Die neusten Farbtrends im Mobile-App-Design

Verfasst am 27. Oktober 2016 von .

Quelle: Pexels

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Wenn es um Mobile-App-Design und Usability geht, gehören Farben zu den mächtigsten Werkzeugen, über die Designer verfügen. Farben können genutzt werden, um die Emotionen der Nutzer zu beeinflussen, ihre Aufmerksamkeit zu erregen und sie in die richtige Stimmung zu versetzen, um einen Kauf abzuschließen. Um dies allerdings auch erfolgreich tun zu können, ist es essenziell, zu verstehen, welche Wirkung Farben auf Menschen haben.
 
Da die Interaktion zwischen Nutzer und Gerät im E-Commerce hauptsächlich auf grafischen User-Interface-Komponenten aufbaut, spielen Farben eine entscheidende Rolle, um Emotionen freizusetzen, die Spontankäufe triggern.
 
Es gibt zahllose Studien und umfangreiche Artikel, die mittels Farbtheorie und -psychologie erklären, wie Farben (warme und kalte) die menschliche Wahrnehmung prägen. Sogar Goethe befasste sich mit dem Einfluss von Farben auf die menschliche Psyche.
 
Wir wollen uns heute mit den aktuellen Trends im Mobile-Webdesign auseinandersetzen, die kein Designer verpassen sollte. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass Farbtrends immer von Branchen, CI und Land abhängig sind.

Einfachheit ohne Usability-Killer

Im Mobile-Design ist Schnelligkeit ein Plus, da die Nutzer einer schnellebigen Welt angehören, in der es eine Rolle spielt, als Erster auf eine Nachricht zu antworten, einen Artikel zu posten oder das neuste, angesagte Kleid so schnell wie möglich geliefert zu bekommen. Diese Details machen in einer hart umkämpften Branche den Unterschied aus. Daher spielt Einfachheit eine entscheidende Rolle im Mobile-App-Design.

Steve Jobs, der sich immer für Einfachheit ausgesprochen hat, meinte dazu Folgendes:

“Das war eines meiner Mantras – Fokus und Einfachheit. Einfachheit kann schwieriger sein als Komplexität. Man muss sich wirklich anstrengen, das eigene Denken zu reinigen, um es einfach zu machen. Aber am Ende ist es das wert, denn sobald man diesen Punkt erreicht, kann man Berge versetzen.”

Wenig überraschend sind die neusten Trends im Mobile-Webdesign darauf ausgerichtet, Anwender-Tasks einfacher und intuitiver zu gestalten:

  • Pantone wählt “Rose Quartz” und “Serenity” wurden zu den Farben des Jahres 2016.

    Sie liegen zwischen warmen und kalten Farben und reflektieren ein Gleichgewicht, das heutzutage zunehmend gefragt ist. Der digitale und vielbeschäftigte User schreit förmlich nach Beruhigung und Entspannung. Und genau das – innere Ruhe und Wohlbefinden – sind die Gefühle, die “Rose Quartz” und “Serenity” transportieren.

  • Minimalistisches Design.
    Die Vorlieben der Nutzer verlagern sich in Richtung Einfachheit – Also kehrt erfolgreiches UI-Design zurück zu seinen Grundlagen. Minimalismus entspricht diesen Vorgaben voll und ganz: Seine Stärke liegt in der Klarheit der Formen, also klaren Linien, Leerräumen und minimalen grafischen Elementen. Das ist jedoch nicht ganz so einfach, wie es scheint. Die große Herausforderung liegt darin, mit einem elementaren Interface dasselbe hohe Niveau an Usability zu bieten, um den Augen der User Ruhe zu gönnen.
  • Monochrome Farbgebung.
    Das Farbkonzept besteht aus verschiedenen Nuancen und Schattierungen eines bestimmten Farbtons. Das einfarbige Design beginnt mit einer Farbe, etwa blau, und wird dann mit einer Palette von verwandten Tönen bzw. Schattierungen derselben Farbe entwickelt. Monochrome Farbgebung liegt im Trend, da Einfarbigkeit erneut Harmonie und Einfachheit transportiert. Ein klares und einfaches Design lässt den Content in den Vordergrund treten. Ein weiterer Vorteil monochromer Farbkonzepte: Sie eignen sich auch für Nutzer mit eingeschränkter Farbwahrnehmung.
     
     
    Die monochrome Farbgebung ist allerdings in anderen Ländern, wie den USA, durch vielfältige und lebendige Farben ersetzt worden.

So sieht ein paar Beispielen aus

App-Icons: Der erste Eindruck zählt

Auch beim Design von App-Icons spielen Farben eine große Rolle. Die App-Stores sind voll von Icons in verschiedenen Farben. Eine umfassende Studie von Medium analysiert und vergleicht die Designs hunderter Apps und kommt zu dem Schluss, dass die vorherrschenden Farben blau und rot sind.

Wer sich also von der Konkurrenz abheben will, ohne ein großes Risiko einzugehen, könnte auf grün oder orange setzen. Pink und lila sind unterrepräsentiert und somit eine gute Alternative für ein außergewöhnliches Design, während gelb klar für Snapchat reserviert zu sein scheint.

Usability ist König

Trotzdem darf nicht unerwähnt bleiben, dass sämtlicher Aufwand, der betrieben wird, um die perfekte Farbpalette zu finden, nutzlos ist, wenn die mobile App nicht funktional oder nutzerfreundlich genug ist. Die Usability entscheidet über Erfolg oder Versagen einer App und kann in Kombination mit der richtigen Farbgebung wesentlich zur Steigerung der Conversion beitragen.

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