E-Commerce-Trends 2026: Von Branding bis Agenten-Orchestrierung Posted on 15.01.202616.01.2026 | by Birthe Struffmann Vielversprechende E-Commerce-Trends für 2026 erwarten euch im Handelskraft Trendbuch. | Quelle: dotSource 2026: Alles auf Anfang. Und gleichzeitig auch nicht. Denn auch 2026 stellt ihr euch als Unternehmen ganz sicher die gleichen Fragen wie bereits die Jahre zuvor: Sind unsere Angebote sichtbar und möglichst einfach zugänglich? Wie können wir das Vertrauen in unsere Marke weiter stärken? Wie bauen wir unsere Systemlandschaft zukunftsfähig und sicher auf? Lassen sich Prozesse noch effizienter gestalten? Immer wieder neu sind jedoch die Maßnahmen, mit denen ihr diesen Fragen begegnen könnt. So auch 2026. Dieser Beitrag analysiert wichtige Business Trends für 2026, von Agentic Commerce über Zero-Click-Searches bis hin zu digitaler Souveränität. Euch erwarten konkrete Impulse zu aktuellen Entwicklungen im Digital Business, die ihr sofort in die Praxis überführen könnt. Inhalt Business Trends 2026: Was Unternehmen 2026 (um)treibtTrend 1: Agentic CommerceTrend 2: Zero-Click-SearchesTrend 3: B2B-BrandingTrend 4: Emotional CommerceTrend 5: Digitale SouveränitätTrend 6: Multiagent-Orchestrierung mit MCPTrend 7: AI-SecurityHandelskraft Trendbuch 2026: Noch mehr Trends, Analysen und KlartextFAQs Business Trends 2026: Was Unternehmen 2026 (um)treibt Künstliche Intelligenz verändert weiterhin altbekannte Spielregeln im Digital Business und fordert Unternehmen mehr denn je. Sinkende Sichtbarkeit in klassischen Suchmaschinen, wachsende Content-Flut, aus der es gilt, sich abzuheben und technische Hürden bei der Einführung von Agenten: Herausforderungen, die für viele Teams real sind. Was aber auch real ist, sind die neuen Möglichkeiten, die aus diesen Trends entstehen: der Anreiz, eure Content-Strategie noch besser zu machen die Chancen, echte Nähe zur eigenen Zielgruppe aufzubauen und der Anlass, die bestehende Systeminfrastruktur einfach mal von Grund auf zu überdenken. Wie ihr aktuelle Entwicklungen für euch nutzen könnt, zeigen wir getreu dem Handelskraft Versprechen mit Trends, Analysen und Klartext. Trend 1: Agentic Commerce Analyse: Ob bei der Informationssuche, der Texterstellung oder der Bildgenerierung: KI unterstützt Verbraucher inzwischen bei den verschiedensten Alltagsaufgaben. Künftig sollen die Agenten B2C-Kunden aber auch beim Online-Einkauf begleiten und den Kaufprozess langfristig sogar vollständig übernehmen. Tech-Konzerne wie Microsoft führen bereits jetzt erste Pilotprogramme durch. So können Händler mit dem »Copilot-Merchant-Center« ihre Produkte direkt in der KI-gestützten Suche von Bing und Copilot platzieren. Auch OpenAI hat den ChatGPT-Chatbot um eine Shopping-Research-Funktion erweitert, die Kunden bei der Produktsuche unterstützt. Zwar werden Nutzer nach der Auswahl derzeit noch auf die jeweilige Shopseite weitergeleitet, doch perspektivisch soll auch der komplette Kaufprozess in ChatGPT möglich sein. Klartext: Agentic Commerce gewinnt durch diese Pilotprojekte und neue technologischen Standards wie »Model Context Protocol« (MCP) und »Agent Payment Protocol« (A2P) rasant an Dynamik. Wann KI-basiertes Einkaufen aber flächendeckend Realität wird und wie es von Verbrauchern tatsächlich angenommen wird, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon ist es strategisch sinnvoll, schon jetzt die notwendigen Grundlagen zu schaffen, etwa durch eine verlässliche Datenbasis und standardisierte Schnittstellen. So sichert ihr euch einen First-Mover-Vorteil und könnt künftig Verkaufsabschlüsse direkt über KI generieren. Welche Technologien Agentic Commerce ermöglichen und welche aktuellen Entwicklungen den Trend bereits prägen, erfahrt ihr im weiterführenden Beitrag. Mehr über Agentic Commerce Trend 2: Zero-Click-Searches Analyse: Suchen Konsumenten heute online nach Informationen, liefern KI-gestützte Suchmaschinen wie Google Search Generative Experience oder Bing Copilot die Antworten meist direkt auf der Suchergebnisseite (SERPs). Der klassische Klick auf eine Website wird somit immer häufiger überflüssig. Bereits 2024 endeten fast 60 Prozent der Google-Suchen ohne einen Klick. Klartext: Damit ihr und eure Angebote trotzdem die Aufmerksamkeit bekommen, die ihr verdient, müsst ihr spätestens jetzt eure Strategie überdenken. Das bedeutet nicht, dass alte SEO-Weisheiten komplett über Bord geworfen werden müssen. Im Gegenteil. Sie sind wichtiger denn je: logisch aufgebaute Inhalte, strukturierte Informationen und präzise Metadaten. All das entscheidet darüber, wie gut KI-Agenten eure Inhalte lesen können. Mindestens genauso wichtig ist aber auch der Ausbau eurer Markenbekanntheit. Je häufiger eure Marke von vertrauenswürdigen Quellen genannt wird, desto höher stuft KI eure Inhalte in puncto Relevanz und Glaubwürdigkeit ein. Sichtbarkeit entsteht also längst nicht mehr nur über Rankings, sondern über Reputation und Kontext. Konkrete Tipps, wie ihr auch 2026 mit euren Inhalten sichtbar bleibt, erwarten euch im Beitrag zu »KI-Sichtbarkeit«. Tipps für KI-Sichtbarkeit Trend 3: B2B-Branding Analyse: KI verändert also die Spielregeln für starke Marken. Das gilt besonders im B2B. Gerade hier gehen viele Unternehmen in der Masse unter, weil sie häufig rational kommunizieren, eine ähnliche Bildsprache nutzen und sich kaum kreative Freiheit erlauben. Laut einer Studie glauben 62 Prozent der Marketingentscheider sogar, dass sich weniger als die Hälfte aller B2B-Marken wirklich von anderen unterscheidet. Während Inhalte und Angebote insbesondere durch KI also zunehmend austauschbar werden, sind es die menschlichen Aspekte, die Marken unverwechselbar machen: Emotionen, Haltung und Gemeinschaftsgefühl. Der »Human Touch« sorgt dafür, dass eure Marke nicht nur verstanden, sondern erlebt wird. Denn auch im B2B treffen am Ende Menschen Entscheidungen. Und Menschen entscheiden sich für Marken, die Nähe schaffen, Vertrauen aufbauen und mehr bieten als reine Sales-Pitches. Klartext: Wer sich im B2B differenzieren will, darf Branding nicht als reine Gestaltungsaufgabe verstehen. Ein neues Logo, ein frischer Claim oder vereinzelte kreative Kampagnen reichen nicht aus, um langfristig sichtbar zu bleiben. Entscheidend ist ein klarer Markenansatz, der Haltung zeigt und konsequent über alle Kanäle und Touchpoints hinweg umgesetzt wird. B2B-Unternehmen sollten sich zuerst die grundlegenden Fragen stellen: Was für eine Marke wollen wir sein und wofür wollen wir stehen? Erst daraus leitet sich ab, wie die Botschaft in Sprache, Bildwelt, Tonalität und im täglichen Kontakt nach außen getragen wird. Noch mehr Tipps, mit denen ihr die Sichtbarkeit eurer Brand steigert, erhaltet ihr im On-Demand-Webinar »Wenn KI Content macht. Wer macht dann Marke?«. Jetzt Webinar ansehen Trend 4: Emotional Commerce Analyse: Kunden erwarten weit mehr als einen reibungslosen Kaufprozess. Sie wollen sich mit einer Marke verbunden fühlen und genau wissen, warum sie sich für diese entscheiden sollten. Kaufentscheidungen werden zunehmend emotional getroffen. Immer wichtiger wird es daher, als Unternehmen nicht nur Produkte zu verkaufen, sondern Emotionen auszulösen. Ein Gefühl zu vermitteln, das an jedem Touchpoint mitschwingt, weil die Maßnahmen, die Ansprache und das Design optimal aufeinander abgestimmt sind. Klartext: Überzeugt der erste Eindruck von eurer Marke, steigt auch die Conversion-Rate. Um bis zu 23 Prozent könnt ihr eure Verkaufszahlen mit emotional ansprechender Werbung steigern. Emotionen sind also kein »Soft Factor«, sondern ein messbarer Business-Treiber. Von dem auch ihr profitieren könnt, wenn ihr eure Marke erlebbar macht: Erzählt authentische Geschichten aus eurem Arbeitsalltag, gebt eurer Community Raum für Austausch und setzt gezielt auf personalisierte Angebote für Kunden. Stellt euch bei der nächsten Kampagne also nicht nur die Frage, was ihr eurer Zielgruppe anbietet, sondern vor allem, welches Gefühl ihr bei ihnen auslösen wollt. Trend 5: Digitale Souveränität Analyse: Geopolitische Entwicklungen und wachsende Cyberrisiken erfordern neue Maßnahmen, um die Kontrolle über die eigenen Daten und die eigene Infrastruktur zu sichern. Allein im ersten Quartal 2025 sind die Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen um 55 Prozent im Vergleich zu 2024 gestiegen. Vor diesem Hintergrund versuchen immer mehr Unternehmen, ihre Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern zu reduzieren. Aktuell beziehen deutsche Unternehmen ihre digitalen Services und Technologien zu 87 Prozent aus den USA und zu 78 Prozent aus China. Klartext: Europäische Software- und Cloudanbieter in den Fokus zu rücken ist eine sinnvolle Alternative, wenn es darum geht, Daten sicher und rechtskonform zu verarbeiten. Gleichzeitig kann dieser Schritt langfristig zur Stärkung der europäischen Digitalwirtschaft beitragen. Allerdings geht so ein Umstieg nicht von heute auf morgen. Es ergibt Sinn, schrittweise vorzugehen: Startet mit besonders sensiblen Daten und geschäftskritischen Systemen. Außerdem solltet ihr stets abwägen, in welchen Bereichen ein Wechsel auf eine europäische Softwarealternative möglich ist, ohne Abstriche bei Funktionalität oder Leistungsfähigkeit hinnehmen zu müssen. Worauf ihr bei dem Wechsel außerdem achten solltet und welche europäischen Cloudanbieter für euch infrage kommen, zeigt euch der Beitrag »Europäische Cloudanbieter«. Hinweise für den Wechsel in die EU-Cloud Trend 6: Multiagent-Orchestrierung mit MCP Analyse: Bis 2028 werden mindestens 16 Prozent der täglichen Arbeitsprozesse autonom durch agentische KI-Systeme übernommen. Damit das auch möglichst effizient passiert, sollten Agenten reibungslos zusammenarbeiten. Agieren eure KI-Agenten isoliert voneinander, entstehen Datensilos, die nicht nur den Informationsfluss behindern, sondern auch zu ineffizienten Prozessen und doppeltem Aufwand führen. Gleichzeitig verschenkt ihr somit Potenzial bereits bestehende Agenten oder Modelle für neue KI-Use-Cases wiederzuverwenden. Klartext: Sorgt ihr dafür, dass eure Agenten in einem Multiagentensystem zusammenarbeiten, können diese komplexe Aufgaben viel besser lösen als ein einzelner Agent. Dabei übernimmt jeder Agent nach wie vor seine bestimmte Funktion. Durch das Zusammenspiel lassen sich aber vielschichtige Arbeitsabläufe reibungslos gestalten, da jeder Agent zur richtigen Zeit für seine Aufgabe aktiviert wird. Damit eure Agenten auch anbieterübergreifend miteinander interagieren können, braucht es eine einheitliche Kommunikationsstruktur und standardisierte Schnittstellen. Das Agent2Agent Protocol (A2A) ermöglicht beispielsweise den direkten und sicheren Austausch unabhängiger Agenten. MCP hingegen ermöglicht den Austausch von Kontext zwischen verschiedenen Anwendungen und großen Sprachmodellen. So können KI-Modelle eigenständig komplexe Abläufe steuern. Wie ihr eure KI-Prozesse mit MCP erheblich verbessert und welche weiteren Potenziale das Protokoll bietet, zeigt euch der Beitrag »Model-Context-Protocol«. Mehr über MCP Trend 7: AI-Security Analyse: Mit den Chancen von KI kommen auch Herausforderungen. Eine, die Unternehmen 2026 umfassend beschäftigen wird, ist die Balance von KI-Innovationen und Cybersicherheit. Denn je mehr KI-Anwendungen im Einsatz sind, desto größer ist die Angriffsfläche. KI-Modelle verarbeiten sensible Daten und werden immer stärker in kritische Geschäftsprozesse integriert. Aufgrund der rasanten Entwicklung haben viele Unternehmen noch keine Erfahrung mit AI-Security oder setzen diese mit klassischer IT-Security gleich. Dabei unterscheiden sich die Risiken fundamental: Bei Prompt Injections können manipulierte Eingaben zu unerwünschtem Verhalten von KI-Systemen führen. Ungewollte Datenlecks entstehen, wenn sensible Informationen in externe KI-Anwendungen gelangen. Zudem stellt es ein Risiko dar, wenn Mitarbeitende nicht freigegebene KI-Tools, sogenannte Schatten-KIs, nutzen. Datenlecks oder unkontrollierte Schatten-KI sind reale Bedrohungen. Hinzu kommt ein regulatorisches Umfeld, das sich mit Vorgaben wie dem EU AI Act deutlich verschärft. Wer KI einsetzt, trägt Verantwortung für Daten und Ergebnisse. AI-Security ist daher 2026 keine Option, sondern eine zentrale Voraussetzung für den sicheren Einsatz von KI. Klartext: Herkömmliche Sicherheitstools reichen nicht mehr aus, um KI-Workflows zu schützen. AI-Security-Platforms (AISPs) konsolidieren daher mehrere Sicherheitsfunktionen in einer Plattform und schützen sowohl KI-Dienste von Drittanbietern als auch maßgeschneiderte Anwendungen. Sie schaffen Transparenz über alle eingesetzten KI-Modelle, Datenquellen und Schnittstellen und ermöglichen so eine durchgängige Kontrolle über den gesamten KI-Lebenszyklus. AISPs erkennen KI-spezifische Angriffsmuster wie Promp Injection, verhindern unautorisierte Datennutzung und führen kontinuierliche Belastungstests für KI-Modelle durch. Gleichzeitig unterstützt die Plattform euch mit klaren Richtlinien und Kontrollmechanismen dabei, regulatorische Anforderungen umzusetzen. Spätestens wenn ihr KI in geschäftskritische Prozesse integriert habt, sensible Daten verarbeitet oder externe KI-Dienste nutzt, solltet ihr den Einsatz einer AISP erörtern. Laut Gartner wird bis 2028 die Hälfte aller Unternehmen auf AISPs setzen. Handelskraft Trendbuch 2026: Noch mehr Trends, Analysen und Klartext Umfassende Beispiele aus der Praxis und konkrete Handlungstipps zu diesen und weiteren E-Commerce-Trends liefert euch das Handelskraft Trendbuch 2026 »High Noon«. Beispielsweise erfahrt ihr: wie eure Marke nicht nur für KI, sondern auch auf Social Media sichtbar bleibt, wie der Aufbau einer starken Community euren Umsatz steigert, mit welchen Maßnahmen sich Sicherheitslücken beheben lassen und wie ihr eine Systemarchitektur aufbaut, die perfekt zu euren Anforderungen passt. Füllt jetzt das Formular aus und erhaltet euer kostenfreies Exemplar. FAQs – häufig gestellte Fragen zu E-Commerce-Trends 2026 Welche technologischen Trends prägen E-Commerce 2026? 2026 prägen vor allem KI und Automatisierung den E-Commerce. Conversational und Agentic Commerce ermöglichen nahtlose, personalisierte und zeitsparende Einkaufserlebnisse, während Agenten im Backoffice Prozesse operative Prozesse wie die Content-Pflege, das Bestandsmanagement oder die Datenanalyse optimieren. Bei der Infrastruktur schaffen moderne Headless-Architekturen die technologische Grundlage für schnelle Weiterentwicklungen und hohe Skalierbarkeit. Setzen Unternehmen diese E-Commerce-Trends 2026 gezielt um, profitieren sie von effizienten Abläufen und einer verbesserten Customer Experience. Wie wichtig ist künstliche Intelligenz für Online-Shops 2026? KI ist im E-Commerce 2026 weit mehr als ein optionales Tool. Sie ist ein entscheidender Wachstumstreiber, denn sie ermöglicht u. a. präzisere Produktempfehlungen, dynamische Preisgestaltung und schnelleren Kundenservice. Gleichzeitig werden 2026 voraussichtlich erste reale Anwendungsfälle für Agentic-Commerce vertestet. Wie verändern sich Erwartungen der Konsumenten? Konsumenten erwarten schon lange nahtlose, personalisierte Einkaufserlebnisse, bei denen sie emotional und individuell angesprochen werden. Mit dem zunehmenden Einsatz von KI und datengetriebenen Technologien werden diese Anforderungen 2026 zum klaren Standard. Gleichzeitig legen sie großen Wert auf schnelle, aussagekräftige Antworten während ihrer Angebotssuche. Marken, die diese Erwartungen erfüllen, schaffen Vertrauen und stärken die Kundenbindung. Wie sollten sich Unternehmen auf kommende Trends vorbereiten? Unternehmen sollten sich vor allem durch gezielte Datenanalyse, strategische Technologieinvestitionen und mutiges Testen auf kommende Trends vorbereiten. Wichtig ist, flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren und innovative Lösungen wie KI und Headless-Commerce schrittweise zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Digitalagentur kann diesen Wandel effektiv begleiten. Jetzt teilen (6 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)Loading... Categories News