Usability-Tests dienen darüber hinaus der Evaluierung und ermöglichen Rückschlüsse auf die drei Messkriterien der Usability: Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit.

Ein guter Usability- und UX-Designer sollte sich jedoch nicht ausschließlich an rationalen Fakten, sondern an Emotionen, Individualität und Zeitgeist orientieren. Denn, um Kunden langfristig zu binden, reicht gute Usability allein nicht aus. Stattdessen bedarf es einer Nutzererfahrung, die positive Gefühle auslöst. Hello »Positive UX-Design«.

Usability meets Positive Design

Beim Positive UX-Design wird das Wohlbefinden der Nutzer ganz bewusst in den Gestaltungsprozess miteinbezogen. Ziel ist es, dass Kunden während der Customer Journey nicht nur zufrieden, sondern auch glücklich werden und sich dadurch emotional an den Shop oder das Produkt binden.

Eine Methode, um mehr Positivität in den Gestaltungsprozess zu bringen, sind sogenannte Erlebnisinterviews. In diesen werden Kunden offen nach positiven Erlebnissen zu einem bestimmten Kontext gefragt. Die Ergebnisse können für UX-Designer somit eine Inspiration sein und dabei helfen, durch Gestaltung des Shops positive Erlebnisse zu ermöglichen.

Ein Beispiel dafür, wie UX-Design zu Glücksgefühlen führen kann, bietet die Suchmaschine Ecosia. Sie nutzt einen Teil ihrer monatlichen Erträge, um Bäume zu pflanzen. Die Anzahl der bereits gepflanzten Bäume wird dem Suchenden durch einen Live-Ticker direkt unter dem Suchfeld visualisiert. Schon die Eingabe eines Suchbegriffs löst also positive Gefühle bei Nutzern aus. Mit ihrer Entscheidung für die »grüne Suchmaschine« leisten sie ihren Teil, um den Klimawandel zu bremsen.

Usability und Inclusive Design

Auch mehr Vielfalt trägt im Gestaltungsprozess dazu bei, dass digitale Produkte und Services positiver wahrgenommen werden. Entsprechend der Vielzahl von benutzten Geräten, der Vielfalt an möglichen Situationen oder aber dem privaten Kontext gilt es daher, allen Usern eine gleichermaßen positive Experience zu bieten. Erst recht für Nutzer mit körperlichen Beeinträchtigungen.

Inclusive Design hat sich dabei als Methode etabliert, dank der die Funktionalität und Intuitivität beispielsweise auch für sehbeeinträchtigte Nutzer sichergestellt werden kann. Im »Inclusive Design Toolkit« von Microsoft finden sich zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, die zeigen, wie Unternehmen über stark kontrastierende Farben oder Audiotools barrierearme Webauftritte entwickeln können.

bofrost*, Europas größter Direktvertreiber von Tiefkühlkost, legte beim Relaunch seines Onlineshops ebenfalls Wert auf solch ein barrierearmes Design. So bietet das Unternehmen seinen Kunden einen kostenlosen Audiokatalog und die Möglichkeit an, sich sämtliche Inhalte von Screenreadern vorlesen zu lassen – Softwareprogrammen, die viele sehbeeinträchtigte Nutzer verwenden.

Wie wichtig es ist, sich an den Nutzergewohnheiten und -interessen zu orientieren, gibt nicht zuletzt auch Googles »Page Experience« vor, die im Mai 2021 zum festen Rankingkriterium wird. Unternehmen können sich darauf einstellen, indem sie Positive UX und Diversität in den Gestaltungsprozess ihrer Seiten integrieren.

Usability und barrierearmes Design bei *bofrost

e food Corona bofrost success storyNeben dem barrierearmen Design, lag beim Relaunch des *bofrost Onilineshops ein weiterer Schwerpunkt auf der mobile Usability.

Dank welcher Maßnahmen bofrost* von Suchmaschinen nun noch besser gefunden und deutlich mehr Traffic verzeichnet als vor dem Relaunch, und noch mehr Insights rund um barrierearmes Design bekommt ihr in der *bofrost Success Story.

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