Voice Commerce: Warum ihr Sprachassistenten zukünftig auch für euer Business nutzen solltet [5 Lesetipps]

Voice Commerce
Quelle: Nicolas Leclercq / Unsplash

»Alexa, bestelle Waschmittel!«, »Siri, wie wird das Wetter heute?«, »OK, Google, zeige mir Sportläden in meiner Umgebung!« – so oder so ähnlich laufen viele Dialoge in deutschen Haushalten ab. Sprachassistenzsysteme sind gerade en vogue und werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.

Die Menschen werden immer älter, immer bequemer und wollen ihre Informationen immer schneller. Das allein sind drei Gründe, warum Voice-Assistants zukünftig noch mehr in den täglichen Gebrauch integriert werden. Die heutigen Lesetipps geben einen Überblick über Funktionsweisen, Perspektiven und Möglichkeiten, Sprachassistenten fürs eigene Business nutzen zu können.

Voice Commerce: Mehr als nur Smart Speaker?

In einer Smart Speaker Studie von beyto wurden zuletzt einige interessante Fakten über die Nutzung von Voice im Commerce und von Smart Speakern in Deutschland untersucht. Zentrale Erkenntnisse der Studie sind unter anderen:

  • Wer einen Smart Speaker besitzt, nutzt diesen auch
  • Smart-Speaker-Nutzer sehen in ihnen ein großes Potential
  • Hohe Nutzung vor allem bei Streamingdiensten und Smart Home Apps

Laut der Studie aus dem Frühjahr 2020 besitzt jeder vierte Deutsche bereits mindestens einen Speaker, in der technikinteressierten Stichprobe waren es sogar 75 Prozent. Rund die Hälfte aller Besitzer nutzen diesen Smart Speaker täglich, vor allem für Streamingdienste, Fragen (Wetter, Verkehr, Wissen), Weckdienste oder Musikangebote. Branchenprimus Amazon stellt mit seinen Speaker dabei die meisten Endgeräte zur Verfügung. Nichtsdestotrotz halten die meisten Deutschen die Speaker immer noch für eine technische Spielerei und nutzen sie weniger zum Einkaufen.

Noch. Aber immerhin 34 Prozent. Zahl steigend. Voice Commerce geht allerdings über die Nutzung von Smart Speakern hinaus und umfasst nicht nur den Warenkorbabschluss, sondern auch die Inanspruchnahme von Preisabfragen, Produktberatungen oder die regelmäßige Informationslieferung über Schnäppchen und Angebote. Und das wird immer beliebter.

Voice Commerce verändert die Customer Experience

Voice-assisted Interfaces à la Alexa, Siri oder Cortana sind für Smartphone-User nichts neues. Diese angelernten Verhaltensweisen und Umgangsformen mit Sprache als Ein- und Ausgabekanal tragen letztlich dazu bei, dass Nutzer zukünftig noch effizientere, noch persönlichere Beratungsleistungen erhalten werden. Sie wissen ja nun einmal, damit umzugehen.

Doch was ist der Vorteil gegenüber dem Verkäufer im Schuhladen oder der Kundenhotline des Mobilfunkanbieters? Ganz einfach: Es geht schneller. Die Beratung kann sofort erfolgen. Und dank zwischengeschalteter KI auch noch persönlicher. Die Customer Experience ist letztendlich ganzheitlich, da alle notwendigen Informationen, Services und Dienstleistungen aufgrund vorher erhobener Informationen sofort zur Verfügung stehen können.

Beispiel: Ein Kunde sucht Turnschuhe in einem Onlineshop. Er wird fündig. Der im Shop integrierte Sprachassistent gibt zusätzlich noch die Empfehlung, dass zu den Schuhen noch ein entsprechendes Paar Socken passen könnte und dass es ab dem dritten Paar einen Rabatt gibt. Über einen entsprechenden Bildkanal wird dem Kunden der komplettierte Style angezeigt. Blitzschnelle, datenbasierte Beratung. Das ist die Chance von Voice Commerce. Doch wie bekommt man zu der Sprache zusätzlich Bild?

Voice Commerce und die Relevanz von VUI

VUI bedeutet Voice User Interface und fungiert als sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle, die in Form visueller Feedbacks den Nutzer erleben lässt, was er gerade gesagt hat. Welche Anfrage er gestellt hat. Welche Antworten er bekommt. Welche Socken ihm zu seinen Turnschuhen angeboten werden.

UXD UI
Quelle: slidebird

VUIs sind längst schon in vielen smarten Autos verbaut und per se keine echte Neuerung. Wenn man VUI jedoch zu Ende denkt und für das eigene Business nutzbar macht, können personalisierte Kundenerlebnisse  entstehen, die eine einfache Shoppingsuchanfrage mit althergebrachten »Nutzer, die das kauften, kauften auch…« Ads in den Schatten stellt. Es entsteht ein Dialog. Wie im Laden, nur bequem von zu Hause aus.

Nicht zuletzt profitieren sprachgesteuerte Eingaben ganz einfach von der Verarbeitung durch unser Gehirn, welches gesprochene Sprache drei Mal schneller verarbeitet, als Texte dazu imstande wären.

Wer sich nun ein wenig vom Thema Voice »angesprochen« fühlt, dem sei der Digital. Business. Talk. mit Gunnar Lahmann von inside VOICE am 27. Mai ans Herz gelegt. Der Talk wird via zoom oder über unsere Facebookseite übertragen. Wir halten euch kurz vorher nochmal auf dem Laufenden. Bis dahin!

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inside VOICE 

Digital. Business. Talk. [dotSource]

 

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